//Bildgrößen Social Media 2019 – die wichtigsten Infos in einer Grafik

Bildgrößen Social Media 2019

Wie groß muss ein Bild sein, um im Instagram-Feed perfekt angezeigt zu werden? Keine Ahnung? Verständlich! Bei der Vielzahl der Netzwerke sowie den häufigen Updates und Anpassungen ist es schwer, den Überblick zu behalten. Daher haben wir zur Hilfe die Infografik “Bildgrößen Social Media 2019” erstellt.

Desktop und Mobile

Unsere Infografik zu den Bildgrößen der wichtigsten sozialen Netzwerke hilft, die richtigen Abmessungen zu wählen, und konzentriert sich dabei auf die am häufigsten genutzten Formate nativer Posts. Dabei geben wir nicht nur einen Überblick zu den Bildabmessungen für den Desktop, sondern zeigen auch die Skalierungen für Mobile.

Bildgrößen Social Media 2019

Für Feedback sind wir natürlich generell dankbar. Welche Angaben wären noch sinnvoll? Gibt es weitere Details, die wir integrieren sollen? Für Anregungen an blog@osk.de sind wir dankbar. Übrigens: Die Grafik darf gerne geteilt werden, wobei wir uns über eine Erwähnung freuen.

Weitere Social-Media-News gibt’s hier.

//Little Red Book – Expertin Lauren Hallanan über die Potenziale der chinesischen Plattform

Little Red Book

Little Red Book„Xiaohongshu“, auch bekannt als „Little Red Book“ oder „RED“, ist eine stark wachsende chinesische Plattform, die 2013 als Website gegründet wurde und auf der anfangs vor allem Beauty-Produkte vorgestellt wurden. Schnell entwickelte sich daraus eine Social-Media- und E-Commerce-Community mit Produktbewertungen und Tutorials. Wir haben „Litte Red Book“ aus China unter die Lupe genommen und Lauren Hallanan ausgefragt, Social-Media-Expertin für China.

Lauren kennt sich bestens aus mit chinesischem Influencer Marketing und hat als Co-Autorin des Buches „Digital China: Working with Bloggers, Influencers, and KOLs“ bereits einen Amazon-Bestseller veröffentlicht. Sie lebte acht Jahre in China, wo sie als Livestreamerin – eins der erfolgreichsten Video-Formate Chinas – rund 400.000 Fans sammelte. 2017 zog sie zurück nach Amerika, dort ist sie aktuell Vice President für das Thema „Livestreaming“ beim Social Entertainment Service „The Meet Group“ und Macherin des China Influencer Marketing Podcasts. Uns hat Lauren erklärt, für welche Unternehmen die Community interessant ist, wie man die Plattformen erfolgreich nutzt und ob RED auch für Brands ohne Sitz in China Sinn macht.

Lauren, in den USA und Europa ist „Xiaohongshu“, auch „Litte Red Book“ oder kurz „RED“ genannt, bisher eher unbekannt. Was kann die chinesische App?

Xiaohongshu (小红书) ist in China gerade eine der am schnellsten wachsenden Social-E-Commerce-Plattformen. Auf RED können Nutzer Produkte entdecken, sich über diese austauschen und sie auch kaufen. Viele User besuchen RED ganz bewusst, um nach Bewertungen und Tutorials zu suchen, die von anderen Benutzern erstellt wurden. Die Plattform ist also eine Mischung aus Social Media und E-Commerce – ein bisschen wie eine Kombination aus Instagram und Pinterest. Nutzer können Beiträge speichern und mit anderen Usern interagieren, eigene Inhalte erstellen, Kontakt zu Unternehmen aufnehmen und In-App-Käufe tätigen.

Little Red Book
Quelle: Double V. Consulting

Wie viele aktive Benutzer hat RED aktuell?

Ich glaube, in den zuletzt veröffentlichten Statistiken war von 150 Millionen registrierten und 50 Millionen monatlich aktiven Nutzern die Rede. Die Plattform erregt gerade aber so viel Aufmerksamkeit, dass die Nutzerzahlen ständig steigen. Bisher sind vorwiegend junge Frauen auf RED –85 Prozent der Nutzer sind weiblich und 84 Prozent aller User unter 30 Jahre alt. Die Nutzer kamen bisher vor allem aus den Großstädten des chinesischen Festlands, aber auch aus dem Ausland. Doch auch hier muss man sagen: Die App wächst so rasant, dass sich die demografischen Daten sicher schnell ändern.

Little Red Book

Gibt es eine offizielle Nummer, wie viele Unternehmen RED bisher nutzen?

Xiaohongshu hat bisher nicht mitgeteilt, wie viele Unternehmenskonten es gibt. Vor einigen Wochen startete RED jedoch eine neue Influencer Marketing-Plattform. Diese müssen Marken nutzen, wenn sie mit Influencern auf Xiaohongshu zusammenarbeiten wollen. Eine der Voraussetzungen für eine Influencer-Kampagne ist die Einrichtung eines verifizierten Accounts. Jetzt, da diese Richtlinie in Kraft ist, werden wir sicher sehen, dass die Anzahl der Business Accounts dramatisch ansteigt.

