//KW 20 – Shazam etabliert Augmented Reality

osk weekly Shazam Titel

Liebe Leserinnen und Leser,

die App Shazam startete 2008 als einfacher Musikerkennungsdienst. Mittlerweile wurde die Anwendung über eine Milliarde Mal heruntergeladen und hat weltweit 175 Millionen monatlich aktive Nutzer. In Deutschland nutzen acht Millionen Menschen Shazam regelmäßig. Neben Musik erkennt die App inzwischen auch Fernsehprogramme sowie Werbung und liefert Usern dazu Infos, teilweise bereits in Augmented Reality. Ein spannendes Gesamtpaket für Unternehmen. Im aktuellen OSK Weekly betrachten wir daher, wie sich Shazam in Kommunikationskampagnen einbinden lässt.

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//Facebook erinnert Emily Bell an eine Diktatur

Emily Bell Titel

Lange war Facebook für Publisher ein Garant für Klicks und Leser. Doch mit den Newsfeed-Änderungen Anfang des Jahres hat das Netzwerk quasi über Nacht Nachrichtenmedien die Reichweite beschnitten. Die Änderungen trafen die Branche zwar unvorbereitet, doch es gab schon lange Kritiker, die Publisher davor warnten, sich zu sehr auf Facebook zu verlassen. Eine davon war Emily Bell.

Die Britin ist eine Pionierin des Online-Journalismus. Anfang der Nullerjahre kam sie zum Guardian. Als Director of Digital Content war sie dort maßgeblich daran beteiligt, die Zeitung zu einem der einflussreichsten Online-Medien weltweit zu machen. Inzwischen leitet sie das Tow Center for Digital Journalism an der Columbia University und forscht dort an alternativen Konzepten für die Medienbranche. Für sie ist guter, unabhängiger Journalismus heute wichtiger denn je. Er sei die Abwehr gegen Populismus, Fake News und die Halbwahrheiten, die unsere Welt zurzeit prägten. Die Algorithmen der sozialen Netzwerke hätten viel zu diesen Missständen beigetragen. Im Interview mit OSK verrät Emily Bell, was sie von Facebook fordert und warum sie trotz all der Schwierigkeiten an guten Journalismus glaubt.

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//Vero: Ist die Hype-App das neue Instagram?

Vero Titel

Wahrhaftig, ehrlich, neu. Das alles und noch viel mehr zu sein, hat die App Vero sich auf die Fahnen geschrieben. Ihre Grundsätze sind in nicht weniger als einem Manifest zusammengefasst. Die Mission: authentisches „Sharing, Connecting and Creating“. Ein soziales Netzwerk soll entstehen, das nah an das Leben seiner Nutzer herankommt – „less social media, more social life“. Vero will Menschen ermöglichen, eine „geschützte, echte Abbildung ihrer realen Beziehungen in einem Online-Umfeld erweitern zu können“. Seit Kurzem gibt es einen regelrechten Hype um die App. Wir haben uns Vero daher genauer angeschaut.

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//Auf welchen sozialen Netzwerken sind Studenten aktiv?

Social Media Nutzung Studenten Titel

0,37 Sekunden. Es hat nur einen Wimpernschlag gedauert, da hat Google 499.000 digitale Spuren für das Stichwort „Niklas Fischer“ im Netz gefunden. Zugegeben: Der geringste Bruchteil davon wird tatsächlich mit mir zu tun haben. Der Name ist nicht unbedingt selten. Doch unter den ersten Treffern findet man meinen Twitter-Kanal, mein Xing-Profil und auch die Vorstandsseite des PRSH wird angezeigt. Die heutigen Studierenden gehören zur ersten Generation, die mit dem gesamten Portfolio der Selbstdarstellung im Social Web aufgewachsen ist. Dementsprechend verwenden wir soziale Netzwerke, um uns zu präsentieren. Wie Studierende soziale Netzwerke nutzen und auf welchen Plattformen sie aktiv sind, erkläre ich im Folgenden.

