Streng genommen, beginnt die Geschichte der Agentur bereits zwei Jahre vor ihrer offiziellen Gründung ...
Streng genommen, beginnt die Geschichte der Agentur bereits zwei Jahre vor ihrer offiziellen Gründung. Am Kölner Ebertplatz arbeitet ein kleines Team um den Journalisten Oliver Schrott an PR-Projekten für Opel und Mazda. Für den deutschen Automobilhersteller entstehen Pressemappen, Releases und Reden, für den japanischen Importeur das Kundenmagazin „Mazda News“. Schon zu diesem Zeitpunkt stehen auf der Jobliste auch erste Veranstaltungen: Autopräsentationen, Technik-Workshops sowie die jährliche Bilanz-Pressekonferenz der Adam Opel AG, die das Team neun Jahre lang in der Alten Oper in Frankfurt organisieren wird.
Noch immer keine Agentur mit „Brief und Siegel“, aber bereits den ersten Full-Service-Kunden im Portfolio: ABB Henschel. Für das „Systemhaus für den Schienenverkehr“, wie die neue Positionierung des Bahntechnikanbieters lautet, erarbeitet das Team zusammen mit einer Wiesbadener Design-Agentur einen kompletten Unternehmensauftritt von der Image-Broschüre im Magazinstil über Testimonial-Anzeigen für Fachmagazine bis hin zu PR-Programmen für deutsche Niederflur-Stadtbahnen und schwedische Neigezüge. Auch ein TV-Spot, der Anfang 1993 in den Gründungstagen des neuen Privatsenders VOX im Nachtprogramm zu sehen ist, gehört zum Paket.
Das offizielle Geburtsjahr der Oliver Schrott Kommunikation GmbH, die am 23. März in das Kölner Handelsregister eingetragen wird. Für Opel und die amerikanischen GM-Marken Cadillac und Chevrolet realisiert das mittlerweile auf sechs feste und fünf freie Mitarbeiter gewachsene Team die ersten Auslandsprojekte in Italien und Frankreich.
Ein Umzug in neue Räume am Kölner Hohenstaufenring bringt Platz für Wachstum. Bis zum nächsten Ortswechsel 2005 wird sich die Agentur dort auf insgesamt drei Immobilien ausdehnen.
Anfang Januar nimmt nach einem erfolgreichen Pitch gegen mehrere namhafte Agenturen das zweite Büro der Agentur in Rüsselsheim seine Arbeit auf. Wunsch des Kunden Opel ist eine umfassende Unterstützung des Vorstandsressorts Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Nur wenige Schritte von der Hauptverwaltung des Autoherstellers entfernt entstehen in den kommenden Monaten und Jahren Pressetexte, Reden und Broschüren, PR-Konzepte und -Präsentationen, der Opel Geschäftsbericht, der Umweltbericht sowie Ideen und Konzepte für Pressekonferenzen und Autovorstellungen im In- und Ausland. Neu auf der Kundenliste stehen der Reifenhersteller Goodyear, der Home-Electronic-Anbieter Galaxis sowie die Bitburger Brauerei, für die das Redaktionsteam das neue „Bit-Magazin“ entwickelt. In einer alten Fabrikhalle inszeniert Oliver Schrott Kommunikation für den Traktorenhersteller Deutz-Fahr die Premiere des Agrotron, des „ersten Traktors für das nächste Jahrtausend“ mit über 2.000 Gästen aus 17 Ländern das bis dato größte Event der Agentur.
Mit der oeco capital führt die Agentur den ersten ökologischen Lebensversicherer Deutschlands ein, für Goodyear entwickelt das Team ein neuartiges PR-Format zur Unterstützung des Formel-1-Engagements. „Rock’n Race“, ein Open-Air-Festival auf dem Hockenheimring mit einem Live-Konzert von Marius Müller-Westernhagen als Höhepunkt, zählt mehr als 50.000 (zahlende) Besucher. Parallel laufen die beiden ersten PR-Events in den USA: die Präsentation des Opel Minivans Sintra in New York und der Launch der Marke Galaxis.
Im Herbst formiert Oliver Schrott das bis heute aktuelle Führungsteam der Agentur: Andre Kau-Gravert, Mitarbeiter der ersten Stunde, übernimmt als Co-Geschäftsführer die Verantwortung für Redaktion und Grafik, Michael Kemme für die Kundenberatung und Ulrich Linnenberg für Administration und Finanzen sowie Sonderprojekte. Am Jahresende überspringt der Honorarumsatz erstmals die 5-Millionen-Mark-Grenze.
Im Frühjahr bringt ein Anruf den vielleicht ungewöhnlichsten Auftrag der Agenturgeschichte: die Organisation des Besuchs des amerikanischen Präsidenten Bill Clinton im Opel Werk Eisenach. Ganze zwei Wochen bleiben für Planung, Organisation, Umsetzung und Abstimmung mit Kunden, Bundeskanzleramt, amerikanischer Botschaft, dem Stab des Weißen Hauses und dem Secret Service.
