//“Text wird weiterleben” – Daisuke Furuta zur Zukunft des Journalismus

zukunft Titel Daisuke Furuta

Daisuke Furuta -JTsuboike swQualität und die richtige Strategie – diese zwei Dinge hält Daisuke Furuta für unabdingbar, um Inhalte möglichst weit zu verbreiten. Gleichzeitig brauchten Verlage aber auch den Mut, sich auf technologische Neuigkeiten einzulassen, erklärt der Gründungs-Chefredakteur von BuzzFeed Japan. Im Gespräch erzählt Furuta, wie sich BuzzFeed an neue Social-Media-Plattformen herantastet und warum sich die Finanzierung des Journalismus erst einmal nicht grundlegend verändern wird.

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//KW 04 – Snapchat-Journalismus – ein schwieriger Fall

Snapchat-Journalismus 1

Liebe Leserinnen und Leser,

Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat angekündigt, nach Deutschland zu kommen, um sich persönlich den Fragen von Facebook-Nutzern zu stellen. Infos zum exakten Zeitpunkt und genauere Details zum Ablauf des Besuchs gibt es noch nicht. Doch in dem avisierten „Townhall Meeting“ wird sich Zuckerberg wohl auch Kritik an Facebook anhören dürfen.

Dennoch wächst die Bedeutung des Netzwerks auch in Deutschland stetig. 27 Millionen Menschen sind hierzulande auf der Plattform aktiv. Hinzu kommen neun Millionen deutsche Nutzer der Foto-App Instagram, die zum Facebook-Imperium gehört. Soziale Netzwerke sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Sie verändern sich, entwickeln sich weiter, passen sich an. Und sie haben Einfluss auf unseren Alltag, das soziale Miteinander und die Art der Kommunikation. Der OSK Weekly hat in dieser Woche daher einen Social-Media-Schwerpunkt. Eines der Themen: Ist Snapchat für den Journalismus geeignet oder nicht?

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//KW 36 – Playbuzz schlägt BuzzFeed und Huffington Post

NATIONAL

Playbuzz schlägt BuzzFeed und Huffington Post

Playbuzz ist ein Start-up aus Israel, das die technische Grundlage für Content-Formate wie Quizzes, Umfragen und Listicles bietet. Für die Inhalte sorgen über 40.000 Publisher und Brands. Die Plattform verzeichnet nach eigenen Angaben rund 10 Millionen Shares auf Facebook und 80 Millionen Besucher auf der Seite pro Monat – damit hätte Playbuzz zahlenmäßig sogar BuzzFeed und die Huffington Post abgehängt. Online Marketing Rockstars hat mit dem neuen deutschen Geschäftsführer Christian Fricke ein Interview geführt, ihn nach den Plänen von Playbuzz in Deutschland befragt und herausgefunden, wie das Unternehmen seine beeindruckenden User- und Sharing-Zahlen monetarisieren will.

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//KW 32 – Ranking-Faktoren: Das ist 2015 für SEO wichtig

OSK Weekly KW 32 SEO-Optimierung 2

NATIONAL

Ranking-Faktoren: Das ist 2015 für SEO wichtig

Die Searchmetrics-Analyse zu den Ranking-Faktoren 2015 bietet aktuelle Einblicke in das Top-Ranking der Google-Suchergebnisse. Daraus lassen sich fünf wichtige Erkenntnisse ableiten: Zum einen verlieren Backlinks an Relevanz, wodurch andere Faktoren wie reales Link-Earning durch Content wichtiger werden. Die Studie ergab außerdem, dass höher gerankte Websites häufig eine bessere Linkstruktur haben, wodurch die Handhabung erleichtert wird. Nutzerfreundlichkeit ist hier das Stichwort. Der Ranking-Faktor „Keyword“ nehme in den meisten Bereichen weiter ab. Stattdessen sagt die Studie die Ära des holistischen Contents voraus. Es gehe zukünftig stärker darum, miteinander in Beziehung stehende Randthemen zu einem Thema zu verschmelzen.

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//“Ich glaube daran, dass sich gute Geschichten durchsetzen werden” – Juliane Leopold zur Zukunft des Journalismus