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//KW 03 – Neuer Facebook-Algorithmus – alle rennen schreiend im Kreis

osk_weekly_Facebook-Algorithmus Titel

Liebe Leserinnen und Leser,

Facebook hat erneut eine Änderung seines Newsfeed-Algorithmus angekündigt. Demnach werden Inhalte von Freunden und Familienmitgliedern künftig bevorzugt angezeigt. Fanseiten, zum Beispiel von Unternehmen und Medien, werden wohl weniger Aufmerksamkeit bekommen. Wie schon zuvor bei Algorithmus-Anpassungen sorgt das für viel Unruhe unter Publishern. Wie genau sich das Update auswirkt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Wir haben einige – durchaus kontroverse – Stimmen zur Einordnung des Themas zusammengestellt, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können.

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//Online-Kommunikation 2018 – 5 Tipps für das kommende Jahr

Grafik Blogbeitrag_Online Kommunikation 2018__1

Neue Technologien befinden sich auf dem Vormarsch, Social-Media-Kanäle erfordern permanente Pflege und der Blog könnte eine Frischzellenkur vertragen. Da stellt sich die Frage: Ist das eigene Unternehmen fit genug für die Kommunikation in diesem Jahr? Die folgenden fünf Fragen helfen, diese Überlegung zu beantworten.

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//Pinterest: Profi-Account in fünf Schritten einrichten

Pinterest Titel

Von der digitalen Hobbyecke für DIY- und Foodblogger hat Pinterest sich rasend schnell weiterentwickelt: Mittlerweile posten deutsche Nutzer der Trendplattform 3,2 Millionen Pins täglich. Damit wird die Bilder-Suchmaschine auch für Unternehmen immer interessanter, denn ein Pinterest-Profil verspricht Aufmerksamkeit, Traffic und mehr Besucher auf der eigenen Website. Mit der folgenden Anleitung können Nutzer sich innerhalb weniger Minuten einen professionellen Pinterest-Account anlegen und ihr Online Marketing voranbringen.

Account erstellen und Überblick verschaffen

Unternehmen können ein privates Konto einrichten, welches sich später problemlos in ein Unternehmenskonto umwandeln lässt. Es ist jedoch empfehlenswert, gleich ein Unternehmenskonto zu erstellen, wenn Pinterest für professionelle Marketingzwecke genutzt werden soll.

Pinterest 1

Screenshot: Pinterest
Für Neueinsteiger empfiehlt es sich daher, zunächst einmal in den Accounts und Boards anderer Nutzer herumzustöbern. In dieser ersten Phase lautet das Ziel, ein Gefühl für das Aussehen der verschiedenen Pins und Pinnwände (Boards) zu bekommen.

2. Profil ansprechend ausfüllen

Zwar geht es bei Pinterest vornehmlich um das Visuelle, jedoch sind die Textinfos im Profil genauso wichtig. Zu den erforderlichen Angaben bei einem Business-Account zählen:

  • Unternehmensname
  • Bild
  • Benutzername
  • Kurzinfo
  • Impressum
  • Ort
  • Website

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Screenshot: Freelance Start
Bei der Kurzinfo lohnt es sich, etwas Zeit und Mühe zu investieren. Mehr als zwei Zeilen sollten es aber nicht sein. Die müssen jedoch umso mehr auf den Punkt kommen: Was bietet das Unternehmen an? Wie lautet das Alleinstellungsmerkmal? Lässt sich ein Link zu einer Landingpage setzen?

Darüber hinaus ist es ratsam, die eigene Website zu verifizieren. Dadurch wird jedem Pin automatisch das Profilbild beziehungsweise Icon hinzugefügt, das auf der Website hochgeladen wurde. Außerdem erhalten Unternehmen so Zugriff auf die Web Analytics von Pinterest, wodurch sich Besucherströme dokumentieren lassen.

