//Welchen Einfluss haben Influencer auf Jugendliche? Eine 18-Jährige beschreibt ihre Erfahrungen

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Caecilia Kemper ist 18 Jahre alt und macht derzeit ein Praktikum in der Digital- und Social-Media-Abteilung bei OSK. Wie viele andere Jugendliche ist Caecilia in ihrer Freizeit auf Social-Media-Plattformen aktiv. Besonders im Fokus steht bei ihr Instagram und somit das Thema Influencer. Wir haben sie nach ihrer Meinung zu Influencern gefragt und festgestellt, dass nicht jeder Jugendliche ein uneingeschränkter Fan der Netz-Stars ist.

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//Lohnt sich WhatsApp Business für Unternehmen?

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Das Wichtigste in Kürze: Ja, WhatsApp hat wirklich eine Business-Version gelauncht. Die kostenlose App WhatsApp Business war seit Mitte Januar erst nur für Android-Nutzer in Indonesien, Italien, Mexiko, Großbritannien und den USA erhältlich, seit dem 26. Januar 2018 ist sie auch in Deutschland verfügbar. Wann (und ob) die App auch für iPhone-User kommt, ist bisher noch unklar.

Was kann WhatsApp Business?

„Unsere neue App erleichtert es Unternehmen, mit Kunden in Kontakt zu treten, und erlaubt es unseren 1,3 Milliarden Benutzern, bequem mit den Unternehmen Nachrichten auszutauschen, die ihnen wichtig sind“, heißt es auf dem firmeneigenen Blog. Bedeutet: Mit WhatsApp Business können Unternehmen ein Firmenprofil mit Informationen wie Adresse, Unternehmensbeschreibung, Kontaktmöglichkeiten und zugehöriger Website füttern. Außerdem können automatisierte Nachrichten oder vorgefertigte Schnellantworten per Kurzbefehl versendet werden.

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Screenshot: WhatsApp
WhatsApp wird die Accounts von Unternehmen zudem verifizieren. Für den privaten Nutzer ändert sich nichts: Er kontaktiert Unternehmen in der gleichen App, in der er auch seine privaten Kontakte pflegt – dafür muss er lediglich die Handy- oder Festnetznummer des Unternehmens kennen, mit dem er in Kontakt treten möchte. Für Unternehmen gilt, dass der normale Manager und die Business-Version zwar auf dem gleichen Endgerät, aber nicht mit der gleichen Nummer genutzt werden können. Es braucht also entweder eine Dual-SIM oder ein zweites Smartphone.

Welchen Mehrwert hat das für Unternehmen?

Laut WhatsApp haben bisher bereits fast eine Million Nutzer WhatsApp Business heruntergeladen (Anm. d. Red.: Stand 25.01.2018). Aber bietet das neue Tool wirklich einen Mehrwert für Firmen? Und wenn ja, für welche? Laut WhatsApp liegt die Zielgruppe vor allem bei kleineren Dienstleistern. So lohne sich für kleine Bäckereien, Floristen oder Friseure vielleicht keine eigene Website – Bestellungen könnten dann stattdessen über WhatsApp Business direkt angenommen und bearbeitet werden.

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Screenshot: WhatsApp
Wie aber steht es um mittelständische oder größere Unternehmen? Sky Sport News HD sendet bereits seit Sommer 2015 einen Live-Ticker mit Sport-News über WhatsApp direkt aufs Smartphone. User müssen sich dazu lediglich mit ihrer Mobilnummer registrieren ­– WhatsApp-Newsletter sind also längst keine Neuheit mehr. Aber: Dafür ist der Medienkonzern nicht auf das Format WhatsApp Business angewiesen. Geld verdient Sky Sport News HD mit seinem App-Newsletter sowieso keines, sondern pflegt mit dem Service-Newsletter den direkten Kundenkontakt.

Welche Bedeutung haben Messenger derzeit für Marken?

Eben die nämlich spielen für Unternehmen jeder Größe eine immer wichtigere Rolle. Messenger sind für Firmen also nicht nur ein mögliches neues Erlösmodell, sondern vor allem die Chance, Kundendialog und -bindung zu betreiben. Das klappt in China bereits deutlich besser als bei uns – über WeChat wird längst nicht nur noch privat kommuniziert. Dort wird geshoppt, Geld überwiesen, Reisen werden gebucht und Essen bestellt. Auch bei WeChat können Unternehmen Firmen-Accounts erstellen und Kundenanfragen beantworten – zumindest in diesem Punkt hat WhatsApp mit seiner Business-Funktion jetzt nachgezogen. Aber: WhatsApp richtet sich mit seiner Business-App ganz klar vorerst nur an kleine Unternehmen – und vor allem für diese lohnt sich die Applikation.

//Auf welchen sozialen Netzwerken sind Studenten aktiv?

