//“Artikel sind nicht mehr zeitgemäß” – Daniel Fiene zur Zukunft des Journalismus

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Daniel FieneMedien haben ihn schon immer fasziniert. Heute sind sie sein Beruf. Seit 2015 ist Daniel Fiene Head of Audience Engagement bei der Rheinischen Post. Nebenbei gibt er nicht nur inhouse Workshops bei der Rheinischen Post, sondern auch externe Fortbildungen, beispielsweise an der FFH Academy und der Landesanstalt für Medien NRW. Bereits 2001 ging er mit seinem ersten Blog online – kurz nachdem der Blog-Boom in den USA ausbrach. Auch heute bloggt er dort noch über Medienwandel, Social Media und Medienjournalismus. Im Interview mit OSK erklärt Daniel Fiene, warum Echtzeit und Empathie die wichtigen Treiber im Journalismus sind und weshalb der klassische Artikel nicht mehr zeitgemäß ist.

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//“Leser wollen nicht länger bevormundet werden” – Dima Khatib zur Zukunft des Journalismus

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Dima Khatib klein2Dima Khatib gilt als eine der am besten vernetzten Personen im Mittleren Osten – vor allem digital. Aufsehen erregte die Nachrichtenjournalistin, als sie 2011 auf Twitter über den Arabischen Frühling berichtete. In Echtzeit kommentierte sie das politische Geschehen rund um die Uhr. Auch heute vergeht kaum eine Stunde, in der Khatib nicht mit ihren 320.000 Twitter-Followern kommuniziert. Den Blick hebt sie dennoch gerne vom Smartphone: Die besten Geschichten kämen immer noch von der Straße, versichert Khatib im Gespräch mit OSK.

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//“Der Trend geht zur Nische” – Kelly Toughill zur Zukunft des Journalismus

Kelly Toughill Titel

Kelly ToughillDie Idee kam ihr am Strand, kurz nachdem sie ihr erstes Studium abgeschlossen hatte und nicht wusste, was sie damit anfangen sollte: Sie wollte reisen, interessante Orte besuchen und ihren Freunden in Briefen davon erzählen. Um davon leben zu können, würde sie sich dem Journalismus zuwenden, beschloss Kelly Toughill, und schrieb sich kurzerhand für einen entsprechenden Studiengang an der San Francisco State University ein. Nach ihrem Abschluss heuerte sie bei der Fort Myers News Press in Florida an, bevor sie 1986 zum Toronto Star wechselte, der größten Tageszeitung Kanadas.

Zwanzig Jahre später verließ Toughill – mittlerweile stellvertretende Chefredakteurin des Toronto Star – das Tageszeitungsgeschäft, um sich der Ausbildung von jungen Journalisten am University of King’s College in Halifax zu widmen. Ihren Studenten bringt sie nicht nur das Schreiben näher, sondern auch journalistische Geschäftsmodelle. Deren Versagen würde vor allem die klassischen Massenmedien treffen, analysiert Toughill im Gespräch mit OSK. Ihre Prognose: Zeitungen oder Sender mit einer klar definierten Zielgruppe werden es in Zukunft leichter haben, Werbekunden zu finden.

Den kanadischen Zeitungsmarkt betrachtet Toughill indes mit Sorge. „Die Personen, die die wirklich zentralen Entscheidungen treffen, könnten alle an meinen Esstisch passen.“ Das gefährde die Meinungspluralität. Die ist der Professorin heilig – nicht zuletzt in ihren Social-Feeds, in denen auch Personen auftauchen, deren Ansichten sie nicht teilt. „Man sollte alle Meinungen kennen“, erklärt Toughill, „nicht nur die eigene.“
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//“Wir suchen Geschichten in Daten” – Ulrike Köppen zur Zukunft des Journalismus

© BR, Lisa HinderUlrike Köppen ist Teil einer noch relativ jungen Bewegung im Journalismus: dem Datenjournalismus. Sie leitet BR Data, das Daten- und Interaktivteam des Bayerischen Rundfunks/ARD. Das Team ist interdisziplinär zusammengesetzt aus Journalisten, Programmierern und Designern und widmet sich allen Formen des Datenjournalismus und interaktiven Storytellings.