Von entscheidender Bedeutung ist auch das Schaufenster – ein Slider, der mit bis zu fünf eigenen Boards bestückt werden kann und prominent beim Aufruf des Unternehmensprofils zu sehen ist. Boards sind wie eingangs erwähnt Pinnwände, auf denen Nutzer die Pins sammeln. Sie sollten thematisch mit einem passenden Oberbegriff benannt und mit einer aussagekräftigen Kurzbeschreibung versehen werden. Ein gutes Beispiel für einen Slider liefert übrigens die Pinterest-Beraterin Alexandra Polunin:

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Screenshot: Alexandra Polunin
Dabei sollten Unternehmen sich vorab überlegen, welche Boards in den Slider gehören. So lassen sich Hingucker erstellen, die unmittelbar beim Besuch des Profils hervorstechen.

3. Professionelle Pins und Boards erstellen

Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Pinterest-Strategie sind ansprechend gestaltete Pins. Bei Pins handelt es sich um visuelle Lesezeichen – Grafiken also. Diese werden auf Boards, virtuellen Pinnwänden, gesammelt. Äußerst hilfreich für die Erstellung von Pins ist das kostenlose Tool Canva, mit dem sich schicke Pins ohne große Vorkenntnisse erstellen lassen. Dabei gilt es, die Formatvorgaben und Regeln der Plattform zu beachten. Dazu gehören:

  • Hochformat (Minimum: 735 x 1.102 Pixel)
  • kurze Pin-Beschreibung (max. 500 Zeichen, mobil werden allerdings nur 100 dargestellt)
  • Verwendung themenrelevanter Hashtags in der Pin-Beschreibung
  • kein Massenpinnen eines einzelnen Pins

Bei einem sind sich die Experten jedoch einig: Pins sollten im Hochformat sein. Für die genauen Maße lohnt sich ein Blick auf das Pinterest Cheat Sheet.

Übrigens: Anfangs sehen die Boards noch recht „nackt“ aus. Dies lässt sich vermeiden, indem sie erstmal als „geheim“ und damit als unsichtbar für Dritte eingestellt werden. So können Nutzer in aller Ruhe Pins sammeln, um das Board zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich sichtbar zu schalten.

Rich Pins aktivieren

Unternehmen sollten sich nach Einrichtung eines Accounts so schnell wie möglich um die Rich Pin Validation kümmern. Bisher existieren vier Sorten von Rich Pins: Artikel-, Rezept-, Produkt- und Installationspins. Für die meisten Publisher dürften die Artikelpins von Interesse sein, da Pinterest im Business hauptsächlich dafür genutzt wird, eigene Blogartikel zu promoten.

Der Vorteil: Bei Artikel-Rich-Pins werden wichtige Daten automatisch zum Pin hinzugefügt: Überschrift, Name des Autors und Kurzbeschreibung.

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Screenshot: Benjamin Brückner
Die Rich Pin Validation ist schnell erledigt: Einfach den von Pinterest angegebenen Code (Open Graph Tags) unter „Anleitung für die verschiedenen Pinarten/Article Pins“ in den Head-Bereich der eigenen Website eintragen, mit dem Debugger anschließend prüfen und zu guter Letzt eine einzelne URL der Website im gleichen Debugger einreichen.

Dabei müssen nicht mühsam alle Links der einzelnen Blogartikel eingefügt werden: Pinterest erkennt automatisch die Rich Pins auf allen Seiten und Unterseiten einer Website.

Voraussetzung dafür ist, dass entsprechende Pin-Grafiken in der Mediathek der Website hinterlegt wurden. Zu empfehlen ist hierbei das Shariff-Wrapper-Plugin, welches diese Einstellung für jeden Blogpost einzeln anbietet:

Pinterest 5

Für Blogposts muss also jeweils ein individueller Pin erstellt werden. Anschließend geht die Beantragung von Rich Pins für die gesamte Website ganz schnell: Es reicht, einen Link von der Website einzugeben, um Rich Pins für alle Inhalte der Seite freizuschalten.