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0,37 Sekunden. Es hat nur einen Wimpernschlag gedauert, da hat Google 499.000 digitale Spuren für das Stichwort „Niklas Fischer“ im Netz gefunden. Zugegeben: Der geringste Bruchteil davon wird tatsächlich mit mir zu tun haben. Der Name ist nicht unbedingt selten. Doch unter den ersten Treffern findet man meinen Twitter-Kanal, mein Xing-Profil und auch die Vorstandsseite des PRSH wird angezeigt. Die heutigen Studierenden gehören zur ersten Generation, die mit dem gesamten Portfolio der Selbstdarstellung im Social Web aufgewachsen ist. Dementsprechend verwenden wir soziale Netzwerke, um uns zu präsentieren. Wie Studierende soziale Netzwerke nutzen und auf welchen Plattformen sie aktiv sind, erkläre ich im Folgenden.

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//Pinterest: Profi-Account in fünf Schritten einrichten

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Von der digitalen Hobbyecke für DIY- und Foodblogger hat Pinterest sich rasend schnell weiterentwickelt: Mittlerweile posten deutsche Nutzer der Trendplattform 3,2 Millionen Pins täglich. Damit wird die Bilder-Suchmaschine auch für Unternehmen immer interessanter, denn ein Pinterest-Profil verspricht Aufmerksamkeit, Traffic und mehr Besucher auf der eigenen Website. Mit der folgenden Anleitung können Nutzer sich innerhalb weniger Minuten einen professionellen Pinterest-Account anlegen und ihr Online Marketing voranbringen.

Account erstellen und Überblick verschaffen

Unternehmen können ein privates Konto einrichten, welches sich später problemlos in ein Unternehmenskonto umwandeln lässt. Es ist jedoch empfehlenswert, gleich ein Unternehmenskonto zu erstellen, wenn Pinterest für professionelle Marketingzwecke genutzt werden soll.

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Screenshot: Pinterest
Für Neueinsteiger empfiehlt es sich daher, zunächst einmal in den Accounts und Boards anderer Nutzer herumzustöbern. In dieser ersten Phase lautet das Ziel, ein Gefühl für das Aussehen der verschiedenen Pins und Pinnwände (Boards) zu bekommen.

2. Profil ansprechend ausfüllen

Zwar geht es bei Pinterest vornehmlich um das Visuelle, jedoch sind die Textinfos im Profil genauso wichtig. Zu den erforderlichen Angaben bei einem Business-Account zählen:

  • Unternehmensname
  • Bild
  • Benutzername
  • Kurzinfo
  • Impressum
  • Ort
  • Website

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Screenshot: Freelance Start
Bei der Kurzinfo lohnt es sich, etwas Zeit und Mühe zu investieren. Mehr als zwei Zeilen sollten es aber nicht sein. Die müssen jedoch umso mehr auf den Punkt kommen: Was bietet das Unternehmen an? Wie lautet das Alleinstellungsmerkmal? Lässt sich ein Link zu einer Landingpage setzen?

Darüber hinaus ist es ratsam, die eigene Website zu verifizieren. Dadurch wird jedem Pin automatisch das Profilbild beziehungsweise Icon hinzugefügt, das auf der Website hochgeladen wurde. Außerdem erhalten Unternehmen so Zugriff auf die Web Analytics von Pinterest, wodurch sich Besucherströme dokumentieren lassen.

Von entscheidender Bedeutung ist auch das Schaufenster – ein Slider, der mit bis zu fünf eigenen Boards bestückt werden kann und prominent beim Aufruf des Unternehmensprofils zu sehen ist. Boards sind wie eingangs erwähnt Pinnwände, auf denen Nutzer die Pins sammeln. Sie sollten thematisch mit einem passenden Oberbegriff benannt und mit einer aussagekräftigen Kurzbeschreibung versehen werden. Ein gutes Beispiel für einen Slider liefert übrigens die Pinterest-Beraterin Alexandra Polunin:

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Screenshot: Alexandra Polunin
Dabei sollten Unternehmen sich vorab überlegen, welche Boards in den Slider gehören. So lassen sich Hingucker erstellen, die unmittelbar beim Besuch des Profils hervorstechen.

3. Professionelle Pins und Boards erstellen

Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Pinterest-Strategie sind ansprechend gestaltete Pins. Bei Pins handelt es sich um visuelle Lesezeichen – Grafiken also. Diese werden auf Boards, virtuellen Pinnwänden, gesammelt. Äußerst hilfreich für die Erstellung von Pins ist das kostenlose Tool Canva, mit dem sich schicke Pins ohne große Vorkenntnisse erstellen lassen. Dabei gilt es, die Formatvorgaben und Regeln der Plattform zu beachten. Dazu gehören:

  • Hochformat (Minimum: 735 x 1.102 Pixel)
  • kurze Pin-Beschreibung (max. 500 Zeichen, mobil werden allerdings nur 100 dargestellt)
  • Verwendung themenrelevanter Hashtags in der Pin-Beschreibung
  • kein Massenpinnen eines einzelnen Pins

Bei einem sind sich die Experten jedoch einig: Pins sollten im Hochformat sein. Für die genauen Maße lohnt sich ein Blick auf das Pinterest Cheat Sheet.

