//KW 10 – Deutschland liegt beim digitalen Wandel nur im Mittelfeld

- Internetnutzung Deutschland - Titel

Liebe Leserinnen und Leser,

bei der Nutzung des Internets liegen die Deutschen weiterhin nur im Mittelfeld, wie der aktuelle Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft (DESI) ergeben hat. Dieser stellt die Leistung der 28 EU-Mitgliedstaaten in unterschiedlichsten Bereichen dar – von der Internetanbindung und digitalen Kompetenzen bis zur Digitalisierung der Unternehmen. Die Bundesrepublik überzeugt dabei weder im privaten noch unternehmerischen Kontext, in keiner einzigen Kategorie kommt sie in die Nähe der Spitzenzone. „Wir stehen auf einem Niveau mit Malta und Litauen, Österreich hat uns bereits abgehängt“, beklagt Matthias Wahl, Präsident des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW). „Es kann doch nicht der Anspruch von Europas größter Volkswirtschaft sein, bei diesem wichtigen Thema irgendwo im Mittelfeld zu verschwinden.“  Im heutigen OSK-Newsletter schauen wir uns einige Aspekte genauer an.

Viel Spaß beim Lesen!

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//Das Connected Bike – die Neuerfindung des Rades?

Connected Bike COBI

Der Autoverkehr stößt in der Stadt manchmal an Grenzen. Deswegen sind neue, integrierte Mobilitätskonzepte der Trend. Sie kombinieren unterschiedliche Verkehrsmittel wie Auto, ÖPNV oder Rad sinnvoll und intelligent miteinander. Gerade das Fahrrad erlebt derzeit seine Wiedergeburt als hippes Lifestyle-Objekt und Kulturgut für die urbane Alltagsmobilität. Aus dem herkömmlichen Fahrrad wird das Connected Bike.

Dabei macht das gute, alte Radl den Schritt in die digitale Moderne. Die sogenannten Connected Bikes sind vernetzt und emotional aufgeladen mit extravagantem Design, Elektronik sowie Hightech-Features wie bei modernen Pkw. Sie verfügen über Smartphone-Schnittstellen inklusive Apps für Navigation, Diebstahlschutz und GPS-Ortung sowie integrierte Crash-Sensoren. Doch so viel vorab: Die etwa 6.000 Jahre alte Urform des Rades wird durch die Digitalisierung vorerst nicht neu erfunden. Das Fahrrad erreicht durch die Möglichkeiten der mobilen Vernetzung allerdings eine neue Evolutionsstufe. Die Akteure aus Fahrzeugbranche, IT und Telekommunikation haben diese Chancen erkannt. Smarte Bikes sind sicherer und komfortabler als die Drahtesel von gestern, und sie bieten neue Ansätze für die urbane Mobilität.

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//KW 12 – “Keine Sorgen um Twitter”

Liebe Leserinnen und Leser,

ist Twitter schon oder erst zehn Jahre alt? Die Meinungen gehen da auseinander. Klar ist: Seit dem 21. März 2006, als Mitgründer Jack Dorsey den ersten Tweet versendete, gibt es kaum ein Ereignis, das nicht auch auf Twitter begleitet und thematisiert wird. Trotzdem hat es der Kurznachrichtendienst nicht geschafft, auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Quartal für Quartal muss Twitter tiefrote Zahlen melden, die Twitter-Aktie ist im Keller. Das Netzwerk hat Probleme damit, ein profitables Geschäftsmodell aufzubauen. Jack Dorsey steht in seiner zweiten Runde als Twitter-Chef vor einer Herkules-Aufgabe. Er muss Twitter modernisieren, ohne die alten Nutzer zu verschrecken. So deutete Dorsey vor zwei Monaten zunächst an, dass die Begrenzung von 140 Zeichen pro Tweet aufgehoben werden könnte. Ein Aufschrei der Twitter-Gemeinde war die Folge. Jetzt soll das Limit doch bleiben.

Passend zum zehnten Geburtstag hat Twitter jetzt erstmals Nutzerzahlen für Deutschland preisgegeben: Rund zwölf Millionen Menschen sollen die Plattform demnach monatlich nutzen. Die Aussagekraft dieser Angabe wird aber von einigen Kritikern infrage gestellt. Wir haben das „Wiegenfest“ des Netzwerkes zum Anlass genommen, uns im Newsletter näher mit der Entwicklung von Twitter zu beschäftigen. Außerdem werfen wir auch einen Blick darauf, wie sich eines der jüngsten Mitglieder der Social-Media-Familie entwickelt hat: Snapchat.

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//KW 06 – Was tun gegen Adblocker?

Liebe Leserinnen und Leser,

Adblocker, rückläufige Abonnentenzahlen, schwindende Werbeerträge: Die Verlagshäuser suchen weiter nach neuen Erlösmodellen und Einnahmequellen. Die Rhein-Zeitung hat sich 2015 dazu entschieden, Inhalte nicht mehr kostenlos ins Netz zu stellen, und setzt seitdem auf eine Bezahlschranke für ihr Online-Angebot. Die Bilanz fällt insgesamt positiv aus, berichtet Redakteur Marcus Schwarze. Die Anzahl der registrierten Kunden steigt kontinuierlich, den Rückgang des Werbeumsatzes konnte die Rhein-Zeitung mit einem deutlichen Plus beim Digital-Umsatz ausgleichen. Der Wermutstropfen: Die Page Impressions sind rückläufig, in einem Jahr verlor die Seite ein Viertel ihrer Visits.

Ein weiteres deutsches Medienunternehmen kämpft derweil mit einem ganz anderen Problem: Gruner + Jahr weitet seine Maßnahmen gegen Adblocker aus. Mehr dazu in unseren Newsletter-Themen.

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//KW 50 – Die digitale Vernetzung des Autos – das Ende des Radios?

Liebe Leserinnen und Leser,

niedliche Advents-Clips (Katze mit Nikolausmütze) und rührige Feiertags-Videos verstopfen aktuell die Feeds und Newsstreams unserer Social Media Accounts. Sie werden nicht selten begeistert gelikt und geteilt – aber von vielen genervten Nutzern auch komplett ignoriert. Facebook hat nun reagiert, wie Ragan.com berichtet, und seinen Newsfeed-Algorithmus geändert. Nun würden virale Geschichten, die viele der Befragten nicht interessierten, erst weiter unten im Feed auftauchen. Virale Geschichten, die unbeliebt sind? Klingt widersprüchlich. Ein Like ist jedoch schnell verteilt, ohne groß über den Inhalt nachzudenken. Eine bunte Überschrift, gepaart mit einem süßen oder lustigen Bild, reicht oft schon, um als Facebook-Post die Runde zu machen. Wenn das Netzwerk diese Änderungen tatsächlich vornehmen sollte, sehen wir künftig mehr Geschichten, die wirklich relevant sind – großartig! Facebook ist auch in unseren folgenden Newsletter-Teasern ein Thema. Denn das Netzwerk wird, über seine Rolle als Lieferant von Cat-Content hinaus, als Nachrichtenquelle immer bedeutender.

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//Shoppen im Jahr 2020

Prof. Dr. Christian Jarchow leitet bei der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) den Bereich der Qualitativen Forschung. Davor hat er bei der GfK den Bereich Digital Research aufgebaut. Jarchow gehört zu den Pionieren der digitalen Marktforschung in Deutschland und war unter anderem als Managing Director bei Pixelpark, Research International und forsa tätig. Darüber hinaus ist er Professor für Wirtschaftspsychologie an der GoBS – Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung in Berlin.

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