//“KI wird in der Zukunft eine große Rolle bei der Erstellung von Texten spielen” – Tobias Kaufmann zur Zukunft der PR

Tobias Kaufmann, 1. FC KölnTobias Kaufmann leitet seit 2013 die Abteilung Medien und Kommunikation beim 1. FC Köln. Davor arbeitete er seit 2006 beim Kölner Stadt-Anzeiger, zuletzt in leitenden Funktionen als stellvertretender Ressortleiter und Chef vom Dienst. Vor seiner Zeit in Köln arbeitete Tobias Kaufmann als Redakteur für die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung in Berlin. Neben dem Studium an der Universität Potsdam absolvierte er die Berliner Journalistenschule und war zunächst als freier Autor tätig. Tobias Kaufmann ist zudem Autor mehrerer Bücher.

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//KW 18 – Der neue Journalismus: digital, live, lebendig

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
wirtschaftlich steht der Journalismus in Deutschland nach wie vor unter Druck. Die etablierte Finanzierungskombination aus Abo-Gebühren und Anzeigenverkauf funktioniert angesichts sinkender Printauflagen nicht mehr. Während Traditionshäuser wie der Kölner DuMont-Verlag über den kompletten Verkauf ihrer Printtitel nachdenken, entstehen anderswo im Netz neue journalistische Modelle – digital und live. Nicht nur für Verlage sind es spannende Zeiten – auch für PR-Experten. Ihnen bieten sich einerseits viele neue Möglichkeiten für die Kommunikation, andererseits sollten sie mit der steigenden Differenzierung bei Meinungsmachern Schritt halten und ihre Inhalte zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitstellen. Der aktuelle Weekly fasst die Entwicklungen zusammen.

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//KW 29 – LinkedIn: das unterschätzte PR-Tool

OSK Weekly KW 28 - LinkedIn - Titel

 

Liebe Leserinnen und Leser,

LinkedIn und XING haben sich im Laufe der Jahre von reinen Karriere-Portalen hin zu B2B- und Networking-Plattformen verändert. Beide fokussieren sich zunehmend auf Inhalte und Beiträge der Nutzer und bieten diesen die Möglichkeit, sich so bei wichtigen Zielgruppen als Vordenker und Experte zu platzieren. Im heutigen OSK Weekly haben wir dazu einige interessante Aspekte und Hintergründe zusammengestellt.

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//Scoop statt Fake News – der Aufstieg von Investigativ-Journalist David Fahrenthold

Interview David Fahrenthold 2

Was David Fahrenthold kurz vor der Wahl des aktuellen US-Präsidenten ans Licht gebracht hat, hätte die meisten anderen Politiker wohl ruiniert. Der Investigativ-Reporter der Washington Post veröffentlichte Informationen über frauenverachtende Äußerungen, die Trump getätigt haben soll, und deckte einen Skandal über erfundene Spendengelder des mächtigsten Mannes der Welt auf.

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//Facebook erinnert Emily Bell an eine Diktatur

Emily Bell Titel

Lange war Facebook für Publisher ein Garant für Klicks und Leser. Doch mit den Newsfeed-Änderungen Anfang des Jahres hat das Netzwerk quasi über Nacht Nachrichtenmedien die Reichweite beschnitten. Die Änderungen trafen die Branche zwar unvorbereitet, doch es gab schon lange Kritiker, die Publisher davor warnten, sich zu sehr auf Facebook zu verlassen. Eine davon war Emily Bell.

Die Britin ist eine Pionierin des Online-Journalismus. Anfang der Nullerjahre kam sie zum Guardian. Als Director of Digital Content war sie dort maßgeblich daran beteiligt, die Zeitung zu einem der einflussreichsten Online-Medien weltweit zu machen. Inzwischen leitet sie das Tow Center for Digital Journalism an der Columbia University und forscht dort an alternativen Konzepten für die Medienbranche. Für sie ist guter, unabhängiger Journalismus heute wichtiger denn je. Er sei die Abwehr gegen Populismus, Fake News und die Halbwahrheiten, die unsere Welt zurzeit prägten. Die Algorithmen der sozialen Netzwerke hätten viel zu diesen Missständen beigetragen. Im Interview mit OSK verrät Emily Bell, was sie von Facebook fordert und warum sie trotz all der Schwierigkeiten an guten Journalismus glaubt.

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//KW 50 – Paid Content allein ist nicht die Rettung des Journalismus

osk_weekly KW 50 Titel - Paid Content

Liebe Leserinnen und Leser,

Richard Gutjahr fordert ein Netflix für Journalismus. Der Journalist und Digitalexperte bezweifelt, dass der Leser bereit sei, mehrere digitale Abos parallel abzuschließen. „Was wir bräuchten, wäre eine Content-Allianz (… ). Ein Abo, ein Passwort, verlagsübergreifend für mehrere Titel“, sagt Gutjahr im Interview mit Meedia. Er weiß: Die Digitalisierung setzt Verlagen weiterhin zu. In Zeiten sinkender Werbeerlöse legen viele Publisher und Medien-Anbieter ihre Hoffnungen daher auf Paid Content. Zwar wächst die Bereitschaft, für kostenpflichtige Netz-Inhalte zu zahlen, aktuell haben jedoch die meisten Verlage Probleme, die Nutzer langfristig von Paid-Modellen zu überzeugen. Im aktuellen OSK Weekly gehen wir daher darauf ein, wie Medienhäuser mit dem Thema umgehen und welche Strategien sie im Paid-Bereich einsetzen.