Im Gespräch mit OSK erklärt Ulrike Köppen, warum Medienhäuser in ihrer Arbeit von Programmierern lernen können und wieso das Alte das Neue nicht verdrängen, sondern umarmen sollte.

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//“Soziale Netzwerke sind überbewertet“ – Samir Patil zur Zukunft des Journalismus

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Er sei kein Vollblutjournalist, betont Samir Patil im Gespräch mit OSK – er sei Verleger. Daher überrascht es kaum, dass der 45-Jährige immer wieder auf die unternehmerischen Perspektiven verweist, welche die indische Medienlandschaft derzeit bietet. „Der Markt ist vielversprechend, es wird viel investiert“, resümiert er. Die Medienszene befände sich im Umbruch, das würde Raum schaffen für „junge, neue Gesichter, Stimmen und Formate“.

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//„Guter Journalismus braucht Zeit“ – Antoine Genton zur Zukunft des Journalismus

© iTELE/Stéphane GrangierAntoine Genton lebt für den Journalismus. Als Nachrichtenmoderator für den französischen TV-Sender iTélé verantwortet der 37-Jährige eine ganze Bandbreite an Programminhalten. Immer ist er auf der Suche nach neuen Geschichten und verlässlichen Quellen. Sein großer Wissensdurst und eine unstillbare Neugier machten es für den Franzosen schier unmöglich, etwas anderes als eine journalistische Karriere zu verfolgen. Nach drei Jahren Literaturstudium und einem Masterabschluss in zeitgenössischer Geschichte besuchte Genton die Straßburger Journalistenschule, eine der renommiertesten Institutionen Frankreichs. Nach dem Studium zog es ihn zunächst zum Radio, wo er zum waschechten Nachrichtenjournalisten ausgebildet wurde. Nachdem er neun Jahre lang für die großen Informationssender des Landes gearbeitet hatte – darunter France Info, France Inter und RFI – beschloss Genton, sich dem Fernsehen zu widmen. Seit 2012 moderiert er bei iTélé. Im Gespräch mit OSK erklärt er, wieso das anziehende Tempo im Nachrichtenjournalismus eine Gefahr für die Branche ist und wieso es bei TV-Nachrichten auch ums Aussehen geht.

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//“Jeder sagt, dass die Homepage stirbt. Unsere Seite wächst” – Jochen Wegner zur Zukunft des Journalismus

Jochen WegnerDie Homepage ist tot, es lebe die Homepage. Während einige noch immer den Untergang der klassischen Startseite prophezeien, beweist ZEIT ONLINE, dass Desktop-Homepages auch in Zeiten von Facebook, Twitter und LinkedIn Pulse wachsen können. Der jüngste Relaunch des Online-Portals hat die klassische Homepage wieder stärker in den Mittelpunkt gerückt – mit einer klaren Struktur, einer reduzierten Navigationsleiste und einem opulenten Aufmacher. Die Nutzerzahlen steigen, und zwar rasant: Konnte die Website laut IVW im Jahr 2014 durchschnittlich gut 13.400.000 Homepage-Visits pro Monat verbuchen, waren es im darauffolgenden Jahr bereits über 14.400.000.*

Jochen Wegner, Chefredakteur von ZEIT ONLINE, hat den Umbau verantwortet – und ist heute froh, seiner einstigen Prognose über den Tod der Homepage damals nicht getraut zu haben. Nicht zuletzt deshalb sei er zurückhaltender geworden, was Prognosen zur Zukunft des Journalismus angeht, erklärt er im Gespräch mit OSK. Zu oft habe er Thesen geäußert, die „irgendwann einmal korrekt waren, aber auch irgendwann wieder falsch“.