Wie sollten Unternehmen die Plattform bespielen? Welche Art von Content funktioniert am besten?

Marken müssen verstehen, wie Verbraucher die Plattform nutzen. Es gibt Benutzer, die nach einem bestimmten Produkt suchen, aber auch solche, die eher beiläufig etwas Neues entdecken möchten. Unternehmen sollten auf eine Mischung aus eigenem, also Brand Content, Influencer-Kampagnen und User Generated Content setzen, das sorgt für Glaubwürdigkeit. Der Leser will einen Mehrwert. Das geht zum Beispiel mit Tutorials, Produktvergleichen, Shopping Guides und ehrlichen Geschichten darüber, wie ein Produkt sich auf seinen Nutzer ausgewirkt hat. Wenn ein Verbraucher auf Xiaohongshu geht, um nach einem Produkt zu suchen, aber kaum von Nutzern oder Influencern generierten Content dazu findet, werden die Konsumenten sich Sorgen machen, dass es sich nicht um ein gutes Produkt handelt. Xiaohongshu ist also wirklich content-driven. Inhalte, die nach Werbung klingen, funktionieren fast nie.

Little Red Book

Für welche Art von Unternehmen ist RED denn aktuell überhaupt
interessant?

Die beliebtesten Themen sind aktuell Beauty und Damenmode. Zu den wachsenden Kategorien gehören Themen wie Reise, Essen, Fitness, Männermode und Grooming sowie Inhalte, die Mütter ansprechen. Prinzipiell ist RED also wirklich für eine Vielzahl von Marken nützlich.

Wie könnten Unternehmen außerhalb von China den Kanal für ihre Ziele
nutzen?

Xiaohongshu ist definitiv auch für außerchinesische Unternehmen eine sinnvolle Plattform. Selbst wenn das Unternehmen noch gar keine E-Commerce-Präsenz in China hat, kann man RED dafür nutzen, den Ruf der Marke zu etablieren – sollte dann einmal ein eigener Online-Shop in China eröffnet werden, hat man bereits einen Kundenstamm. Das gilt natürlich auch für die Tourismusbranche oder den stationären Einzelhandel im Ausland – auch diese Unternehmen können RED nutzen, um die Markenbekanntheit in China auszubauen.

Little Red Book

Welche Tipps hast du für Unternehmen, die einen RED-Account eröffnen
wollen?

Versetze dich in die Lage der User. Das wird dir wirklich dabei helfen, die richtigen Inhalte für die Plattform zu erstellen. Stelle sicher, dass deine Inhalte immer einen Mehrwert bieten. Denke die Plattform außerdem wie eine Suchmaschine, wenn du Beiträge erstellst oder mit Influencern arbeitest, achte auf Keywords und SEO. Außerdem enorm wichtig: die aktive Interaktion mit Benutzern – Fragen zum Produkt sollten immer beantwortet werden. Wichtig zu wissen: Aktuell kann man aus RED hinaus nicht in den eigenen Online-Shop verlinken. Allerdings verwenden viele Nutzer Xiaohongshu sowieso zur Recherche und wechseln sicher auch in den Online-Shop des Unternehmens, wenn sie das Produkt wirklich kaufen möchten.

Welches Unternehmen nutzt den Kanal bisher besonders erfolgreich – und warum?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten! Bevor RED die Influencer-Marketing-Plattform startete, war es nämlich schwierig zu erkennen, welche Beiträge von Unternehmen gesponsert wurden und welche nicht. Eine Marke, die 2018 gut auf Xiaohongshu performte, ist Guerlain. Die Brand brachte neue Lippenstiftfarben auf den Markt, welche die Hauptfiguren der chinesischen Serie „Story of Yanxi Palace“ trugen – die weltweit meistgegoogelte TV-Show in 2018. Der Boom der Serie wirkte sich in China auch auf RED aus, die Marke selbst, Benutzer und Influencer begannen dort, eigenen Content mit den „Yanxi Colors“ zu kreieren.

//WeChat-Experte Matthew Brennan: “Die ganze Welt kann von Chinas Tech Business lernen”

WeChat Matthew Brennan Titel

Matthew Brennan „WeChat ist mittlerweile eine kleine Parallelwelt“, sagt Tech-Business-Experte Matthew Brennan über den chinesischen Kurznachrichtendienst, den monatlich über eine Milliarde Menschen nutzen – Tendenz steigend. Auch hierzulande sprechen alle über WeChat. Was den Kurznachrichtendienst so erfolgreich – und auch für europäische Firmen wichtig – macht, erläutern wir im Gespräch mit Matthew Brennan, Referent und Autor, der sich auf chinesische Tech-Themen konzentriert hat.

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//Apps in China – wohin sich Chinas Techwelt entwickeln könnte

Apps in China

Chinas digitales Ökosystem wird in den kommenden Jahren Innovationstreiber und Vorreiter in vielen Bereichen sein. Die Nutzer in China sind jung, aufgeschlossen und haben eine hohe Zahlungsbereitschaft für Onlinedienste. Anfang dieses Jahres haben chinesische Start-ups zum ersten Mal mehr Wagniskapital eingesammelt als neu gegründete Firmen in den USA im gleichen Zeitraum. 2018 waren allein in den vier größten Start-up-Zentren des Landes, Peking, Hangzhou, Shanghai und Shenzhen, 123 Unicorns angesiedelt. Jungfirmen, die mit über einer Milliarde Dollar bewertet werden.

