//Facebook Live und Periscope – Livestreaming im Journalismus

Der G7-Gipfel in Bayern steht bevor. Vorher kündigen Gegner eine Demonstration gegen das Treffen von Angela Merkel, Barack Obama und Co. an. Für die Live-Übertragung braucht es ein Kamera-Team mit mehreren Personen sowie einen Übertragungswagen. Der Aufwand ist groß. Zumindest im Normalfall.

Martin Heller, Head of Video bei WeltN24, war im Juni 2015 ebenfalls vor Ort. Sein Ziel: Live-Bilder zu produzieren und damit Kanäle im Web zu bespielen – allerdings als One-Man-Show. Das einzige, was er dafür brauchte, waren sein Smartphone und die Livestreaming-App Periscope. Kamera draufhalten, App öffnen, und mit einem Klick ist der Webvideo-Experte live. Neben Periscope arbeitet WeltN24 auch mit Facebook Live, dem Livestreaming-Dienst von Facebook. Martin Heller hat uns erklärt, wie WeltN24 beide Apps für die journalistische Berichterstattung einsetzt. Wir erklären am Ende außerdem, welche Folgerungen Marken daraus für sich ziehen können.

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//„Das Smartphone muss der beste Freund des Journalisten werden“ – Henrik Neumann zur Zukunft des Journalismus

Zukunft des Journalismus Henrik Neumann 1

© Marten Berg„Bespuckt, beschimpft, beleidigt“ – so beschreibt Henrik Neumann seine Erfahrungen, die er während seiner Arbeit für DIE WELT als Video-Journalist gesammelt hat. Oft sei er auf Widerstand gestoßen, von Menschen, denen seine hintergründige Berichterstattung nicht passte. Passiert ist das dem Redakteur seit seinem Start bei DIE WELT im Januar 2014 häufig genug. Doch gerade bei Geschichten, die sich wirklich lohnen, sei er bisher immer auf Gegenwehr gestoßen. Dies habe ihm gezeigt, dass er auf der richtigen Spur sei. „Manchmal muss es weh tun, bis Menschen dir erzählen, was ihnen weh tut“, so der Journalist.

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//“Raus aus der Filterbubble! ” – Niddal Salah-Eldin zur Zukunft des Journalismus

Niddal Salah-Eldin „Die Zukunft des Journalismus ist nicht, dass man über die Gegenwart des Journalismus jammert.“ Sie sei begeisterte Netzbewohnerin mit einem Faible für Popkultur, Social Media und TV, sagt Niddal Salah-Eldin über sich selbst. Und obwohl ihr erster Tag im Netz schon lange zurückliegt – es war der 1. Juni 1998 – erinnert sie sich noch genau daran. Damals begann ihre Leidenschaft fürs Web, heute ist Salah-Eldin Redakteurin im Bereich Social Media bei der „Welt“. „Die Themen Social und Mobile werden immer wichtiger, gerade auch, was Video angeht“, ist die 29-Jährige sich sicher. Niddal Salah-Eldin stieß Ende vergangenen Jahres zur Redaktion. Die studierte Publizistik- und Politikwissenschaftlerin hat während des Studiums unter anderem für das ZDF, CNN, RTL, Phoenix und den Spiegel gearbeitet. Doch auch den Blick auf die andere Seite des Schreibtisches hat sie während ihrer Arbeit für eine Agentur gewagt. Dort beschäftigte sie sich intensiv mit digitalen Trends und Social Media. Im Interview erklärt sie uns – wenn auch nicht als Sprecherin der Welt-Redaktion, sondern als Privatperson –, welche Entwicklung dem Journalismus schadet und inwiefern die aktuellen Nutzungsverhalten der User in der Ausgestaltung der Medienangebote, vor allem im Bereich Social und Mobile, immer wichtiger werden

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