Übrigens: Anfangs sehen die Boards noch recht „nackt“ aus. Dies lässt sich vermeiden, indem sie erstmal als „geheim“ und damit als unsichtbar für Dritte eingestellt werden. So können Nutzer in aller Ruhe Pins sammeln, um das Board zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich sichtbar zu schalten.

Rich Pins aktivieren

Unternehmen sollten sich nach Einrichtung eines Accounts so schnell wie möglich um die Rich Pin Validation kümmern. Bisher existieren vier Sorten von Rich Pins: Artikel-, Rezept-, Produkt- und Installationspins. Für die meisten Publisher dürften die Artikelpins von Interesse sein, da Pinterest im Business hauptsächlich dafür genutzt wird, eigene Blogartikel zu promoten.

Der Vorteil: Bei Artikel-Rich-Pins werden wichtige Daten automatisch zum Pin hinzugefügt: Überschrift, Name des Autors und Kurzbeschreibung.

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Screenshot: Benjamin Brückner
Die Rich Pin Validation ist schnell erledigt: Einfach den von Pinterest angegebenen Code (Open Graph Tags) unter „Anleitung für die verschiedenen Pinarten/Article Pins“ in den Head-Bereich der eigenen Website eintragen, mit dem Debugger anschließend prüfen und zu guter Letzt eine einzelne URL der Website im gleichen Debugger einreichen.

Dabei müssen nicht mühsam alle Links der einzelnen Blogartikel eingefügt werden: Pinterest erkennt automatisch die Rich Pins auf allen Seiten und Unterseiten einer Website.

Voraussetzung dafür ist, dass entsprechende Pin-Grafiken in der Mediathek der Website hinterlegt wurden. Zu empfehlen ist hierbei das Shariff-Wrapper-Plugin, welches diese Einstellung für jeden Blogpost einzeln anbietet:

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Für Blogposts muss also jeweils ein individueller Pin erstellt werden. Anschließend geht die Beantragung von Rich Pins für die gesamte Website ganz schnell: Es reicht, einen Link von der Website einzugeben, um Rich Pins für alle Inhalte der Seite freizuschalten.

Boardcover erstellen

Zwar stecken viele Publisher reichlich Energie in die Erstellung hochwertiger Pins. Die Boards werden oftmals allerdings nur stiefmütterlich behandelt. Dadurch wird Potenzial verschenkt, da Pinterest die Möglichkeit zur Angabe von Coverbildern anbietet.

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Screenshot: Freelance Start
Ein einheitlicher Look in der Board-Übersicht verleiht dem Pinterest-Profil einen professionellen Touch und erleichtert die Navigation für den Besucher.

Hashtags verwenden

Seit Herbst 2017 sind auf Pinterest Hashtags erlaubt. Diese stellen ein mächtiges Werkzeug dar. Aber Achtung: Hashtags haben nichts in den Board-Beschreibungen oder dem eigenen Unternehmensprofil zu suchen. Sie dienen, ähnlich wie bei Twitter und Facebook, dem leichteren Auffinden von Inhalten, also Pins zu einem speziellen Thema.

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Screenshot: Freelance Start
Pinterest selbst erlaubt bis zu 20 Hashtags, was jedoch nicht ausgereizt werden muss. Oft genügen sieben bis acht Hashtags oder weniger, die zum Thema passen.

4. Strategie entwickeln

Zugegeben: Es sind einige Aufgaben vorab zu erledigen, um als Unternehmen professionell bei Pinterest durchzustarten. Anschließend können die Verantwortlichen aber fleißig pinnen, um die eigenen Boards zu füllen. Auch hier sind Qualität und thematische Nähe oberstes Prinzip. Lieber zwei ansprechende Infografiken als zehn Pins ohne Mehrwert sammeln.

Weiterhin gilt es, genauer zu analysieren:

  • Welche Pins sind in den Boards der Wettbewerber gespeichert?
  • Wie sind die erfolgreichsten Pins in meinem Themenbereich gestaltet (oberste Ergebnisse in der Sucheingabe berücksichtigen)?
  • Wie lauten die beliebtesten Keywords für mein Thema?
  • Welche Nutzer sind besonders bekannt/haben viele Follower in meiner Nische? Diese finden sich als Schöpfer der erfolgreichen Pins.
  • Welche Hashtags werden eingesetzt?
  • Wo verschenken Wettbewerber Potenzial, das sich für den eigenen Pinterest-Account nutzen lässt?

Anhand dieser Fragen lässt sich eine eigene Pinterest-Strategie entwickeln. Diese darf jedoch nicht allein darin bestehen, eigene Pins hochzuladen. Die Gewichtung kann unterschiedlich ausfallen, allerdings sollten auch fremde Pins regelmäßig in den eigenen Boards auftauchen.