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//KW 45 – Roboterjournalismus kann den Menschen nicht ersetzen

WEEKLY TITELBILD_KW45 - Roboterjournalismus

Liebe Leserinnen und Leser,

die Gründer eines Münchner Start-ups wollen dem Reportermangel in den unteren Fußball-Ligen mit einer Smart-App entgegenwirken, die einfache Berichte von Fußballspielen auf Knopfdruck erstellt. Die Anwendung ist ein Beispiel für den sogenannten Roboterjournalismus, bei dem Computer die menschlichen Reporter bei ihrer Arbeit unterstützen oder sogar ersetzen sollen. So nutzen viele Verlage und Medienhäuser inzwischen Software und Algorithmen, um Wetterberichte automatisiert zu erstellen oder Veränderungen von Aktienkursen zu beschreiben. In unserem aktuellen Newsletter haben wir den Stand der Entwicklung zum Thema „Roboterjournalismus“ zusammengefasst und wagen einen Ausblick in die nähere Zukunft.

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//“Das Internet ist eine Hydra” – Richard Gutjahr über den Medienwandel

Titelbild 2 Richard Gutjahr

Alte gegen neue Medienwelt – das ist der Kampf, der noch immer in den Köpfen vieler Journalisten ausgetragen wird. Dass dieses „Gegeneinander“ keine Notwendigkeit ist, sondern ebenso gut ein „Miteinander“ sein kann, beweist Richard Gutjahr. Der Journalist und Blogger vereint beide Welten. Auf der einen Seite in den klassischen Medien ausgebildet, arbeitet er unter anderem als freier Mitarbeiter für die ARD, moderiert Nachrichten- und Magazinsendungen beim BR und WDR. Auf der anderen Seite ist Richard Gutjahr im Netz und den sozialen Medien zu Hause. Er gehörte in Deutschland zu den ersten Journalisten, die sich intensiv mit Snapchat auseinandergesetzt haben. Der Medienexperte nutzt die App aktiv als Kommunikationskanal, sein Smartphone hat er immer griffbereit. Vor dem Interview ergibt sich auf unserer Dachterrasse die Gelegenheit eines Schnappschusses vom Kölner Dom. „Wow, tolle Aussicht! Das teile ich kurz mit meiner Community“, erklärt Gutjahr und zückt das Handy.

Doch er weiß genauso gut, wann die neuen Netzwerke nicht der richtige Verbreitungsweg sind. Als Gutjahr Zeuge des Anschlags in Nizza wird, hält er die Geschehnisse mit seiner Kamera fest und stellt die Bilder anschließend der ARD und anderen Medien kostenlos zur Verfügung. Obwohl er andere Journalisten in Livestreaming und Mobile Reporting ausbildet, verzichtet Richard Gutjahr an dem Abend bewusst auf einen Livestream und überlässt die Auswahl der Bilder den Heimatredaktionen. „Ich sah mich in der Situation nicht in der Lage, eine Entscheidung von solcher Tragweite allein treffen zu können.“

Im OSK-Interview spricht Richard Gutjahr über die Bedeutung der sozialen Netzwerke für den Journalismus und erklärt, warum Facebook immer das Steuer in der Hand hält.

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//KW 46 – Facebooks Rolle bei der Präsidentschaftswahl in den USA

kw-46-weekly-US-Präsidentschaftswahl-Titel

Liebe Leserinnen und Leser,

Facebooks Algorithmus hat die US-Präsidentschaftswahl 2016 beeinflusst – mit diesem Vorwurf sah sich Mark Zuckerberg in den vergangenen Tagen konfrontiert. Kritiker behaupten, die User, also die Wähler, wären von Fake-News beeinflusst worden, die über das soziale Netzwerk verbreitet wurden. Während Zuckerberg dies weiterhin vehement abstreitet, gab Facebook diese Woche gleichzeitig bekannt, sich stärker gegen Falschmeldungen einsetzen zu wollen. Aus aktuellem Anlass ist die Gatekeeper-Funktion des sozialen Netzwerks diese Woche Thema unseres Newsletters.

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//Virtual Reality als Beweisstück im Journalismus

Virtual Reality 1

Meterhohe Stahlwände, überall rot blinkende Schalter und Hebel, zu meiner Rechten ein abgrundtiefer Schacht – und es liegt in meinen Händen, die Welt vor einer nuklearen Katastrophe zu bewahren. Mit zittrigen Händen trage ich den atomaren Kern durch den Reaktorraum, um ihn zu sichern. Beinahe hätte ich ihn fallen lassen. Die Uhr tickt. Doch nach ein paar Minuten ist die Mission erfolgreich abgeschlossen. Ich atme tief durch, setze die VR-Brille ab, verlasse die Virtual Reality und kehre zurück in die Congress Hall der Koelnmesse.

Auf der Konferenz digility (22.–23. September) drehte sich zwei Tage lang alles um die virtuelle Realität. VR-Experten aus der ganzen Welt trafen sich in Köln, um sich über Virtual and Augmented Reality auszutauschen. Mich interessierte besonders ein Thema: Welche Chancen bietet diese Technologie dem Journalismus? Was muss geschehen, damit sie sich als Storytelling-Tool durchsetzt? Nachdem ich meine erste VR-Erfahrung hinter mich gebracht und die Welt gerettet hatte, war ich bereit, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Denn über Virtual Reality zu schreiben, ohne es ausprobiert zu haben – das ist unmöglich.

Über Virtual Reality zu schreiben, ohne es ausprobiert zu haben – das ist unmöglich. via @OSK_Germany Click To Tweet

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