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//“Wir dürfen Inhalte nicht umsonst hergeben” – Marten Blankesteijn zur Zukunft des Journalismus

Marten Blankesteijn, founder blendle.com, Utrecht, Netherlands, 26-8-2015Marten Blankesteijn hat nicht viel Zeit für das Interview, maximal dreißig Minuten, dann müsse er leider weiter, nuschelt er ins Telefon. Kein Wunder, schließlich hat der 28-Jährige viel vor: Mit seinem Start-up Blendle will er nicht weniger als den „weltbesten Journalismus für alle zugänglich machen“. Und nebenbei beweisen, dass sich mit Journalismus online Geld verdienen lässt. Im OSK-Interview spricht Marten Blankesteijn darüber, wie kostenpflichtige Inhalte im Netz erfolgreich sein können und wieso ein Magazin, das er veröffentlichen würde, nur acht Seiten hätte. Continue reading

//“Facebook und Google wissen mehr über unsere Leser als wir selbst” – Jeff Jarvis zur Zukunft des Journalismus

Jeff Jarvis Artikelbild_00Ortstermin an der City University of New York (CUNY): Wir treffen Journalismus-Professor und Bestseller-Autor Jeff Jarvis. Er teilt seine Sicht der Dinge nicht nur als Online-Instanz auf Twitter, Facebook und auf seinem Blog BuzzMachine mit, sondern gerne auch im persönlichen Gespräch. Die Zukunft des Journalismus ist sein Lieblingsthema; seine Haltung dazu wird schnell klar: News und gute Geschichten werden im Internet gemacht – und verkauft. Journalisten, so erklärt der 61-jährige Direktor des Tow-Knight Center for Entrepreneurial Journalism im OSK-Interview, müssen heute auch Unternehmer sein. Und weil wir uns lange mit dem Experten unterhalten haben, gibt es in dieser speziellen Ausgabe von “Zukunft des Journalismus” auch ein Video, in dem Jeff Jarvis weitere spannende Aussagen zur Entwicklung der Branche trifft.

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//“Wer sich nicht unterscheidet, landet auf dem Content-Friedhof” – Uwe Vorkötter zur Zukunft des Journalismus

© Thomas Fedra/HORIZONTSeine heimliche Schwäche ist Schokolade. „In großen Mengen“, erklärte Uwe Vorkötter 2014 in einem Interview mit turi2. Im selben Beitrag antwortete er auf die Frage, welche Aussagen er zum Ende seines Lebens nicht hören möchte mit „Ich weiß nicht, was ich nicht hören will. Aber wenn man dann sagt: Er war ein ganz ordentlicher Profi, dann würde mir das reichen.“ Ziemlich bescheiden, schließlich ist Vorkötter heute Chefredakteur der HORIZONT-Medien Print und Online. Studiert und promoviert hat der 61-Jährige in Bochum und Tübingen – Volkswirtschaftslehre. Journalistisch ging es für ihn als Wirtschaftsredakteur bei der Stuttgarter Zeitung los, wo er später auch das Ressort leitete. Ab 1995 war der Journalist dann Chefredakteur des Blattes. Es folgten weitere Chefredakteurs-Posten bei der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau. 2014 kam dann der Wechsel zu HORIZONT, eine der renommiertesten deutschsprachen Publikationen zu Marketing, Werbung und Medien. Während seiner Arbeit in den verschiedenen Medienhäusern sowie für HORIZONT erlebte Vorkötter den Wandel des Journalismus Schritt für Schritt mit. Expertenwissen, das er im OSK-Interview teilt. So sei es für Journalisten heutzutage entscheidend, eine Haltung zu haben und zu zeigen. Nur das mache die eigenen Inhalte unterscheidbar, wie Uwe Vorkötter im Gespräch erklärt. Außerdem geht er darauf ein, wie wichtig eine klare Definition der Zielgruppe dafür ist, mit seinem Produkt Geld zu verdienen.

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