Neue Kunden wie Electrolux, Siemens VDO und die Aventis-Tochter HiServ führen zu einem Wachstum des Teams auf 30 Mitarbeiter. Die Stadt Köln lässt sich bei der Ausrichtung des G8-Gipfels beraten, für Chevrolet entsteht eine außergewöhnliche Entdeckungsreise für Journalisten durch Nordamerika: von Detroit über Dresden, London, New Hamburg, Baden und Bamberg nach Toronto. Am Wegesrand: das erste nordamerikanische Ölfeld, Onkel Toms Hütte und der Schauplatz des zweitgrößten Oktoberfests der Welt.
Zum 100-jährigen Bestehen der Opel Automobilproduktion entwickelt die Agentur eine im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechende PR-Maßnahme: einen Zug. Der „Opel Millennium Express“, eine interaktive Erlebniswelt zur Zukunft von Auto und Mobilität, ist nicht nur der längste Ausstellungszug aller Zeiten, sondern auch die erste pan-europäische Railshow überhaupt. Bis zum Jahresende zählt die 280 Meter lange Wagenschlange in sechs Ländern schon über 360.000 Besucher. Mit dem komplexen Projekt macht Oliver Schrott Kommunikation auch in eigener Sache einen großen Schritt nach vorn: Zur Agentur gehört seitdem ein eigenes Team für Corporate Architecture, das bis heute auf sieben Mitarbeiter angewachsen ist.
Im ersten Jahr des neuen Jahrtausends liegt der Honorarumsatz der Agentur nach einem Wachstumssprung um fast 30 Prozent erstmals über 10 Millionen Mark. Und mit Projekten und Events in 14 Ländern wird das Geschäft endgültig international. Den Opel Kleinstwagen Agila präsentiert die Agentur im dänischen Legoland, den Chevrolet-SUV Tahoe im Tiefschnee im norwegischen Tromsö. Als eigenständiges PR-Format für europäische Automobilmessen wird die „GM Art Night“ in Genf und Paris etabliert, die Autoshow Detroit bekommt als Rahmenprogramm ein Medienseminar in Florida. Und der „Opel Millennium Express“ beendet seine Europareise mit einem neuen Besucherrekord für Ausstellungszüge: Fast 700.000 Gäste haben die Zukunftsschau seit ihrem Start Mitte 1999 in zwölf Ländern besichtigt.
Zum 1. April wird Oliver Schrott Kommunikation neue Lead-Agentur von DaimlerChrysler für die globale Kommunikation von Mercedes-Benz. Der Renommier-Etat bedeutet nach mehr als zehn Jahren den Abschied von Opel und GM, der Standort Rüsselsheim wird durch ein neues Büro in Stuttgart abgelöst. Gleich das erste Projekt für die älteste Automobilmarke der Welt hat eine automobile Ikone zum Thema: die Weltpremiere des neuen SL mit Lionel Richie als Protagonisten. Im Juni bescheinigt der „Qualitäts-Check“ des PR-Magazins auf Basis einer Untersuchung des Münsteraner Professors Klaus Merten Oliver Schrott Kommunikation das höchste Qualitätsniveau aller deutschen PR-Agenturen. Dabei bekommt die Agentur als einzige in allen vier untersuchten Disziplinen die Bestnote 1. Damit das so bleibt, startet in Köln ein neues Weiterbildungsangebot für die nunmehr 50 Mitarbeiter: der „OSK Campus“ mit den drei Säulen Basics, KnowHow und Brainfood, unterstützt von namhaften externen Referenten.
2002 steht im Zeichen eines besonderen Namens: Maybach. Über neun Monate hinweg zelebriert die Agentur die Renaissance der fast vergessenen Luxusmarke der 1920er und 1930er Jahre mit einem Zyklus von Aufsehen erregenden PR-Events. Das Herzstück der Kampagne, die Weltpremiere in New York, gilt unter Medienforschern wegen der globalen Medienresonanz als erfolgreichster Automobil-Launch aller Zeiten. Neu auf der Kundenliste stehen ThyssenKrupp mit dem Entscheidermagazin „evolution“ und mit internen Medien sowie Siemens. Für den Unternehmensbereich Automatisierungstechnik schickt die Agentur mit dem „Siemens exider“ ihren zweiten Ausstellungszug auf die Reise.
Nach Luxuslimousinen ergänzen Luxusyachten das Portfolio der Agentur. Für Sunseeker entwickelt das Team eine integrierte Kampagne für erstklassige Yachten aus zweiter Hand mit Anzeigen in allen großen Sonntagszeitungen. Im Herbst erreicht die mobile Messe „Siemens exider“ über die Gleise der transsibirischen Eisenbahn China, wo für den ersten internationalen Ausstellungszug im Reich der Mitte Aufenthalte in 16 Millionenstädten auf dem Fahrplan stehen.
