//KW 32 – Pinterest erhöht die Sichtbarkeit von Unternehmen organisch

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Liebe Leserinnen und Leser,

Pinterest stand lange im Schatten des großen Konkurrenten Instagram. Zu Unrecht, denn die beiden Bildernetzwerke sind von Grund auf verschieden. Während Nutzer auf Instagram eigene Bilder teilen, werden auf Pinterest hauptsächlich Inhalte aus dem Netz kuratiert. Das Netzwerk versteht sich als Ideen-Suchmaschine und bietet zu nahezu jedem Thema Inspirationen. Mittlerweile hat die Plattform weltweit rund 200 Millionen monatlich aktive Nutzer. Allein in Deutschland werden täglich 3,5 Millionen Ideen gepinnt. Im aktuellen OSK Weekly zeigen wir, warum die Bilder-Suchmaschine für Unternehmen immer interessanter wird und weshalb ein Pinterest-Profil Aufmerksamkeit und mehr Besucher auf der eigenen Website verspricht.

Viel Spaß beim Lesen!

Von Unternehmen noch immer unterschätzt

Noch gehört Pinterest in Deutschland zu den weniger beachteten Social-Media-Kanälen in der Unternehmenskommunikation. Doch das könnte sich laut t3n bald ändern, denn Unternehmen würden langsam das eigentliche Potenzial des Netzwerks erkennen. Auf der Seite werden potenzielle Kunden an einem besonderen Punkt der Customer Journey angesprochen: im Moment der aktiven Suche. An diesem Punkt seien User besonders offen für Neues – auch für werblichen Content. Und da sich in Pinterest-Posts Links integrieren lassen, können die Interessenten direkt auf eigene Blogs oder Websites weitergeleitet werden. Für Unternehmen sei Pinterest damit eine Art digitales Schaufenster.

Auf Pinterest gibt es noch organischen Traffic

Ein reines soziales Netzwerk möchte Pinterest nicht sein. Die Plattform bezeichnet sich selbst lieber als Ideen-Suchmaschine, verrät Alexandra Polunin, Spezialistin für Pinterest-Marketing. Und als Suchmaschine sollten Unternehmen die Seite auch sehen. Wer es richtig anstelle, könne mit dem Netzwerk jeden Tag mehrere Tausend Menschen auf die eigenen Seiten bringen. Und das sogar organisch. Dafür müssten die eigenen Inhalte aber gefunden werden. Polunin rät deshalb jedem User dazu, in Pinterest-SEO zu investieren. Teil davon ist unter anderem eine gut durchdachte Keyword-Strategie, denn wie bei Google beeinflussen Keywords, welche Inhalte häufig angezeigt werden. Außerdem sei es wichtig, regelmäßig zu posten beziehungsweise zu pinnen. Und regelmäßig heiße mindestens zehn Pins am Tag. Wer dies manuell betreiben wolle, müsse viel Zeit mitbringen. Einfacher und sinnvoller sei der Einsatz von Scheduling Tools.

B2B-Unternehmen sollten Pinterest nicht per se abschreiben

Auch für B2B-Unternehmen, die keine visuell ansprechenden Produkte verkaufen, kann sich ein Pinterest-Account lohnen, findet Business 2 Community. Sie müssten dafür nur ihre Kreativität spielen lassen. Eine Möglichkeit sei es zu schauen, wie die eigenen Themen zu populären Kategorien passen. Das Software-Unternehmen HubSpot sei mit dieser Strategie sehr erfolgreich. Es poste unter anderem Pins mit Weihnachtsgeschenktipps für Techies. Eine andere Möglichkeit sei, harte Fakten, Zahlen oder Statistiken in schöne Infografiken zu verpacken. Etwas aufwendiger sei es, Content mit Bezug auf die Interessen und den Lifestyle der eigenen Kunden zu entwickeln. Als Beispiel wird im Artikel ein Board beschrieben, das Tipps gibt, um die Produktivität im Alltag zu erhöhen.

Pincodes jetzt auch in Deutschland

Pincodes sind so etwas wie die QR-Codes von Pinterest. Nach dem erfolgreichen Start in den USA gibt es das Feature nun auch in Deutschland, berichtet Internet World Business. Unternehmen können die runden Codes mit dem Pinterest-„P“ auf Verpackungen, Preisschildern oder in Zeitschriften platzieren und Nutzer oder Leser auf Pinterest-Inhalte weiterleiten. Die benötigen dazu lediglich ein Smartphone sowie die App. Einen Pincode erstellen kann jeder User mit einem Business-Account, und zwar kostenlos. Die Zeitschrift „Fit for Fun“ ist ein Beispiel für ein deutsches Medium, das die Codes bereits einsetzt. Das Fitness- und Lifestylemagazin nutzt die runden Codes und bietet auf der Plattform zu bestimmten Printartikeln Hintergrundinformationen, zusätzliche Texte und Videos.

Jetzt kann gemeinsam gepinnt werden

Eine neue Pinterest-Funktion ermöglicht die Planung gemeinsamer Veranstaltungen oder Projekte. Wie Computer Bild berichtet, hat das Netzwerk neue Gruppen-Funktionen vorgestellt. Auf sogenannten Gruppen-Pinnwänden können verschiedene Nutzer gemeinsam „Pins“ zu einem bestimmten Thema sammeln und mit anderen teilen. Damit dabei niemand den Überblick verliert, werden in einem für alle Mitglieder sichtbaren Feed alle relevanten Informationen und Aktivitäten dokumentiert. Dazu gehören das Hinzufügen von Ordnern, der Beitritt eines neuen Gruppenmitglieds oder das Anheften eines Pins. Die Gruppenteilnehmer können sich zudem über die neue Gruppenchat-Funktion austauschen.

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Online-Redakteur

Carsten Christian ist studierter Journalist und Kommunikationswissenschaftler, seinen Master-Abschluss hat er an der Uni Hamburg gemacht. Bevor er zur Agentur kam, war der Digital Native mehr als zwei Jahre für die Online- und Print-Ausgabe der Ruhr Nachrichten im Einsatz. Bei OSK arbeitet er als Online- und Social-Media-Redakteur, auf dem Agentur-Blog schreibt Carsten über den Medienwandel und Trends im Bereich Mobile und (Online-)Video. Privat verfolgt er Neuigkeiten in der Videospiel- und Gaming-Szene, schaut gerne Let's-Plays auf YouTube und greift auch selbst zu Maus und Gamepad.

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