//KW 02 – CES 2017: neueste Tech-Trends zum Jahresauftakt

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Liebe Leserinnen und Leser,

mit 175.000 Besuchern, 3.800 Ausstellern und 6.500 Journalisten brach die CES 2017 sämtliche Rekorde – pünktlich zum Jubiläumsjahr. Ein Medienereignis ist sie allemal. Von der 50. Consumer Electronic Show in Las Vegas brach zum Jahresbeginn eine wahre News- und Informationsflut über uns herein. Die neuesten Entwicklungen der Tech-Szene dominierten Nachrichtensendungen, Tageszeitungen und insbesondere die sozialen Medien. Allein der Hashtag #CES2017 wurde über 1,4 Millionen Mal genutzt.

Für viele waren Roboter die Stars der diesjährigen Messe. Es gab künstliche Helfer zu bestaunen, die ihrem Besitzer die Wäsche falten, Kaffee kochen, das Licht an- und ausschalten oder einfach überraschend menschlich aussehen – zum Beispiel wie Albert Einstein.

Welche weiteren Trends im Zentrum der CES standen, haben wir uns im Newsletter genauer angeschaut.

Viel Spaß beim Lesen!

Das waren die vier Top-Trends der CES 2017

Virtual Reality, das Internet of Things, vernetzte Mobilität und digitale Sprachassistenten – diese Themen waren für den Digitalverband Bitkom die vier großen Trends in Las Vegas. Die Automobil-Hersteller zeigten weitere Konzepte für autonomes Fahren, das den Verkehr revolutionieren und die Reise im Pkw zum Unterhaltungs- und Entspannungserlebnis machen soll. Auch digitale Sprachassistenz-Systeme entwickeln sich weiter. Viele Anbieter haben sich ein Beispiel an den großen Vorreitern Amazon und Google genommen – dabei stets im Mittelpunkt: das Smartphone. Smart-Home-Anwendungen beispielsweise lassen sich so rein intuitiv steuern. „Die Assistenten werden zur neuen Schnittstelle zwischen Mensch und Internet“, sagt Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics und Digital Media.

Roboter erobern die CES

Roboter waren auf der CES 2017 fast überall zu sehen. Smarte Assistenten wie Amazons Alexa lassen die Haushaltsgehilfen hören und sprechen. Richtig multifunktional und filigran seien sie jedoch noch nicht, finden die SZ-Redakteure Johannes Kuhn und Helmut Martin-Jung. „Roboter sind ein Kompromissgeschäft“, meint Mike Beebe vom Hersteller Mayfield Robotics. Man könne nicht alles gleichzeitig machen. Möchte man fließende Bewegungen, wird der Roboter schwerer. Baut man viele smarte Sensoren ein, wird der Preis in den fünfstelligen Bereich getrieben. Auf der CES wurden aber bereits auch die kleinen Fortschritte bejubelt.

Innovationen aus der Wüste: “Die CES ist die Automesse der Zukunft

Während sich auf der ein paar Tage später in Detroit stattfindenden North American International Auto Show (NAIAS) alles um die Größe und Leistung drehe, konzentriere sich die CES auf die Digitalisierung der Fahrzeuge. So beschreibt RP-Redakteur Tim Specks den Unterschied zwischen den beiden großen amerikanischen Automessen im Januar. Experte Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive Management, glaubt, dass die CES in Las Vegas weiter an Bedeutung gewinnen und der Detroiter Messe zunehmend Konkurrenz machen wird. Die Veranstalter der NAIAS müssten zukunftsorientiert denken, um den Anschluss nicht zu verlieren. Ein guter Indikator für die Innovationskraft einer Messe sei die Anzahl der vertretenen Start-ups; in Las Vegas stellten in diesem Jahr mehr als 600 Jungunternehmen ihre Produkte und Technologien vor.