5. Relevanten Gruppenboards beitreten

Gruppenboards sind Pinnwände, die von mehreren Leuten betrieben werden, und eine weitere Möglichkeit, Pins zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. Anders als bei eigenen Boards existieren hier oftmals Regeln, die sich in der Board-Beschreibung finden.

Zum Beispiel, für jeden eigenen veröffentlichten Pin auf dem Gruppenboard einen fremden Pin zu repinnen. Oder jeden eigenen Pin nur einmal zu veröffentlichen. Unabhängig von klar formulierten Regeln gehört es, wie überall in der Netzwelt, zum guten Ton, nicht negativ durch Spamming aufzufallen.

Bei der Auswahl von Gruppenboards sollten Unternehmen auf Interaktion achten. Werden regelmäßig neue Pins hochgeladen? Wie viele Follower hat das Board? Besteht Interesse daran mitzupinnen, lässt sich der Gruppenboard-Admin via interner Nachricht oder E-Mail anschreiben. Meistens dauert die Aufnahme nicht länger als einen Tag.

Weitere nützliche Infos

Werbliche Inhalte stören auf Pinterest weit weniger als in anderen sozialen Netzwerken, wenn sie optisch ansprechend verpackt sind. Übertreiben sollten Unternehmen es mit der Werbung trotzdem nicht. Eigenmarketing ist in Ordnung, wenn für den Nutzer erkennbar ist, dass sich der Unternehmensaccount nicht nur um sich selbst dreht, also auch fremde Pins repinnt und kommentiert werden. Pins werden übrigens ebenfalls in der Google-Bildersuche angezeigt. So steigern Unternehmen ihre Sichtbarkeit beim Suchmaschinengiganten.

Kleine Anmerkung am Rande: Zwar ist Pinterest laut einem der Gründer, Evan Sharp, kein soziales Netzwerk, sondern eine „visuelle Suchmaschine“. Trotzdem wird es faktisch so genutzt, da die Nutzer hier auch kommentieren und sich Nachrichten schicken. Bei einer reinen Suchmaschine wäre das nicht der Fall.

Weiterhin ist es ratsam, regelmäßig zu pinnen und zu repinnen. Laut Blog2Social ist frühmorgens, in den Abendstunden und tagsüber am Wochenende auf Pinterest am meisten los. Es lohnt sich außerdem, für einen Blogbeitrag mehrere Pins zu erstellen. Diese lassen sich dann aufgrund ihrer Vielfalt in einem Board pinnen, ohne als Spam negativ aufzufallen. Heißt also: Viele optisch verschiedene Pins mit dem gleichen Link auf mehreren Boards erhöhen die Chance, Nutzer auf die eigene Website zu ziehen. Die nächste Stufe für Pinterest-Profis ist die Automatisierung: Unternehmen sollten sich mit Tools wie Tailwind und Board Booster beschäftigen, um Pins zu planen und deren Performance auszuwerten.

Fazit

Pinterest ist im Kommunikationsmix zu einer reichweitenstarken Plattform geworden, um auf eigene Inhalte wie Blogartikel aufmerksam zu machen. Entscheidend für den Erfolg als Unternehmen auf Pinterest sind hingegen eine sorgfältige Vorbereitung, die Analyse anderer Pins und ein umsichtiges, kollegiales Verhalten. Dann birgt der aktive Business-Account bei Pinterest vielversprechende Ergebnisse, unter anderem mit Blick auf die eigene Content Promotion und das Ranking in der Bildersuche bei Google.

Weiterführende Artikel

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 30-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//Anzeigen in Instagram Stories: So erstellt ihr Ads mit mehreren Bildern

Titel Instagram Stories

Ihr wollt für einen Kunden oder euren eigenen Kanal eine Anzeige in den Instagram Stories mit mehreren Bildern schalten. Ihr denkt euch eine kurze Geschichte aus, welche die einzelnen Bilder miteinander verbindet. Nach Abstimmungsrunden und Freigabe seid ihr mit dem Ergebnis zufrieden – und merkt, dass ihr für eine Stories Ad nur ein einziges Bild oder Video benutzen dürft. Keine Sorge, die Arbeit war nicht umsonst. Wir zeigen euch, wie ihr eure geplante Anzeige trotzdem schalten könnt.

Die Grundidee: Ihr macht aus euren Bildern (mehrere Elemente) ein einzelnes Video (ein Element). Das könnt ihr natürlich manuell mit einem Videoprogramm machen, doch nicht jeder verfügt über die entsprechende Software. Es gibt einen Weg, dieses Video unkompliziert und schnell in Facebooks Werbeanzeigenmanager zu erstellen. Wir zeigen euch, wie das geht.

Slideshow kreieren

Öffnet zunächst den Werbeanzeigenmanager oder den Power Editor (wir haben hier den Werbeanzeigenmanager benutzt). Erstellt eine neue Kampagne und wählt als Ziel zum Beispiel „Reichweite“ und klickt auf „Weiter“.

