//KW 23 – Snapchat: Ein kleiner Geist geht um

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Liebe Leserinnen und Leser,

Snapchat hat Twitter überholt. Laut Bloomberg.com hat die App mittlerweile mehr täglich aktive User als der Microblogging-Dienst. So behaupten Insider, dass 150 Millionen Nutzer pro Tag snappen, aber „nur“ 140 Millionen Menschen täglich twittern.

Snapchat hat sich damit in der Facebook-, Instagram- und WhatsApp-Liga festgesetzt. Anlass und Grund für uns, einen OSK Weekly mit dem Themenschwerpunkt Snapchat auf den Weg zu schicken. An dieser Stelle der Hinweis, dass wir Snapchat darüber hinaus ein eigenes Whitepaper widmen, das Sie als Newsletter-Abonnenten demnächst zur Verfügung gestellt bekommen. Dort werden wir alle wichtigen Informationen über die App mit dem kleinen gelben Gespenst zusammenstellen.

Aber jetzt erst einmal viel Spaß beim Lesen!

Was Snapchat über die Zukunft von Social VR verrät

Snapchat wird auch auf Virtual Reality erheblichen Einfluss haben, prophezeit t3n-Redaktionsleiter Luca Caracciolo in seiner Kolumne „Views on VR“. Das „Informations-Zeitalter“ entwickle sich derzeit zum „Erfahrungs-Zeitalter“, in dem die „Experiences“ nicht mehr nur geteilt, sondern gemeinsam live erlebt würden. Caracciolo zitiert Mike Wadhera, CEO von Sports Feed. Wadhera findet, dass Snapchat für gemeinsame Erfahrungen der beste Kanal ist, denn die App erlaube einen ungefilterten Blick auf den User. In der Virtual Reality könnten Snaps und Live-Videos noch intensiver erlebbar werden. Snapchat, Facebook und Google experimentieren bereits mit Apps für Virtual Reality im Social Web. Daraus könnte, so vermutet Caracciolo, bald ein neuer Kanal entstehen – das „Social VR“.

Moderne Plakate: Snapchat goes out of Home

Das Modelabel Levi‘s hat zwar keinen eigenen Snapchat-Kanal, kennt aber die Vorzüge des Tools. Gemeinsam mit den Influencern Toni Mahfud, Caro Daur und MarinaTheMoss bespielte der Konzern vor Kurzem 176 Infoscreens in ganz Berlin. Auf allen Screens waren Bilder und Kurzvideos der Influencer zu sehen, gekleidet in Shirts und Hosen des Modelabels. Die Aktion lief über die Snapchat-Profile der Influencer. Diese waren für die Zeit der Aktion mit den Infoscreens in Berlin gekoppelt. Eine Werbeaktion am Zahn der Zeit. Snapchat als „Plakat“ – was bedeutet das? Zum einen, dass sich die App selbst und vor allem im Marketing und in der Werbung immer mehr etabliert, zum anderen ein modernes Comeback von Out-of-Home-Kampagnen.

Das Beispiel zeigt, wie weit Snapchat bereits in den Werbemarkt vorgedrungen ist. Unternehmen wissen die Vorteile des gelben Gespensts zu nutzen. Was wir daraus lernen? Nicht „entweder oder“ ist die Formel, sondern „sowohl als auch“ – wo der klassische Weg auf den neuen, digitalen trifft, entsteht echte Innovation.

Medien geht es auf Snapchat nicht um Geld

Auf Snapchat geht es Medien nicht vorrangig ums Geldverdienen, sondern um Markenwahrnehmung und Reichweitenaufbau, heißt es auf finanzen.net. Zudem helfe der Messenger, herauszufinden, für was sich die junge Zielgruppe interessiert und wie man sie ansprechen kann. „Snapchat bindet die Aufmerksamkeit einer Zielgruppe, die für klassische Medien deutlich schwerer zu erreichen ist“, erklärt Stephan Scherzer, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Die grundlegende Frage sei, wie Medienhäuser Menschen an die Marke binden. Mögliche Antwort: Gute Inhalte könnten neugierig auf die anderen Angebote eines Verlags machen. „Snapchat kann als Teaser funktionieren“, sagt Scherzer.

12 Blogger, die Snapchat verstanden haben

Wer noch ganz neu auf Snapchat ist und noch keine Ahnung hat, wem er folgen soll, dem sei mit dieser Liste von ProBlogger mit ein paar guten Vorschlägen geholfen. Die Seite stellt 12 Snapchatter vor, die den Messenger verstanden haben und bereits erfolgreich sind.

Die Übersicht behalten: Mit OSK Weekly präsentieren wir einmal wöchentlich einen kompakten Überblick zu aktuellen Entwicklungen aus der Welt der Kommunikations- und Digitalbranche – mit spannenden, bemerkenswerten und wie wir finden teilenswerten Nachrichten aus den Bereichen PR, Marketing, Social Media & Co.

Online-Redakteur

Carsten Christian ist studierter Journalist und Kommunikationswissenschaftler, seinen Master-Abschluss hat er an der Uni Hamburg gemacht. Bevor er zur Agentur kam, war der Digital Native mehr als zwei Jahre für die Online- und Print-Ausgabe der Ruhr Nachrichten im Einsatz. Bei OSK arbeitet er als Online und Social Media-Redakteur, auf dem Agentur-Blog schreibt Carsten über den Medienwandel und Trends im Bereich Mobile und (Online-)Video. Privat verfolgt er Neuigkeiten in der Videospiel- und Gaming-Szene, schaut gerne Let's-Plays auf YouTube und greift auch selbst zu Maus und Gamepad.

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