//Lohnt sich WhatsApp Business für Unternehmen?

WhatsApp Business Titel 2

Das Wichtigste in Kürze: Ja, WhatsApp hat wirklich eine Business-Version gelauncht. Die kostenlose App WhatsApp Business war seit Mitte Januar erst nur für Android-Nutzer in Indonesien, Italien, Mexiko, Großbritannien und den USA erhältlich, seit dem 26. Januar 2018 ist sie auch in Deutschland verfügbar. Wann (und ob) die App auch für iPhone-User kommt, ist bisher noch unklar.

Was kann WhatsApp Business?

„Unsere neue App erleichtert es Unternehmen, mit Kunden in Kontakt zu treten, und erlaubt es unseren 1,3 Milliarden Benutzern, bequem mit den Unternehmen Nachrichten auszutauschen, die ihnen wichtig sind“, heißt es auf dem firmeneigenen Blog. Bedeutet: Mit WhatsApp Business können Unternehmen ein Firmenprofil mit Informationen wie Adresse, Unternehmensbeschreibung, Kontaktmöglichkeiten und zugehöriger Website füttern. Außerdem können automatisierte Nachrichten oder vorgefertigte Schnellantworten per Kurzbefehl versendet werden.

WhatsApp Business 2

Screenshot: WhatsApp
WhatsApp wird die Accounts von Unternehmen zudem verifizieren. Für den privaten Nutzer ändert sich nichts: Er kontaktiert Unternehmen in der gleichen App, in der er auch seine privaten Kontakte pflegt – dafür muss er lediglich die Handy- oder Festnetznummer des Unternehmens kennen, mit dem er in Kontakt treten möchte. Für Unternehmen gilt, dass der normale Manager und die Business-Version zwar auf dem gleichen Endgerät, aber nicht mit der gleichen Nummer genutzt werden können. Es braucht also entweder eine Dual-SIM oder ein zweites Smartphone.

Welchen Mehrwert hat das für Unternehmen?

Laut WhatsApp haben bisher bereits fast eine Million Nutzer WhatsApp Business heruntergeladen (Anm. d. Red.: Stand 25.01.2018). Aber bietet das neue Tool wirklich einen Mehrwert für Firmen? Und wenn ja, für welche? Laut WhatsApp liegt die Zielgruppe vor allem bei kleineren Dienstleistern. So lohne sich für kleine Bäckereien, Floristen oder Friseure vielleicht keine eigene Website – Bestellungen könnten dann stattdessen über WhatsApp Business direkt angenommen und bearbeitet werden.

WhatsApp Business 5

Screenshot: WhatsApp
Wie aber steht es um mittelständische oder größere Unternehmen? Sky Sport News HD sendet bereits seit Sommer 2015 einen Live-Ticker mit Sport-News über WhatsApp direkt aufs Smartphone. User müssen sich dazu lediglich mit ihrer Mobilnummer registrieren ­– WhatsApp-Newsletter sind also längst keine Neuheit mehr. Aber: Dafür ist der Medienkonzern nicht auf das Format WhatsApp Business angewiesen. Geld verdient Sky Sport News HD mit seinem App-Newsletter sowieso keines, sondern pflegt mit dem Service-Newsletter den direkten Kundenkontakt.

Welche Bedeutung haben Messenger derzeit für Marken?

Eben die nämlich spielen für Unternehmen jeder Größe eine immer wichtigere Rolle. Messenger sind für Firmen also nicht nur ein mögliches neues Erlösmodell, sondern vor allem die Chance, Kundendialog und -bindung zu betreiben. Das klappt in China bereits deutlich besser als bei uns – über WeChat wird längst nicht nur noch privat kommuniziert. Dort wird geshoppt, Geld überwiesen, Reisen werden gebucht und Essen bestellt. Auch bei WeChat können Unternehmen Firmen-Accounts erstellen und Kundenanfragen beantworten – zumindest in diesem Punkt hat WhatsApp mit seiner Business-Funktion jetzt nachgezogen. Aber: WhatsApp richtet sich mit seiner Business-App ganz klar vorerst nur an kleine Unternehmen – und vor allem für diese lohnt sich die Applikation.

//#Bloginvasion: WhatsApp-Newsletter für Unternehmen – Must-have oder Spielerei?

Titelbild Vorschaubild WhatsApp-Newsletter

Pling. Wenn das Smartphone beim ersten Kaffee eine neue WhatsApp-Nachricht anzeigt, muss sie nicht zwingend von der besten Freundin, der Mutter oder dem Partner stammen. Auch das Unternehmen unseres Vertrauens versorgt uns durch WhatsApp-Newsletter mit aktuellen News und Angeboten. Das erste Mal haben wir uns 2015 in einem unserer Newsletter mit den Kommunikations-Potenzialen von WhatsApp beschäftigt. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Sind WhatsApp-Newsletter noch zeitgemäß? Dieser Frage widmen wir uns und werfen einen Blick auf den aktuellen Status quo.