© Caroline Pitzke

Für viele wird es eine Überraschung gewesen sein, als Juliane Leopold aufhörte, für die ZEIT zu arbeiten, und zu BuzzFeed wechselte – von einem Medium, das in Deutschland für den Begriff „Qualitätsjournalismus“ steht, zu einer Seite, die in großen Teilen auf Unterhaltung setzt. Die Journalistin ist sich aber sicher, dass sich die Mediennutzung der Leser verändert: „Inhalte müssen so gestaltet sein, dass sie sich problemlos in das Kommunikations- und Mediennutzungsverhalten von Nutzerinnen und Nutzern integrieren können. Dieses findet jetzt schon immer mehr auf den sozialen Medien und in Instant Messengern statt.“ Und auf diese Kanäle setzt Buzzfeed mit seinen Inhalten. Bekannt wurde die US-Seite vor allem für ihre schnell konsumierbaren Online-Inhalte, eine Mischung aus bewegten Bildern (GIFs), süßen Tierfotos, lustigen Videos und allem, was mit Katzen zu tun hat. Außerdem sind die sogenannten „Listicles“ sehr präsent. Das sind Beiträge, die aus Listen bestehen wie zum Beispiel „25 Dinge, die nur Menschen kennen, die älter als 30 Jahre alt sind“. Und das Konzept scheint erfolgreich zu sein: Unternehmensangaben zufolge hat die Seite monatlich weltweit über 200 Millionen Besucher. In einer Mail von Gründer Jonah Peretti an alle Mitarbeiter im November 2014 sprach er von einem erreichten Umsatz von 100 Millionen Dollar. Mittlerweile betreibt das Portal auch ernsthaften Nachrichten-Journalismus. 2014 entschied das Unternehmen sich, auch den deutschen Markt zu erobern. Im Juli war klar: Juliane Leopold wird Gründungs-Chefredakteurin – und das, obwohl sie in einem Interview mit medium sagt, gar kein Katzen-Typ zu sein. Zuvor Social-Media-Redakteurin bei ZEIT ONLINE, gab sie die neue Stelle standesgemäß per Twitter bekannt.


Leopold studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft auf Magister an der FU Berlin. Abschlussnote 1,1 (Zitat: „Ja, ich habe Strebertendenzen!“). Es folgten Stationen bei der Neuen Zürcher Zeitung, der ZEIT und ZEIT ONLINE. Außerdem schreibt sie für den Blog kleinerdrei, der für den Grimme Online Award 2014 nominiert war. Mitte 2014 dann der Wechsel zu Buzzfeed, im September folgte der erste Beitrag der deutschen Ausgabe. Derzeit konzentriert sich das kleine Team noch auf humorvolle, unterhaltende Artikel. Beim Preis “Journalisten des Jahres 2014” wählte das medium magazin Juliane Leopold vor Kurzem auf Platz zwei der Top Drei Newcomer des Jahres. Im Interview spricht Juliane Leopold darüber, warum die Homepage als Zugangsportal an Bedeutung verliert und wieso Demut und Humor für Redakteure wichtig sind.

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//KW 38 – Die Industrie 4.0

Industrie 4.0

Günther Oettinger ist seit einigen Tagen EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und soll in dieser Position die Transformation der deutschen Wirtschaft vorantreiben. Netzökonom Holger Schmidt schreibt in einem aktuellen Artikel über die Schwierigkeiten dieses Vorhabens, denn der Mittelstand habe keine Eile, sich grundlegend zu verändern – im Gegenteil, er habe Angst vor der Digitalisierung. Schmidt stützt sich dabei auf eine repräsentative Umfrage, die im Auftrag der DZ Bank durchgeführt wurde, und bei der deutsche Mittelständler nach der Relevanz digitaler Technologien im Herstellungs- und Wertschöpfungsprozess befragt wurden. Das Ergebnis: für rund ein Drittel spielt die Digitalisierung ihres Geschäfts (noch) keine Rolle.

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//KW 33 – Das große Zeitungssterben

Das große Zeitungssterben

Die Zeitung als traditionelles Massenmedium scheint ihr Monopol endgültig eingebüßt zu haben. Schuld daran sei aber nicht das Internet alleine. Drei Wirtschaftsredakteure der FAZ, darunter auch der stellvertretende Ressortleiter, beziehen in einem Artikel „in eigener Sache“ Stellung zum Thema. Darin geben sie Aufschluss über mögliche Gründe und entwerfen Szenarien für die Zukunft. Der interessanten Reise durch die Geschichte deutscher Zeitungen folgen Zahlen und Fakten, die den Einbruch der Werbeeinnahmen und die wenig erfolgreichen Gegenmaßnahmen der Verlagshäuser verdeutlichen. Eines der im Artikel entworfenen Zukunfts-Szenarien gleicht einer Dystopie, in der die gedruckte Zeitung innerhalb der nächsten sieben Jahre ausgestorben sein wird und Journalismus nur noch als Nebenerwerb fortbesteht. Dagegen steht die weitaus hoffnungsvollere Aussicht auf ein Überleben der großen Verlagshäuser dank des in der Vergangenheit angehäuften Vertrauenspotentials und effektiver Redaktionsgemeinschaften aus Bloggern, Journalisten und anderen Fachkundigen.

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//KW 24 – Google Debatte “Recht auf Vergessen”

Google Debatte “Recht auf Vergessen”

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass jeder Google-Nutzer ein Recht auf Vergessen hat. So sollen bestimmte personenbezogene Daten auf eigenen Wunsch aus der Ergebnisliste entfernt werden können. Google hat darauf unmittelbar mit einem Online-Lösch-Formular reagiert. Aber:  in den Suchergebnisse werden zukünftig Hinweise auf eine Löschung angezeigt. Außerdem gilt das Entfernen der Suchungsergebnisse nur innerhalb Europas. Über google.com sind die Ergebnisse weiterhin zu finden. Eine ausführliche Kritik gibt es auf dem Google Watch Blog.

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