Boardcover erstellen

Zwar stecken viele Publisher reichlich Energie in die Erstellung hochwertiger Pins. Die Boards werden oftmals allerdings nur stiefmütterlich behandelt. Dadurch wird Potenzial verschenkt, da Pinterest die Möglichkeit zur Angabe von Coverbildern anbietet.

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Screenshot: Freelance Start
Ein einheitlicher Look in der Board-Übersicht verleiht dem Pinterest-Profil einen professionellen Touch und erleichtert die Navigation für den Besucher.

Hashtags verwenden

Seit Herbst 2017 sind auf Pinterest Hashtags erlaubt. Diese stellen ein mächtiges Werkzeug dar. Aber Achtung: Hashtags haben nichts in den Board-Beschreibungen oder dem eigenen Unternehmensprofil zu suchen. Sie dienen, ähnlich wie bei Twitter und Facebook, dem leichteren Auffinden von Inhalten, also Pins zu einem speziellen Thema.

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Screenshot: Freelance Start
Pinterest selbst erlaubt bis zu 20 Hashtags, was jedoch nicht ausgereizt werden muss. Oft genügen sieben bis acht Hashtags oder weniger, die zum Thema passen.

4. Strategie entwickeln

Zugegeben: Es sind einige Aufgaben vorab zu erledigen, um als Unternehmen professionell bei Pinterest durchzustarten. Anschließend können die Verantwortlichen aber fleißig pinnen, um die eigenen Boards zu füllen. Auch hier sind Qualität und thematische Nähe oberstes Prinzip. Lieber zwei ansprechende Infografiken als zehn Pins ohne Mehrwert sammeln.

Weiterhin gilt es, genauer zu analysieren:

  • Welche Pins sind in den Boards der Wettbewerber gespeichert?
  • Wie sind die erfolgreichsten Pins in meinem Themenbereich gestaltet (oberste Ergebnisse in der Sucheingabe berücksichtigen)?
  • Wie lauten die beliebtesten Keywords für mein Thema?
  • Welche Nutzer sind besonders bekannt/haben viele Follower in meiner Nische? Diese finden sich als Schöpfer der erfolgreichen Pins.
  • Welche Hashtags werden eingesetzt?
  • Wo verschenken Wettbewerber Potenzial, das sich für den eigenen Pinterest-Account nutzen lässt?

Anhand dieser Fragen lässt sich eine eigene Pinterest-Strategie entwickeln. Diese darf jedoch nicht allein darin bestehen, eigene Pins hochzuladen. Die Gewichtung kann unterschiedlich ausfallen, allerdings sollten auch fremde Pins regelmäßig in den eigenen Boards auftauchen.

5. Relevanten Gruppenboards beitreten

Gruppenboards sind Pinnwände, die von mehreren Leuten betrieben werden, und eine weitere Möglichkeit, Pins zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. Anders als bei eigenen Boards existieren hier oftmals Regeln, die sich in der Board-Beschreibung finden.

Zum Beispiel, für jeden eigenen veröffentlichten Pin auf dem Gruppenboard einen fremden Pin zu repinnen. Oder jeden eigenen Pin nur einmal zu veröffentlichen. Unabhängig von klar formulierten Regeln gehört es, wie überall in der Netzwelt, zum guten Ton, nicht negativ durch Spamming aufzufallen.

Bei der Auswahl von Gruppenboards sollten Unternehmen auf Interaktion achten. Werden regelmäßig neue Pins hochgeladen? Wie viele Follower hat das Board? Besteht Interesse daran mitzupinnen, lässt sich der Gruppenboard-Admin via interner Nachricht oder E-Mail anschreiben. Meistens dauert die Aufnahme nicht länger als einen Tag.