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Den nächsten Schritt könnt ihr einfach überspringen, da es an dieser Stelle noch nicht darum geht, tatsächlich eine Anzeige zu schalten. Die Zielgruppen-, Budget- und Zeitplaneinstellungen könnt ihr also ignorieren. Klickt direkt weiter zur Erstellung der eigentlichen Anzeige.

Wählt dann unter Format den Punkt „Slideshow“ aus, anschließend „Slideshow erstellen“.

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Ein neues Fenster öffnet sich, in dem ihr eure einzelnen Bilder hochladen könnt. Außerdem könnt ihr angeben, wie lange jedes einzelne Bild angezeigt werden soll. Tipp: Achtet darauf, dass die Slideshow insgesamt nicht zu lang ist, sonst wird sie weggeklickt.

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Jedes Bild, das ihr hochladet, wird unten in der Timeline angezeigt und hat unten rechts in der Ecke ein Stift-Symbol. Klickt darauf, um das Foto weiterzubearbeiten und einen Text drüberzulegen.

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Tipp: Für unseren Test haben wir die Bilder direkt in Instagrams Stories-Oberfläche bearbeitet und heruntergeladen. Dort habt ihr mehr Gestaltungsmöglichkeiten, welche zudem eher dem Instagram Look and Feel entsprechen. Startet dazu einfach eine neue Story, wählt das Bild aus, bearbeitet es und klickt unten links auf „Speichern“. Dann sollte das bearbeitete Foto auf eurem Smartphone zur Verfügung stehen und ihr könnt es euch auf den PC ziehen, um es auf Facebook in eure Slideshow zu laden. Seid ihr zufrieden, klickt auf „Slideshow erstellen“ und wartet, bis Facebook mit der Verarbeitung fertig ist. Schritt eins wäre damit geschafft.

Die Anzeige schalten

Nun könnt ihr die eigentliche Anzeige schalten. Wählt euer Kampagnenziel, die passende Zielgruppe, den Zeitraum etc. korrekt aus. Bei Platzierung wählt ihr natürlich „Instagram Stories“ aus. Wenn ihr auf der Anzeigenebene seid, könnt ihr euch bei den Creative nur noch für „Einzelnes Bild“ oder „Einzelnes Video“ entscheiden. Nehmt das Zweite und klickt auf „Bibliothek durchsuchen“.

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Es öffnet sich ein neues Fenster, in dem ihr die zuvor erstellte Slideshow aus euren einzelnen Bildern auswählen könnt. Stellt die übrigen Optionen wie gewohnt ein. Fertig. Ihr könnt die Anzeige nun buchen. Jetzt habt ihr mehrere inhaltlich verbundene Bilder in einer Stories-Anzeige zusammengefügt.

Teilt uns gerne mit, ob dieser Weg für euch funktioniert. Wenn ihr Fragen habt, schreibt uns gerne in die Kommentare.

//Probieren geht über Studieren – was der Branchennachwuchs von einem Agenturpraktikum erwartet

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Agentur oder Unternehmen? Der Klassiker aller Fragen, die Kommunikationsstudenten beschäftigen. Individuell ausprobieren und testen – das ist die Antwort. Eine allgemeingültige Lösung, die für alle gleichermaßen gilt, gibt es nicht. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, helfen Praktika und Werkstudentenjobs, bis jeder das Passende für sich entdeckt hat. Doch was erwartet ein Student von einem Agenturpraktikum? Und mit welchen Vorurteilen haben Agenturen wiederum zu kämpfen?

Die Hintergründe von Public Relations, Theorien der Massenkommunikationsforschung, Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechniken – das und noch mehr lernen Kommunikationsstudenten. Alles wichtig, alles Wissen, das hilft. Aber in den ersten Bewerbungsgesprächen und spätestens während der ersten Praktikumstage oder direkt im Beruf merkt man: Theorie ist Theorie, Praxis ist etwas ganz anderes! Oftmals wird mehr Wert auf die Aufgaben und Erfahrungen aus der Praxis gelegt als auf das Studium an sich. Nicht ohne Grund: Am besten lernt man aus der Erfahrung im Beruf.

Bei verschiedenen Praktika oder Nebenjobs wird das schnell deutlich. Es ist möglich, Wissen und Hintergründe aus dem Studium anzuwenden, jedoch ist die Anwendung von Fall zu Fall individuell und spezifisch – etwas, worauf kein Studiengang der Welt vorbereiten kann.

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Ich bin auf keinen Fall der Agenturtyp …

Lange Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung für viel Arbeit. Das sind die Vorurteile, die viele Studenten im Hinterkopf haben, wenn das Wort „Agentur“ fällt. Sofort kommt die Schlussfolgerung: „Ich bin auf keinen Fall der Agenturtyp!“ Studenten haben häufig Angst, in dem hektischen und schnellen Agenturleben unterzugehen. Die Schreibtische voll mit Aufgaben, Zettel voll beschrieben mit unerledigten To-dos. Studierende denken an Termine, Meetings und alle möglichen Aufgaben. Aufgaben, für die der Praktikant irgendwie alles können muss und ins kalte Wasser geschmissen wird. Feierabend, Freizeit und Ruhe? Fehlanzeige – so die Annahme.

Dabei handelt es jedoch vor allem um Vorurteile. Manche treffen in Teilen zu, anderum wiederum gar nicht. Jede Agentur ist anders. Zu pauschalisieren und daraus seine Schlüsse zu ziehen, ist nicht der richtige Weg.

// Über den Artikel

In einer Kooperation mit dem PRSH. e.V veröffentlichen Studenten des Fachs “Public Relations” an der Hochschule Hannover regelmäßig Artikel auf dem OSK Blog. Der Nachwuchs bildet die Kommunikationsprofis von Morgen, weswegen wir uns schon heute ihre Meinung zu Branchenentwicklungen, der Ausbildung und Kommunikations-Trends anhören.

Es gilt also auszuprobieren, und vielleicht stellt man fest:

… oder doch?

Agenturen haben viel zu bieten. Vor allem während des Studiums ist es sinnvoll, bei einem Agenturpraktikum Erfahrungen zu sammeln. Ein junges, modernes Team, das abwechslungsreiche Aufgaben mit den neuesten Tools und Funktionen zu bieten hat, ist offen für frischen Wind und neue Ideen. Praktikanten können viel austesten, sich selbst besser kennenlernen und haben die Möglichkeit, das Studienwissen ins Agenturleben einzubinden.

Sie machen erste Erfahrungen in der Kundenarbeit, können sich kreativ beteiligen und ihre Ideen vorstellen. Dabei erwartet sie immer wieder etwas ganz anderes und Neues. Der Lernfaktor ist hoch, kaum ein Tag wie der vorherige. Wer sich engagiert und beteiligt, Chancen am Schopf ergreift und das Team unterstützt, hat schon einen ersten Fuß in der Tür.

In Agenturen muss man schnell und belastbar sein, aber sie sind der beste Ort, viele Erfahrungen in kürzester Zeit zu machen, sich selber auszutesten und in moderner Atmosphäre mithilfe eines jungen Teams viel über Kommunikation in der Praxis mit unterschiedlichsten Tools und Kunden zu lernen. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Kommunikation immer digitaler wird, sich verändert und an Geschwindigkeit zunimmt, ist eine Agentur ein idealer Ort, um sich für die Kommunikationsbranche zu rüsten.

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 Agentur? Ja, bitte!

Ein Agenturpraktikum hat viele Vorteile. Wer sich dafür entscheidet, stellt sich natürlich zuvor die Frage, was er davon erwartet. Man möchte viel lernen und Verantwortung tragen, aber gleichzeitig an die Hand genommen werden und Fehler machen dürfen. Die Motivation nach dem Studium ist hoch, das Wissen möchte direkt in der Praxis angewendet werden. Da machen Überstunden nichts aus. Dafür wünschen sich Studierende, dass sie sich einbringen und Erfahrungen sammeln können. Sie möchten lernen, wo sich die Theorie anwenden lässt, was die Hochschule ihnen nicht beigebracht hat und was die modernsten Tools und Instrumente in der Kommunikation sind.

Wenn sie Praktikanten einbinden, ergeben sich auch für Agenturen Vorteile. Denn Studierende sind während und nach dem Studium motiviert und voller Tatendrang. Durch ihren anderen Blickwinkel können sie frische Ideen einbringen und einen neuen Aspekt zu einer Problemlösung beisteuern. Ebenfalls wichtig: Studierende gehören zu einer jungen Zielgruppe und wissen, welche Art von Kommunikation jüngere User anspricht.

Dennoch wird es zwischendurch Momente geben, in denen die eigenen Ideen nicht umgesetzt werden, die Vorgesetzten gerade keine Zeit haben und etwas Frust aufkommt. Dann darf man sich nicht hängen lassen und die Umstände auf keinen Fall persönlich nehmen. Resignation hilft an dieser Stelle nicht. Wer sich schmollend in die Ecke setzt und die Zeit totschlägt, wird sich zwangsläufig langweilen und schlecht betreut fühlen. Arbeitet an neuen Ideen, sprecht Kollegen darauf an, wo ihr helfen könnt, und zeigt Interesse. Die Mitarbeiter werden es euch danken.

Und nach dem Praktikum erkennen viele Studenten dann: „Agentur? Ja, bitte!“

 

// Über die Autorin

Katharina Kirstein ist 21 Jahre alt und wohnt in Hannover. Momentan ist sie im fünften Semester an der Hochschule Hannover im Studiengang Public Relations. Dazu ist sie für den PRSH e.V. tätig.