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//KW 30 – Messenger-Marketing: Im Chat mit dem Kunden

Liebe Leserinnen und Leser,

der Facebook Messenger hat eine Milliarde monatlich aktive Nutzer. Damit baut Facebook seine Vormachtstellung im Messenger-Markt weiter aus. Denn auch WhatsApp gehört mit mehr als einer Milliarde Nutzer zum Konzern. Als einen nächsten Schritt plant das Unternehmen, den Facebook Messenger auch als Kommunikationskanal zwischen Unternehmen und Kunden zu etablieren. Für Marken ein nächster großer Schritt in Richtung Messenger-Marketing.

Diese Strategie ist nachvollziehbar, denn unsere Kommunikation konzentriert sich immer stärker auf mobile Endgeräte, speziell auf Messaging-Dienste wie den Facebook Messenger, WhatsApp und Co. Den Kunden dort in seiner gewohnten Kommunikationsumgebung mit Markenbotschaften zu erreichen, bietet Unternehmen ganz neue Möglichkeiten. Daher befassen wir uns in diesem OSK Weekly mit Messengern und ihrer Bedeutung für die Unternehmenskommunikation.

Viel Spaß beim Lesen!

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//KW 05 – Ist New York City das Silicon Valley der Medienbranche?

Liebe Leserinnen und Leser,

welchen Messenger nutzen Sie? WhatsApp? Dann sind Sie eine/-r von rund einer Milliarde Menschen weltweit, die für ihre private und berufliche Kommunikation auf den Dienst der Facebook-Tochter setzen. WhatsApp-Mitgründer und Chef Jan stellte Anfang der Woche per Facebook-Eintrag weitere beeindruckende Eckdaten vor:

  • Täglich werden über WhatsApp 42 Milliarden Nachrichten verschickt,
  • täglich versenden die Nutzer rund 1,6 Milliarden Fotos und 250 Millionen Videos.

Wir haben den Anlass als Grund genommen einige der wichtigsten Verhaltensregeln für den Messenger zusammenzufassen. Denn immer mehr Marken und Unternehmen testen WhatsApp als Kommunikationskanal, obwohl die vielen Stolpersteine oft nicht bekannt sind.

PS: In Köln und vielen weiteren deutschen Karnevalshochburgen hat heute mit Weiberfastnacht der Straßenkarneval begonnen. OSK wünscht allen Jecken ein paar frohe Karnevalstage. Alaaf!

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//1 Milliarde Nutzer – Unsere Do’s and Don’ts für WhatsApp

Eine Eins mit neun Nullen: Eine kaum zu greifende Zahl, die Jan Koum in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 2016 verkündete. In den frühen Stunden des Dienstagmorgens gab der Gründer der Messenger-App bekannt, man habe nun die Zahl von einer Milliarde Usern geknackt. Auf die Weltbevölkerung umgemünzt bedeutet das: Fast jeder Siebte nutzt die Dienste des Anbieters.

WhatsApp ist auch einer der beliebtesten Apps der Deutschen. Und dafür klopfte sich auch Mark Zuckerberg auf die Schulter. Facebook übernahm WhatsApp für 19 Milliarden Euro und fügte viele Funktionen hinzu, die die private wie die berufliche Nutzung und Kommunikation erleichtern. Längst haben sich die Dienste des Messengers über die private Nutzung hinaus für Unternehmen und Medien etabliert, um eins zu eins oder in Kleingruppen in den Dialog mit ihren Zielgruppen zu treten und Customer Relations zu pflegen. Wir haben einige Dos and Don’ts für WhatsApp zusammengefasst.

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//KW 49 – Messaging-Apps im digitalen Journalismus

NATIONAL

Bedeutung von Messaging-Apps für den digitalen Journalismus wächst

Messaging-Apps werden in Zukunft eine große Rolle im digitalen Journalismus spielen. Denn sie verfügen schon heute über mehr User als Social-Media-Netzwerke. Journalisten sollten deshalb ihr Augenmerk mehr auf Messaging-Apps lenken, so der Online Guide des Center for Digital Journalism an der Columbia Graduate School. Anhand von Fallstudien gibt das Handbuch einen ausführlichen Überblick, wie News-Organisationen Messenger nutzen können, um innovative Geschichten zu erzählen, Markenbewusstsein zu schaffen und neue Zielgruppen zu erschließen. Zum Beispiel ermöglichen Messenger wie WeChat oder öffentliche Chats auf Viber dem Publikum den direkten Zugang zu Content. (Da die Analyse auch für den deutschen Markt wichtige Erkenntnisse liefert, dieses Mal ausnahmsweise ein englischer Text im deutschsprachigen Newsletter-Teil).

