//„Wir sind das Nintendo der Autobranche“ – Alexander Mankowsky über Games und Autos der Zukunft

Alexander Mankowsky arbeitet für den ältesten Automobilhersteller der Welt und denkt über dessen Zukunft nach. Der gebürtige Berliner ist seit 1989 für die Daimler AG im Bereich Forschung tätig. Sein Hauptaugenmerk als Zukunftsforscher liegt darin, soziale und technische Innovationen für die Mobilität von Morgen zu erkennen und umzusetzen. Dafür beschäftigt er sich seit 2001 in seinem Arbeitsgebiet „Gestaltende Zukunftsforschung“ auch mit gesellschaftlichen Themen – wie etwa dem Gaming. Wir haben Alexander Mankowsky am Rande der gamescom in Köln getroffen. Mit 345.000 Zuschauern bestätigte die gamescom in diesem Jahr ihren Ruf als weltweit wichtigste Messe für Computer- und Videospiele. Beim gamescom congress war Alexander Mankowsky Teil der Panel-Diskussion zum Thema „Spielen statt lenken: Das Auto der Zukunft“.

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//Faszination Roadtrip – die Sehnsucht nach der Straße

Zwei Freundinnen begehren gegen Männer und gesellschaftliche Konventionen auf. Sie starten in einem Ford-Mustang Thunderbird eine aufregende Flucht nach Mexiko. Vor einem Abgrund des Grand Canyon findet der Trip ein jähes Ende: „Die sollen uns nicht kriegen, los fahr weiter!“ sagt Thelma zu Louise. Mit der Fahrt über die Kante endet einer der wohl legendärsten Roadmovies der amerikanischen Filmgeschichte. Was Regisseur Ridley Scott 1991 als genialen Roadtrip auf die Kinoleinwand brachte, traf genau ins Mark einer großen Sehnsucht der Menschen.

In der heutigen Vorstellung steht ein Roadtrip für die individuelle Freiheit, einfach ins Auto einzusteigen, loszufahren und dort anzuhalten, wo man möchte. Der Weg ist das Ziel und schafft eine gewisse Entschleunigung vom Alltag. