//Thomas Pleil zu Big Data in der PR: “Wir sind im Frühstadium”

Thomas Pleil

Thomas Pleil 4Jeder von uns hinterlässt jeden Tag seine Spuren im Netz. Facebook, Google und Co wissen wahrscheinlich mehr über uns als unsere eigenen Eltern. Für Unternehmen war es noch nie so einfach wie heute herauszufinden, wer auf der anderen Seite des Bildschirms sitzt.

Dieser Fakt hat großen Einfluss auf die Unternehmenskommunikation, denn Kunden können viel gezielter und vor allem individueller angesprochen werden. Was im (Online-)Marketing selbstverständlich ist, ist in der PR-Arbeit noch kein verbreiteter Standard. „Große Barrieren sind der Zeitmangel, zu wenig technische Kompetenz und die mangelnde Qualität der Daten“, erklärt Prof. Thomas Pleil. Seit 2004 lehrt Pleil Public Relations an der Hochschule Darmstadt. Zudem bloggt er auf „Textdepot“ über Public Relations, die Medienlandschaft und Online-Kommunikation.

Im Interview erklärt Thomas Pleil, wie Daten die PR-Arbeit verändern und welche Verantwortung Unternehmen dabei übernehmen müssen.

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//KW 09 – Publizieren ohne Website? Keine gute Idee, findet Thomas Pleil

NATIONAL

Publizieren ohne Website? Keine gute Idee, findet Thomas Pleil

Johnny Haeusler, Blogger sowie Mitbegründer und Veranstalter der re:publica, hat vor einigen Tagen Verlage aufgefordert, ihre Webseiten einzustellen. Die Begründung: Leser würden Nachrichten kaum noch über diese ansteuern. Vielmehr müssten Redaktionen ihre Inhalte dort veröffentlichen, wo sich ihre Zielgruppe online aufhält. Und das seien eben die sozialen Netzwerke. Thomas Pleil ist Professor für Public Relations an der Hochschule Darmstadt und hat nun auf Haeuslers Gedanken reagiert. Pleil selbst schätzt die Situation anders ein. Seiner Meinung nach sollte sich Journalismus nicht „in eine vollständige Abhängigkeit von Facebook & Co. begeben“. Noch immer gebe es gute Gründe, die eigene Website zu betreiben. So würde ein Teil der Leserschaft durchaus gezielt nach Informationen suchen und im Idealfall ein gut gemachtes Webangebot vorfinden. Außerdem sei noch gar nicht erforscht, wie viele Nutzer innerhalb der sozialen Netzwerke überhaupt Interesse an Nachrichten haben. Pleil schlägt auch Lösungsansätze vor, etwa Artikel plattformunabhängig voneinander zu veröffentlichen, mit einem Content-Management-System, das individuelle Content-Strategien in unterschiedlichen Kanälen ermöglicht.

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