//KW 20 – Nachrichten werden mobil konsumiert

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Liebe Leserinnen und Leser,

Deutschland steht auf Platz fünf der meistvernetzten Gesellschaften. Damit nutzen die Deutschen Smartphone, Tablet, Computer und Co. intensiver als die meisten anderen Nationen, berichtet lead-digital.de. Das Ranking wurde vor Kurzem von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erstellt und ermittelt die Nutzung vernetzter Geräte in 78 Ländern und acht Regionen weltweit.

Die Vernetzung der Verbraucher nehme weiter zu, so Kevin Walsh von GfK. Während das Smartphone in Wachstumsmärkten und Schwellenländern das am intensivsten genutzte Medium sei, steige in Westeuropa und Nordamerika zusätzlich die Nutzung von Wearables und Connected Cars. Smart-Home-Technologien hingegen setzten sich noch sehr langsam durch.

Ob auf Smartphone, Tablet oder PC: Viel Spaß beim Lesen!

Nachrichten werden mobil konsumiert

Der Smartphone- und Tablet-Konsum nimmt kontinuierlich weiter zu. Schon jetzt gibt es laut des Mobility Reports von Ericsson weltweit mehr Mobilfunkanschlüsse als Menschen. Eine logische Folge: Es werden immer mehr Nachrichten mobil konsumiert. Eine Studie aus den USA zeigt, dass bereits heute 89 Prozent der US-Amerikaner News auf ihren mobilen Endgeräten lesen – Tendenz steigend. Eine zentrale Rolle spielen dabei soziale Medien. So wird mittlerweile mehr als die Hälfte der Nachrichten durch soziale Netzwerke konsumiert.

Advocates sind die glaubwürdigeren Influencer

Unternehmen sollten auf mehrere ausgewählte Advocates statt auf High Influencer setzen. Das empfiehlt Robert Schlittenbauer, Mitgründer von trnd, einem der europäischen Branchenführer im Bereich des Collaborative Marketings, auf absatzwirtschaft.de. Social-Media-Stars verfügen zwar über eine hohe Reichweite, seien aber aufgrund professioneller, häufig bezahlter Kooperationen weniger glaubwürdig als Durchschnittskonsumenten. Advocates sind User, die Produkte auf freiwilliger Basis testen und bewerten. Dabei agieren sie unbeeinflusst und nur dann als Fürsprecher einer Marke, wenn sie wirklich von dieser überzeugt seien, betont Schlittenbauer. Diese persönlichere Form des Marketings bringe eine hohe Glaubwürdigkeit mit sich. Die Marke bleibe langfristig im Gespräch.

Für Marketeers sind Advocates eine gute Alternative – oder Ergänzung – zu High Influencern. Neben hoher Authentizität überzeugen Durchschnittsuser auch dadurch, dass sich ihre Botschaften häufig exponentiell verbreiten – im privaten Umfeld und in sozialen Netzwerken. Ein weiteres Plus: Advocates sind weitaus günstiger als Social-Media-Stars. Lediglich die Vorarbeit ist zeitintensiv. So müssen Unternehmen in eine aufwendige Recherche investieren, um (passende) Advocates zu finden. Aber die Mühe zahlt sich durchaus aus: Hohe Glaubwürdigkeit und letzten Endes wohl auch eine Umsatzsteigerung sind der Dank für die Arbeit.

Die Milliennials – Feind und Freund der Marketeers

Wenn es um das Teilen von Werbevideos geht, stehen die Millennials an der Spitze. Gleichzeitig sind die 18 bis 34-Jährigen aber auch diejenigen, die Adblocker nutzen und Videowerbung auf stumm stellen. So erwägen laut wuv.de 93 Prozent der Digital Natives die Nutzung solcher Programme zur Unterdrückung von Werbungen auf Webseiten. Die Gründe sind einleuchtend: Die Menge der Werbevideos ist groß, immer wieder werden die gleichen Inhalte angezeigt. Auch auf anderen, später besuchten Webseiten begegnen den Usern die bereits konsumierten oder abgelehnten Videos.

Die Digital Natives wollen nicht schlicht und schnell mit Content gefüttert werden, sondern legen Wert auf qualitativ hochwertigen Inhalt und die Beachtung ihrer Interessen. Was bedeutet das für den Kommunikator? Bei der Verbreitung kommt es auf Klasse statt Masse an (dazu übrigens mehr in unserem Blog-Artikel Content Distribution). Und noch etwas zeigt sich: Millennials wollen selbst entscheiden, was sie konsumieren, und unterstreichen so den Trend von der Push- zur Pull-Kommunikation.

Die Übersicht behalten: Mit OSK Weekly präsentieren wir einmal wöchentlich einen kompakten Überblick zu aktuellen Entwicklungen aus der Welt der Kommunikations- und Digitalbranche – mit spannenden, bemerkenswerten und wie wir finden teilenswerten Nachrichten aus den Bereichen PR, Marketing, Social Media & Co.

Dieser Artikel wurde vor mehr als einem Jahr veröffentlicht. Sein Inhalt ist möglicherweise nicht mehr aktuell.

Online-Redakteur

Carsten Christian ist studierter Journalist und Kommunikationswissenschaftler, seinen Master-Abschluss hat er an der Uni Hamburg gemacht. Bevor er zur Agentur kam, war der Digital Native mehr als zwei Jahre für die Online- und Print-Ausgabe der Ruhr Nachrichten im Einsatz. Bei OSK arbeitet er als Online- und Social-Media-Redakteur, auf dem Agentur-Blog schreibt Carsten über den Medienwandel und Trends im Bereich Mobile und (Online-)Video. Privat verfolgt er Neuigkeiten in der Videospiel- und Gaming-Szene, schaut gerne Let's-Plays auf YouTube und greift auch selbst zu Maus und Gamepad.

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