Weitere nützliche Infos

Werbliche Inhalte stören auf Pinterest weit weniger als in anderen sozialen Netzwerken, wenn sie optisch ansprechend verpackt sind. Übertreiben sollten Unternehmen es mit der Werbung trotzdem nicht. Eigenmarketing ist in Ordnung, wenn für den Nutzer erkennbar ist, dass sich der Unternehmensaccount nicht nur um sich selbst dreht, also auch fremde Pins repinnt und kommentiert werden. Pins werden übrigens ebenfalls in der Google-Bildersuche angezeigt. So steigern Unternehmen ihre Sichtbarkeit beim Suchmaschinengiganten.

Kleine Anmerkung am Rande: Zwar ist Pinterest laut einem der Gründer, Evan Sharp, kein soziales Netzwerk, sondern eine „visuelle Suchmaschine“. Trotzdem wird es faktisch so genutzt, da die Nutzer hier auch kommentieren und sich Nachrichten schicken. Bei einer reinen Suchmaschine wäre das nicht der Fall.

Weiterhin ist es ratsam, regelmäßig zu pinnen und zu repinnen. Laut Blog2Social ist frühmorgens, in den Abendstunden und tagsüber am Wochenende auf Pinterest am meisten los. Es lohnt sich außerdem, für einen Blogbeitrag mehrere Pins zu erstellen. Diese lassen sich dann aufgrund ihrer Vielfalt in einem Board pinnen, ohne als Spam negativ aufzufallen. Heißt also: Viele optisch verschiedene Pins mit dem gleichen Link auf mehreren Boards erhöhen die Chance, Nutzer auf die eigene Website zu ziehen. Die nächste Stufe für Pinterest-Profis ist die Automatisierung: Unternehmen sollten sich mit Tools wie Tailwind und Board Booster beschäftigen, um Pins zu planen und deren Performance auszuwerten.

Fazit

Pinterest ist im Kommunikationsmix zu einer reichweitenstarken Plattform geworden, um auf eigene Inhalte wie Blogartikel aufmerksam zu machen. Entscheidend für den Erfolg als Unternehmen auf Pinterest sind hingegen eine sorgfältige Vorbereitung, die Analyse anderer Pins und ein umsichtiges, kollegiales Verhalten. Dann birgt der aktive Business-Account bei Pinterest vielversprechende Ergebnisse, unter anderem mit Blick auf die eigene Content Promotion und das Ranking in der Bildersuche bei Google.

Weiterführende Artikel

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 30-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//Instagram-Umfragen – das neue Feature als Marke nutzen

Titelbild - Instagram-Umfragen

Anfang Oktober hat Instagram eine einfache Abstimmungsfunktion eingefügt. Mit der neuen App-Version können User in ihre Storys ab sofort Umfragen einbetten. Dabei stellt der Nutzer eine Frage und bietet zwei Antwortmöglichkeiten. Doch wie können Marken Instagram-Umfragen nutzen?

Bild 1 - Instagram-Umfragen

So funktioniert die Umfrage-Funktion

Instagram ist für sein schlankes und selbsterklärendes Design bekannt. Diesem Prinzip bleibt der Dienst treu. Einfach ein Foto schießen beziehungsweise ein Video aufnehmen und mit dem Umfrage-Sticker schmücken, schnell noch die Frage sowie die Antwortmöglichkeiten anpassen und los gehts.

Das macht Spaß. Und lässt sich auch außerhalb des Privaten für Marken nutzen. Zum einen können Unternehmen mit Instagram-Umfragen direktes Feedback aus der Community einholen. Beispielsweise bei der Vorstellung neuer Produkte, der Entwicklung eines Logos oder allen anderen Gelegenheiten, bei denen das kritische Auge der User gefragt ist. Das entscheidende Element hierbei ist die Interaktion, welche wiederum die Nähe zum User fördert. Denn dieser kann mit der Marke interagieren. Natürlich lässt sich die neue Funktion auch für die gezielte Vermarktung einsetzen, wie Gary Vaynerchuk zeigt.