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//Apps in China – der Expansionskurs ins Ausland

Apps in China - Expansion

Auch wenn die drei führenden Techfirmen Baidu, Alibaba und Tencent (kurz BAT) mit einer gemeinsamen Bewertung von über einer Billion Dollar inzwischen in der Liga von Facebook, Amazon, Netflix und Google spielen (FANG), fällt es den Firmen schwer, ihren Erfolgskurs im Ausland fortzusetzen.

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//Apps in China – Gaming: streng regulierter Markt mit hohem Potenzial

Apps in China - Gaming

Die Zahlen sind beeindruckend: 422 Millionen meist junge Menschen mit steigender Kaufkraft spielen in China Computerspiele. Laut des Marktforschungsunternehmens Jiguang sind zwei Drittel der Spieler jünger als 29 Jahre. Der Gesamtumsatz der Branche in China lag 2018 bei 37,9 Milliarden Dollar – in keinem Land setzt die Spieleindustrie mehr um. Deutschland liegt mit 4,7 Milliarden Dollar auf Platz vier. Über 60 Prozent des Gesamtumsatzes werden in der Branche mit Spielen fürs Smartphone erwirtschaftet und damit rund 23 Milliarden Dollar. 573 Millionen Menschen nutzen ihr Smartphone zum Spielen.

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//Apps in China – Livestreaming: Warum Bananenessen im chinesischen Netz verboten ist

Apps in China 4

Einer fremden Frau beim Essen von Fertignudeln zuschauen und dafür Geld zahlen? In China Alltag. Einer der erfolgreichsten jüngeren Trends in der digitalen Welt Chinas sind die Livestreaming-Plattformen, die Facebook als Vorbild für seine Funktion Facebook Live dienten. Über 422 Millionen Menschen nutzen die Apps und schauen Videobloggern zu, wie sie in der Metro zur Arbeit fahren, wie sie im Fitnessstudio trainieren oder kochen. Einige Livestreaming-Stars singen, tanzen oder chatten nur mit ihren Zuschauern. Keine Idee, die zu kurios wäre. Als 2016 der Trend aufkam, Bananen im Livestream zu essen, verbot die Regierung das „verführerische Essen von Bananen“ kurzerhand – es schien ihnen zu lasziv.

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//Apps in China – Schnäppchen suchen ist Volkssport

Apps in China - Teil 3

Chinas digitaler Wirtschaftsboom wäre nicht denkbar ohne sie: die junge und urbane Mittelschicht. Rund 200 Millionen Menschen zählen zu den Gutverdienern im Land. Bis 2022 könnten es doppelt so viele sein. Die Mittelschicht charakterisiert nicht nur eine hohe Kaufkraft und Konsumfreudigkeit, sie ist auch extrem technikversiert und offen für Innovationen. Profiteure sind Unternehmen wie Alibaba und JD.com sowie deren Handelsplattformen. Über 95 Prozent der Onlinekäufe werden über das Smartphone abgewickelt. In kaum einem anderen Land spielt der Onlinehandel eine dominantere Rolle.

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//Apps in China – wie WeChat und Co zum Browser der digitalen Welt werden

Apps in China 2

Eine Festnetznummer? Das ist in China nicht nur ein Relikt aus alten Zeiten. Kaum jemand hat je einen Festnetzanschluss besessen. Das Smartphone ist für viele Nutzer das erste Telefon, aber auch ihr erster Rechner und Laptop. Leapfrogging, also Hüpfen wie ein Frosch, nennt man das Phänomen, bei dem Nachzügler Technologien überspringen und sich direkt an die Spitze neuer Entwicklungen setzen. In China ist genau das in vielen digitalen Bereichen passiert. Die wenige Zoll großen Handys sind für Nutzer meist das erste und wichtigste Tor zur digitalen Welt. Beschleunigt haben diesen Trend die Alleskönner-Apps, die ihre Dienste zu eigenständigen Ökosystemen ausgebaut haben. Pionier und Vorbild dieses Trends:

WeChat von Tencent

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//Apps in China – neue Serie mit Überblick zum Silicon Valley 2.0

Apps in China

In wenigen Jahren ist in China ein digitales Ökosystem der Superlative entstanden. In keinen Markt der Welt wird mehr Wagniskapital gepumpt. Die drei führenden Tech-Firmen Baidu, Alibaba und Tencent (kurz BAT) spielen mit einer Gesamtbewertung von über einer Billion Dollar inzwischen in der Liga von Facebook, Amazon, Netflix und Google. Nirgendwo schießen zudem mehr Jungunternehmen aus dem Boden. In einer siebenteiligen Serie erklären wir, wer die entscheidenden Köpfe in der Industrie sind, welche Unternehmen Kommunikationsprofis kennen sollten und wieso die Zukunft des Internets in China schon Realität ist.

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