//Snapchat-Überblick – Teil 1: Was ist es, wie funktioniert es, wer nutzt es?

Mark Zuckerberg erkannte bereits 2013 das Zukunftspotenzial von Snapchat und wollte, dass sich das Start-up im Facebook-Kosmos weiterentfaltet. Doch Snapchat-Gründer Evan Spiegel gab dem Branchenprimus einen Korb. Er hatte scheinbar schon damals verstanden, welchen Reiz verschwindende Inhalte für Nutzer haben. Und dass der Hype um sein Unternehmen keine kurzfristige Angelegenheit sein sollte. Also schlug Spiegel das Angebot über drei Milliarden Dollar aus.

„Es gibt nur sehr wenige Menschen auf der Welt, die die Möglichkeit bekommen, so ein Unternehmen aufzubauen. Das für kurzfristigen Gewinn einzutauschen, ist nicht besonders interessant”, so Spiegel damals gegenüber Forbes. Die Fortschritte, die Snapchat bis heute gemacht hat, geben dem Kopf hinter der App Recht. Zwar lässt sich darüber streiten, ob die Entwicklung den heutigen Fabelkurs des Unternehmens von geschätzten 19 Milliarden Dollar tatsächlich rechtfertigt. Gleichzeitig zeigt der Kurs aber, warum die Plattform das in Deutschland wohl am heftigsten unterschätzte soziale Netzwerk ist. In unserer Snapchat-Serie beleuchten wir in jedem Teil einen anderen Aspekt des Ökosystems Snapchat. Im ersten Teil widmen wir uns der Frage: Was ist Snapchat, wer nutzt es überhaupt und wie kommuniziert man über die App?

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//KW 02 – Digital-Journalismus 2016

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie haben die erste große Social-Media-Nachricht des Jahres sicher gehört: Twitter plant, sein 140-Zeichen-Limit aufzuheben. Zukünftig sollen Tweets mit bis zu 10.000 Zeichen möglich sein. Nun diskutiert das Netz darüber, ob dieser Schritt richtig wäre. Kritiker befürchten, der Mikroblogging-Dienst würde seinen Charakter verlieren. Befürworter freuen sich über die Abschaffung der künstlichen Grenze.

Tech-Autor Will Oremus sieht hinter der möglichen Zeichenausweitung jedoch eine tiefere Strategie, wie er auf Slate schreibt. Seiner Meinung plant Twitter, zu einem „Walled Garden“ zu werden. Anstatt User per Link auf andere Webseiten weiterzuleiten, könnten Artikel nun in voller Länge auf dem sozialen Netzwerk gepostet werden. Das Ergebnis: Manche Texte könnten irgendwann nur noch auf Twitter zu finden sein, Leser würden länger auf der Plattform verweilen. Auch Journalisten müssten dann prüfen, ob sich eine Veröffentlichung ihrer Texte auf Twitter rentiert.

Mit weiteren Anforderungen an Medienhäuser sowie dem Digital-Journalismus 2016 beschäftigen sich auch unsere Newsletter-Themen.

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