Mit einem Honorarumsatz von 8,6 Millionen Euro in 2003 steigt Oliver Schrott Kommunikation in die Top Ten der deutschen PR-Agenturen auf und wird als erste Agentur mit dem „Top Job“ als einer der besten 100 mittelständischen Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet. Für Mercedes-Benz realisiert das Team für die neue A-Klasse die erste Automobil-Premiere auf hoher See an Bord des Clubschiffs AIDAaura, dem „Deutschen Schiff Olympia 2004“. Und bei Michelin wird die Agentur als neue PR-Leitagentur für Deutschland, Österreich und die Schweiz berufen.
Für neues Wachstum sorgen neben den bestehenden Kunden Aufträge des Verpackungsmaschinenkonzerns Tetra Pak, des Anlagenbauers GEA und des Medizintechnikherstellers Wavelight. Für Siemens entwickeln die Architekten der Agentur als Folgeprojekt zum Ausstellungszug „exider“ den „exiderdome“, einen mobilen, modular aufgebauten Ausstellungspavillon mit rund 2.000 Quadratmeter Fläche. Zum Jahresende zählt das Team 72 Mitarbeiter, und der Honorarumsatz erreicht die 10-Millionen-Euro-Schwelle eine Verdopplung innerhalb von fünf Jahren. Der Umzug in ein historisches Bankgebäude in direkter Nachbarschaft zu Kölner Dom und Hauptbahnhof schafft nicht nur neuen Platz, sondern dank eines neuen Raumkonzepts auch modernste Arbeitsbedingungen.
Mit der Mercedes-Benz „E-Class Experience Paris-Beijing“ konzipiert und realisiert die Agentur eine spektakuläre Langstreckenfahrt durch zwei Kontinente, neun Länder und sechs Zeitzonen, um die Eigenschaften der neuen Generation der E-Klasse und die Vorzüge moderner Dieseltechnologie unter Beweis zu stellen. 406 Teilnehmer aus 36 Ländern sorgen für eine weltweite Medienresonanz.
Die „E-Class Experience Paris-Beijing“ wird mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem pan-europäischen PR-Award „SABRE“ und dem „Logistics Service Award“ der Bundesvereinigung Logistik, die zum ersten Mal überhaupt eine Kommunikationsagentur auszeichnet. Für Panasonic gestaltet das Team den Presseauftritt auf der Internationalen Funkausstellung, für Michelin einen Reifen-Marathon und für smart die Presseeinführung in den USA. Medial besonders erfolgreich in einem schwierigen politischen Umfeld ist auch die Mercedes-Benz Pressekonferenz auf der IAA in Frankfurt, bei der die Agentur für die älteste Automarke der Welt deren „Road to the Future“ aufmerksamkeits- und bildstark inszeniert.
Mit einem Büro in New York expandiert Oliver Schrott Kommunikation nach Amerika. In der Startphase kümmern sich zunächst fünf Mitarbeiter um die US-Projekte bestehender Kunden und um Aufträge aus der neuen Welt. Die Mitarbeiterzahl an allen drei Standorten wächst auf 85. Der Siemens exiderdome setzt nach Aufenthalten in Asien und Europa seine globale B2B-Tour in Mittel- und Nordamerika fort. Aufgebaut auf einer hochseetauglichen Barge, sorgt er als schwimmende Ausstellung auf den Großen Seen und auf dem St. Lorenz Strom für Furore. Weiteren Rückenwind bekommt die Agentur durch verschiedene Neukunden wie Harman International und Vaillant.
Der international anerkannte Branchendienst „Holmes Report“ kürt Oliver Schrott Kommunikation zur „German Consultancy of the Year“. Den prestigeträchtigen Award nimmt Oliver Schrott in Stockholm entgegen. Die begehrte Auszeichnung erhält die Agentur inmitten der Finanz- und Wirtschaftkrise, die auch die PR- und Kommunikationsbranche erfasst. Dass OSK trotz des schwierigen Umfeldes ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielen kann, liegt nicht zuletzt an einem verstärkten Engagement der Agentur in China, dem nächsten Schritt der Internationalisierungsstrategie. Mit der Fresenius Hochschule in Köln geht die Agentur eine Universitätskooperation ein. Die Premium-Partnerschaft wird im Sommer besiegelt, erste gemeinsame Projekte gehen an den Start.
Im Frühjahr eröffnet OSK mit einem Büro in Peking den zweiten Auslandsstandort nach New York. Damit verfügt Oliver Schrott Kommunikation als erste netzwerkunabhängige PR-Agentur Deutschlands über eigene Niederlassungen in Asien und Amerika.





