//Erfolg auf WeChat – zwei Marken zeigen, wie es geht

Titel für Blogbeitrag3 - WeChat

WhatsApp ist für Freunde da! Vereinzelt vielleicht für Arbeitskollegen. Einige User haben sich bereits Whats-App-Newsletter von Marken eingetragen. Insgesamt zögert der Durchschnitts-Europäer aber noch, Unternehmen in seine private Kommunikation einzubinden. Bei WeChat gehört das bereits zum Alltag: Marken kommunizieren mit Kunden direkt in einer Messenger-Umgebung. Logisch, dass sich daraus Kommunikations-Chancen ergeben.

Aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken

Unternehmen haben WeChats zentrale Rolle für China als Kommunikationskanal erkannt und nutzen den Dienst, um ihre Botschaften zu den Kunden zu bringen. Eine der bekanntesten internationalen Firmen, welche die App bereits lange und ausgiebig im B2C-Bereich verwendet, ist Nike. Seit mehreren Jahren tummelt sich der Sportartikel-Gigant mit verschiedenen Kampagnen auf dem Messenger.

Screenshot: WeChat-Account Nike
 

Als die Community rund um Sport auf WeChat wuchs, nutzte Nike die Chance und baute seine Unternehmenspräsenz aus. Wer Nike folgt, erhält Zugang zu Sporttipps, Events, Laufrouten, Trainingsplänen und mehr. Durch Fitness-Kampagnen liefert Nike Mehrwert und bindet die Zielgruppe an sich.

Ein integrierter Schuhguide sorgt für die perfekte Platzierung der eigenen Kollektion. Spannend ist auch der Customizer: User fotografieren ein beliebiges Motiv, folgen Nike, senden das Bild an den Firmen-Account und können unverzüglich ihre eigene Schuhkreation mit den Kontrastfarben der aufgenommenen Bilder kaufen sowie liefern lassen. Kurze Wege, Interaktion, Individualisierung: Damit wird die App zu einem wichtigen Verkaufskanal des Herstellers.

Screenshot: WeChat-Account Nike
 

WeChat eignet sich nicht nur dazu, über die Abonnenten-Accounts die eigene Marke zu stärken und Kunden zu binden – viele Unternehmen verfügen über Service-Accounts, über die sie mit Käufern, Herstellern und Nutzern in Kontakt stehen.

Einfach und bequem shoppen

Dass die Nutzung des Dienstes auch in anderen Branchen als Lifestyle funktioniert, zeigt Walmart: Mithilfe von WeChat Pay bezahlen Kunden in China bargeldlos an Walmart-Kassen. Chinesische User profitieren von Rabatten, wenn sie bei Walmart via WeChat einkaufen. Über den Service-Account erstellen sie eine Einkaufsliste oder speichern Coupons. Weiterhin bietet Walmart in enger Kooperation mit der App eine E-Card mit Guthaben an, die Kunden an ihre Freunde schicken  können.

Screenshot: WeChat-Account Walmart
 

Deutsche Firmen erkennen den Trend

Auch deutsche Unternehmen haben verstanden, dass WeChat unumgänglich für den Markenerfolg in China ist. So pflegen Siemens und Bayer seit geraumer Zeit Accounts. Die Unternehmen agieren weltweit, haben Tochterfirmen und Gesellschaften im asiatischen Raum. Dort bietet der Messenger eine einfache Lösung, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Viele Brands passen sich daran an, dass Menschen zunehmend via Messenger kommunizieren. WeChat bietet daher die optimale Schnittstelle, um Nutzer abzuholen und ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Kampagnen erreichen so potenzielle Kunden und Unternehmen stehen in direktem Kontakt zur Zielgruppe.

Moderne Kundenbindung

Für WeChat werden bis 2020 über 5,8 Milliarden US-Dollar Umsatz prognostiziert. Experten sagen WhatsApp für den gleichen Zeitraum einen zu erwartenden Umsatz in Höhe von 4,8 Milliarden US-Dollar voraus, sobald der Messenger eine Monetarisierung gestartet hat. Die Zahlen veranschaulichen, wie viel Marktmacht WeChat besitzt.

Nike, Walmart und einige deutsche Akteure haben diese Potenziale erkannt und wissen sie für sich zu nutzen. Dabei geht es vornehmlich um Positionierung der Marke, Kundenbindung und Umsatzsteigerung.

 

//Instagram-Umfragen – das neue Feature als Marke nutzen

Titelbild - Instagram-Umfragen

Anfang Oktober hat Instagram eine einfache Abstimmungsfunktion eingefügt. Mit der neuen App-Version können User in ihre Storys ab sofort Umfragen einbetten. Dabei stellt der Nutzer eine Frage und bietet zwei Antwortmöglichkeiten. Doch wie können Marken Instagram-Umfragen nutzen?