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//KW 33 – Mobile Commerce – Outfittery berät Kunden über WhatsApp

NATIONAL

Mobile Commerce – Outfittery berät Kunden über WhatsApp

Immer mehr Männer nutzen ihr Smartphone zum Shoppen, ist sich Julia Bösch, Gründerin von Outfittery, sicher. Daher setzt der Personal Shopping Service jetzt auf den „WhatsApp Stylecheck“. Damit können Kunden künftig per Messenger-Dienst ihr favorisiertes Outfit einschicken und sich anschließend von den Outfittery-Style-Experten kostenlos beraten lassen. Das neue Konzept des Unternehmens wird von einer ECC-Studie gestützt, die den Stellenwert des virtuellen Einkaufens beziffert: Rund 30 Prozent der Mobile User nutzen ihr Smartphone zum Online-Shoppen.

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//KW 10 – Videos auf Facebook: eine Chance für Unternehmen

NATIONAL

Videos auf Facebook: eine Chance für Unternehmen

Videos erreichen auf Facebook derzeit die höchste organische Reichweite und generieren die meisten Interaktionen. Dennoch gehören Fotos aktuell nach wie vor zu den Inhalten, die mit Abstand am meisten genutzt werden. 71 Prozent des veröffentlichten Contents sind Fotos, nur fünf Prozent Videos. Dabei haben Bewegtbildinhalte klare Vorteile, wie Jan Firsching auf Futurebiz erklärt. So seien sie etwa auffälliger im Newsfeed der Nutzer. Daher rät Firsching Unternehmen, die Gunst der Stunde zu nutzen. Mit Videos, sagt er, könnten Firmen sich vom Wettbewerb absetzen. Doch allzu lange warten sollte man nicht.

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//KW 09 – Publizieren ohne Website? Keine gute Idee, findet Thomas Pleil

NATIONAL

Publizieren ohne Website? Keine gute Idee, findet Thomas Pleil

Johnny Haeusler, Blogger sowie Mitbegründer und Veranstalter der re:publica, hat vor einigen Tagen Verlage aufgefordert, ihre Webseiten einzustellen. Die Begründung: Leser würden Nachrichten kaum noch über diese ansteuern. Vielmehr müssten Redaktionen ihre Inhalte dort veröffentlichen, wo sich ihre Zielgruppe online aufhält. Und das seien eben die sozialen Netzwerke. Thomas Pleil ist Professor für Public Relations an der Hochschule Darmstadt und hat nun auf Haeuslers Gedanken reagiert. Pleil selbst schätzt die Situation anders ein. Seiner Meinung nach sollte sich Journalismus nicht „in eine vollständige Abhängigkeit von Facebook & Co. begeben“. Noch immer gebe es gute Gründe, die eigene Website zu betreiben. So würde ein Teil der Leserschaft durchaus gezielt nach Informationen suchen und im Idealfall ein gut gemachtes Webangebot vorfinden. Außerdem sei noch gar nicht erforscht, wie viele Nutzer innerhalb der sozialen Netzwerke überhaupt Interesse an Nachrichten haben. Pleil schlägt auch Lösungsansätze vor, etwa Artikel plattformunabhängig voneinander zu veröffentlichen, mit einem Content-Management-System, das individuelle Content-Strategien in unterschiedlichen Kanälen ermöglicht.

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//Die Evolution von WhatsApp und Co. – mehr als private Kommunikation

Er könnte so langsam mal geschrieben werden: der Abgesang auf die klassische SMS. Den Short Message Service haben inzwischen Messenger-Dienste wie WhatsApp oder der Facebook Messenger zu großen Teilen abgelöst. Hauptgründe: Sie sind kostengünstiger als die gute, alte SMS – wenn nicht sogar kostenfrei. Eine Zeichenbegrenzung gibt es nicht. Zudem bieten die meisten Messenger zusätzliche Funktionen wie den Austausch von Audio-Nachrichten oder Gruppen-Chats. Auch Bilder und Videos lassen sich mit Messenger-Diensten einfacher versenden. Ergebnis: Während deutschlandweit im Jahr 2012 noch rund 60 Milliarden SMS verschickt wurden, hat sich die Zahl ein Jahr später auf gut 38 Milliarden schon fast halbiert. Besonders bei den 14- bis 29-Jährigen liegen die privaten Messenger-Apps laut der ARD-ZDF-Onlinestudie 2014 im Trend. Viele Menschen dürften Freunde und Bekannte kennen, die mindestens einen Messenger auf ihrem Handy installiert haben. Doch auch immer mehr Ältere entdecken die mobilen Chatapplikationen für sich. Jeder, der schon mal eine Nachricht von Mama, Papa, Oma oder Opa bekommen hat, weiß das nur zu gut. Die Verbreitung ist riesig, weltweit werden täglich mehrere Milliarden Nachrichten per Messenger gesendet. Waren sie bisher vor allem für die private Kommunikation gedacht, entdecken seit Kurzem auch Unternehmen ihr Potenzial. Continue reading