Jubiläum: 50 Jahre CES in Bildern

Im Juni 1967 lockte die erste CES, die bis dato größte Verbrauchermesse für elektronische Geräte, über 17.500 Besucher nach New York. Technische Errungenschaften wie der Videorekorder, das Computerspiel Tetris und die DVD feierten auf der Consumer Electronic Show Premiere. Seit 1998 findet die Messe in Las Vegas statt. Die Besucherzahl hat sich in den letzten 50 Jahren verzehnfacht. Der Spiegel hat den Wandel der CES in einer spannenden Fotostrecke eingefangen.

Praktische, neue Gadgets für den Alltag

Neben den großen Trendthemen sind auf der CES jedes Jahr zahlreiche kleine, aber hochinnovative Produkte zu bestaunen. Redakteur Marc Saltzman hat die spannendsten Gadgets, die er tatsächlich auch kaufen würde, in seinem Beitrag für USA TODAY gesammelt. Dazu zählen unter anderem der größte USB-Stick und der kleinste PC der Welt, AR-Spielzeug für Kinder, der erste OLED TV für Endkunden und die 360-Grad-Panorama-Kamera, integriert in eine Smartwatch.

“Nächstes Jahr bitte weniger Gimmicks”

Abseits des Lobs und der Superlative musste sich die CES aber auch Kritik gefallen lassen. Zwar haben etliche Aussteller Virtual Reality genutzt, um ihre Produkte zu präsentieren, große Innovationen blieben im Bereich VR/AR laut der Redaktion von heise.de aber aus. Vor allem habe es an Ideen gefehlt, welche sinnvollen Einsatzmöglichkeiten die neue Technologie bietet. Die Redaktion hat für die CES 2018 einen Wunsch: „Dass statt technischer Gimmicks endlich die Inhalte im Vordergrund stehen.“

 

Matthias Reintgen, Manager Consulting und Content bei OSK, war für die Agentur auf der CES unterwegs: “Die CES ist eine ganz besondere Messe. Nirgendwo sonst findet man Messestände von Automobilherstellern, Hi-Fi-Systemen und Handyhüllen auf engstem Raum zusammen. Da kommen teils recht kuriose Nachbarschaften zustande, zum Beispiel, wenn der Anbieter von kleinen Saugnapf-Halterungen für Action-Kameras neben dem Erfinder des Automobils ausstellt. Die CES spielt für den Bereich Automotive eine zentrale Rolle. Denn moderne Autos müssen nicht nur sicher, komfortabel und effizient sein, sondern auch vernetzt. Die weltweit größte Veranstaltung für Consumer Electronics bietet die ideale Bühne für die Vorstellung der neuesten Connectivity-Features wie Smartphone-Integration oder auch Car-to-X-Kommunikation.”

Die Übersicht behalten: Mit OSK Weekly präsentieren wir einmal wöchentlich einen kompakten Überblick zu aktuellen Entwicklungen aus der Welt der Kommunikations- und Digitalbranche – mit spannenden, bemerkenswerten und wie wir finden teilenswerten Nachrichten aus den Bereichen PR, Marketing, Social Media & Co.

Dieser Artikel wurde vor mehr als einem Jahr veröffentlicht. Sein Inhalt ist möglicherweise nicht mehr aktuell.

Online-Redakteur

Carsten Christian ist studierter Journalist und Kommunikationswissenschaftler, seinen Master-Abschluss hat er an der Uni Hamburg gemacht. Bevor er zur Agentur kam, war der Digital Native mehr als zwei Jahre für die Online- und Print-Ausgabe der Ruhr Nachrichten im Einsatz. Bei OSK arbeitet er als Online- und Social-Media-Redakteur, auf dem Agentur-Blog schreibt Carsten über den Medienwandel und Trends im Bereich Mobile und (Online-)Video. Privat verfolgt er Neuigkeiten in der Videospiel- und Gaming-Szene, schaut gerne Let's-Plays auf YouTube und greift auch selbst zu Maus und Gamepad.

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