Bild 1 - Instagram-Umfragen

So funktioniert die Umfrage-Funktion

Instagram ist für sein schlankes und selbsterklärendes Design bekannt. Diesem Prinzip bleibt der Dienst treu. Einfach ein Foto schießen beziehungsweise ein Video aufnehmen und mit dem Umfrage-Sticker schmücken, schnell noch die Frage sowie die Antwortmöglichkeiten anpassen und los gehts.

Das macht Spaß. Und lässt sich auch außerhalb des Privaten für Marken nutzen. Zum einen können Unternehmen mit Instagram-Umfragen direktes Feedback aus der Community einholen. Beispielsweise bei der Vorstellung neuer Produkte, der Entwicklung eines Logos oder allen anderen Gelegenheiten, bei denen das kritische Auge der User gefragt ist. Das entscheidende Element hierbei ist die Interaktion, welche wiederum die Nähe zum User fördert. Denn dieser kann mit der Marke interagieren. Natürlich lässt sich die neue Funktion auch für die gezielte Vermarktung einsetzen, wie Gary Vaynerchuk zeigt.

Screenshot 1 - Instagram-Umfragen

Bild: Gary Vaynerchuk
Die Auswahlmöglichkeiten müssen sich nicht nur auf „Ja“ oder „Nein“ beschränken. Diese sind zwar voreingestellt, können aber angepasst werden. So nutzt Instagram-Experte Trajan Tosev das neue Feature, um zu erfahren, ob Mitglieder seiner Community mit ihrer bisherigen Engagement Rate auf Instagram zufrieden sind. Er nutzt das Feature, um indirekt auf seine Beratungsangebote hinzuweisen.

Screenshot 2 - Instagram-Umfragen

Bild: Trajan Tosev
Über die Story Insights erfährt der Publisher, wer an der Umfrage teilgenommen und wie abgestimmt hat. Schon nach der ersten Abstimmung durch einen User lässt sich in Echtzeit verfolgen, welche Antwort die beliebtere ist.

Neue Erzähl- und Gestaltungsmöglichkeiten nutzen

Mit etwas Kreativität erweitern Unternehmen durch Instagram-Umfragen ihren erzählerischen Spielraum bei den Storys. Denn wer sagt, dass Umfragen ausschließlich ernst sein müssen? Ein kurzes Video zur Frühstücksbesprechung in die leicht unausgeschlafene Runde mit der Frage „Freut ihr euch auch schon auf den ersten Kaffee?“ kann für gute Laune sorgen und Sympathie bei den Usern wecken. Man muss ja nicht gleich so weit gehen wie ein Instagrammer, der seine Follower per Abstimmung einen kompletten Tag seines Lebens kontrollieren ließ. Dieses Beispiel zeigt allerdings, wie die Kombination aus Kreativität und dem neuen Feature die User-Interaktion befeuert.

Screenshot 3 - Instagram-Umfragen

Hier ist natürlich, wie immer im Online-Marketing, etwas Fingerspitzengefühl erforderlich. Marketer sollten daher vor jeder Umfrage prüfen: Was möchte ich damit erreichen? Geht es um Nähe, Interaktion, Produktpräsentation oder alles zusammen?

Auch neu: das Color Dropper Feature. Mit einer Pipette lässt sich eine Farbe aus dem Foto für die Gestaltung von Texten oder Zeichnungen wählen. Ebenfalls im Update enthalten sind nun blaue Hilfslinien, mit denen Sticker und Emojis noch genauer platziert werden. Damit haben Privatpersonen wie auch Marken professionellere Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Storys.

Alles in allem bietet das neue Umfrage-Feature eine höhere Interaktionsmöglichkeit. Wie auch die Instagram Stories generell, verschwindet die darin enthaltene Umfrage nach 24 Stunden wieder. Bisher stellt Instagram bei seinem neuen Feature nur zwei Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Besonders spannend wäre auch eine Multiple-Choice-Funktion.

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 30-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//Marken in der Geiselhaft sozialer Netzwerke – Interview mit Sascha Pallenberg

Sascha Pallenberg Titel

Es ist etwas ruhiger geworden um Sascha Pallenberg, bis zuletzt einer der umtriebigsten deutschsprachigen Techblogger. Der Grund: Der Mobilegeeks-Gründer arbeitet seit Anfang des Jahres als Head of Digital Content in der Unternehmenskommunikation von Daimler. Dort setzt der 45-Jährige vor allem auf die Stärkung der Daimler-Kanäle. Denn auch wenn Sascha Pallenberg die Vorteile von Instagram und Co nicht von der Hand weisen will: Die Unabhängigkeit, mit der Marken auf ihren eigenen Kanälen kommunizieren, ziehe er der „Geiselhaft der sozialen Netzwerke“ vor.

Im Interview mit OSK spricht Sascha Pallenberg darüber, warum er Influencer Marketing skeptisch gegenübersteht, was Facebook sich von WeChat abschauen sollte, und warum die Geschichte über einen Schuh aus Plastikmüll ein Paradebeispiel für gutes Content Marketing liefert.

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