//KW 09 – WhatsApp: auf dem Weg zur wichtigsten Messaging-Plattform

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Liebe Leserinnen und Leser,

WhatsApp macht mit seiner neuen Stories-Funktion Snapchat Konkurrenz. Die Facebook-Tochter bietet ihren Usern ab sofort ein neues Status-Update. Damit können nun auch Bilder und Videos mit Editier- und Filterfunktion mit Freunden und Kontakten in WhatsApp geteilt werden. Nach 24 Stunden verschwindet das Update dann automatisch. Die alte, permanente Status-Funktion soll aber auf Wunsch vieler User ebenso erhalten bleiben. Was die App, die letzte Woche ihren achten Geburtstag feierte, sonst noch alles kann und welche Möglichkeiten sie Unternehmen bietet, zeigen wir im aktuellen Newsletter.

Viel Spaß beim Lesen!

WhatsApp-Marketing ist schnell, direkt und erreicht viele Kunden gleichzeitig

Richtig eingesetzt, sei WhatsApp ein spannendes Marketing-Tool für Unternehmen, meint Kommunikationsexpertin Eva Karnowski. Neben der hohen Reichweite sind die Push Notifications von Vorteil, da die Nachrichten auf diese Art schnell gelesen werden. Unternehmen können Nachrichten per Chat an mehrere Empfänger gleichzeitig versenden. Die User haben wiederum die Möglichkeit, in direkten Austausch mit dem Absender zu treten, Fragen zu stellen und Feedback zu geben. Durchgesetzt habe sich WhatsApp als Marketing-Kanal allerdings noch nicht, denn eigentlich verbieten die AGB des Messengers die Nutzung zu kommerziellen Zwecken. Der Empfänger muss dem Empfang der Nachrichten zugestimmt haben und vom Sender über die Datenschutzrichtlinien aufgeklärt werden.

Wie WhatsApp in acht Jahren die Kommunikation verändert hat

Kostenlose Nachrichten, die über den Datenverbrauch abgerechnet werden, verändern das Nutzerverhalten. Sara Weber, Tech-Redakteurin bei LinkedIn, beschreibt, welche Auswirkungen Messenger wie WhatsApp auf die Kommunikation haben. Schon allein die Benutzeroberfläche beeinflusse die Art, wie sich die User unterhalten. Emojis seien zu einer eigenen Sprache geworden, die Kommunikation zwischen Eltern und Kindern sei durch Familienchats auf eine ganz andere Ebene gehoben worden. WhatsApp müsse jedoch einen Weg finden, Geld zu verdienen, meint Weber. Das werde zur Folge haben, dass zukünftig in der Kontaktliste auch die Pizzeria um die Ecke oder der Online-Reiseanbieter zu finden sei.

Das Phänomen WhatsApp – acht spannende Fakten

WhatsApp hat sich innerhalb weniger Jahre von der einfachen App mit Status-Anzeige zum Milliarden-Unternehmen entwickelt. Anlässlich des achten Geburtstags hat „Blick am Abend“-Autor Lukas Killer einige Fakten zum Messenger zusammengestellt. So erklärt er etwa, dass die App nach dem Aufkauf durch Facebook im Jahr 2014 mehr wert ist als Harley-Davidson. Dabei stand der beliebte Dienst kurz nach dem Release 2009 schon kurz vor dem Aus. Die Autoren bereiten die Infos kurz und knackig auf und liefern damit eine nützliche WhatsApp-Übersicht.

Zalando setzt auf personalisierte Kundenansprache

Zalando will seine Nutzer direkt auf dem Smartphone abholen. Das Online-Modeunternehmen setzt seit Neuestem auf die direkte und personalisierte Ansprache via WhatsApp-Nachrichten. Das ist bereits Zalandos zweiter Versuch, Kunden über den Messenger zu erreichen. Bereits im September 2015 hatte das Unternehmen eine WhatsApp-Mode-Beratung gestartet. Mit dem neuen Anlauf will Zalando seinen Service verbessern und noch näher an den Kunden, erklärt Saskia Leisewitz, Corporate Communication. Neben einem Newsletter soll es den Kunden auch möglich sein, per WhatsApp Rückfragen zu stellen.

Neues Feature soll WhatsApp unternehmensfreundlicher machen

WhatsApp will Unternehmen die Kommunikation mit ihren Kunden erleichtern. Der Messenger soll an einem Feature arbeiten, das die direkte Interaktion mit dem Nutzer und nicht nur das Versenden von persönlichen Newslettern erlaubt. Chip-Redakteur Arno Eisner befürchtet jedoch, dass dadurch auch Werbeeinblendungen zunehmen werden und der Messenger zu einer Werbe- und Shopping-Plattform verkommen könnte. „WhatsApp Business“ soll nach einer Testphase in Indien auf den globalen Markt kommen. Die App richtet sich in erster Linie an kleinere Unternehmen und wird vermutlich kostenpflichtig sein.

Gartner-Studie: Facebook könnte das „WeChat des Westens“ werden

Es sei nur eine Frage der Zeit, bis Facebook die westlichen Messaging-Plattformen dominiere, glaubt Jessica Ekholm, Research Director beim amerikanischen Marktforschungsunternehmen Gartner. Facebooks Tochter-Unternehmen WhatsApp soll zur „Super-App“ werden, ganz nach dem Vorbild des chinesischen Konkurrenten WeChat. In den asiatischen Ländern nutzen die Menschen die Allrounder-App inzwischen für fast alles, von Shopping über Onlinebanking bis zur Taxibestellung. Um diesen Status zu erreichen, müssten sich jedoch User Experience und Funktionalität von WhatsApp noch deutlich weiterentwickeln und über das Bestellen von Pizza hinausgehen, meint Ekholm. Der Trend gehe eindeutig Richtung „One App“– eine Anwendung, die möglichst viele Funktionen bündelt.

Die Übersicht behalten: Mit OSK Weekly präsentieren wir einmal wöchentlich einen kompakten Überblick zu aktuellen Entwicklungen aus der Welt der Kommunikations- und Digitalbranche – mit spannenden, bemerkenswerten und wie wir finden teilenswerten Nachrichten aus den Bereichen PR, Marketing, Social Media & Co.

Dieser Artikel wurde vor mehr als einem Jahr veröffentlicht. Sein Inhalt ist möglicherweise nicht mehr aktuell.

Online-Redakteur

Carsten Christian ist studierter Journalist und Kommunikationswissenschaftler, seinen Master-Abschluss hat er an der Uni Hamburg gemacht. Bevor er zur Agentur kam, war der Digital Native mehr als zwei Jahre für die Online- und Print-Ausgabe der Ruhr Nachrichten im Einsatz. Bei OSK arbeitet er als Online- und Social-Media-Redakteur, auf dem Agentur-Blog schreibt Carsten über den Medienwandel und Trends im Bereich Mobile und (Online-)Video. Privat verfolgt er Neuigkeiten in der Videospiel- und Gaming-Szene, schaut gerne Let's-Plays auf YouTube und greift auch selbst zu Maus und Gamepad.

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