Screenshot 1 - Instagram-Umfragen

Bild: Gary Vaynerchuk
Die Auswahlmöglichkeiten müssen sich nicht nur auf „Ja“ oder „Nein“ beschränken. Diese sind zwar voreingestellt, können aber angepasst werden. So nutzt Instagram-Experte Trajan Tosev das neue Feature, um zu erfahren, ob Mitglieder seiner Community mit ihrer bisherigen Engagement Rate auf Instagram zufrieden sind. Er nutzt das Feature, um indirekt auf seine Beratungsangebote hinzuweisen.

Screenshot 2 - Instagram-Umfragen

Bild: Trajan Tosev
Über die Story Insights erfährt der Publisher, wer an der Umfrage teilgenommen und wie abgestimmt hat. Schon nach der ersten Abstimmung durch einen User lässt sich in Echtzeit verfolgen, welche Antwort die beliebtere ist.

Neue Erzähl- und Gestaltungsmöglichkeiten nutzen

Mit etwas Kreativität erweitern Unternehmen durch Instagram-Umfragen ihren erzählerischen Spielraum bei den Storys. Denn wer sagt, dass Umfragen ausschließlich ernst sein müssen? Ein kurzes Video zur Frühstücksbesprechung in die leicht unausgeschlafene Runde mit der Frage „Freut ihr euch auch schon auf den ersten Kaffee?“ kann für gute Laune sorgen und Sympathie bei den Usern wecken. Man muss ja nicht gleich so weit gehen wie ein Instagrammer, der seine Follower per Abstimmung einen kompletten Tag seines Lebens kontrollieren ließ. Dieses Beispiel zeigt allerdings, wie die Kombination aus Kreativität und dem neuen Feature die User-Interaktion befeuert.

Screenshot 3 - Instagram-Umfragen

Hier ist natürlich, wie immer im Online-Marketing, etwas Fingerspitzengefühl erforderlich. Marketer sollten daher vor jeder Umfrage prüfen: Was möchte ich damit erreichen? Geht es um Nähe, Interaktion, Produktpräsentation oder alles zusammen?

Auch neu: das Color Dropper Feature. Mit einer Pipette lässt sich eine Farbe aus dem Foto für die Gestaltung von Texten oder Zeichnungen wählen. Ebenfalls im Update enthalten sind nun blaue Hilfslinien, mit denen Sticker und Emojis noch genauer platziert werden. Damit haben Privatpersonen wie auch Marken professionellere Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Storys.

Alles in allem bietet das neue Umfrage-Feature eine höhere Interaktionsmöglichkeit. Wie auch die Instagram Stories generell, verschwindet die darin enthaltene Umfrage nach 24 Stunden wieder. Bisher stellt Instagram bei seinem neuen Feature nur zwei Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Besonders spannend wäre auch eine Multiple-Choice-Funktion.

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 30-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//KW 41 – Pinterest – von der Pinnwand zur Traffic-Maschine

OSK Weekly KW 41 Titel Pinterest

Liebe Leserinnen und Leser,

mit vielen neuen Möglichkeiten zur Verbesserung der User Experience, Vermarktung und Content-Erstellung steigert die Fotoplattform Pinterest stetig ihre Beliebtheit. Inzwischen nutzen 200 Millionen Menschen weltweit die digitale Pinnwand, die mit ihrer Suchfunktion über Bilder sogar Google Konkurrenz macht. Vor gut einem Jahr haben wir uns bereits mit der virtuellen Pinnwand befasst. Diese Woche zeigen wir, wie sich Pinterest weiterentwickelt und seine Position in der Social-Media-Landschaft gefestigt hat.

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//“Folg` mir mal bei Insta!“ – wie ein 16-Jähriger die Fotoplattform nutzt

Bild-1 - Instagram

Sarujan Sivakumaran ist 16 Jahre alt und macht derzeit ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Digital- und Social-Media-Abteilung von OSK. Da er sehr interessiert an Digitalthemen und sozialen Netzwerken ist, haben wir ihn gebeten, seine Social-Web-Gewohnheiten aufzuschreiben. Schnell war klar: Facebook spielt für ihn und seine Freunde kaum noch eine Rolle. Instagram ist der Star.

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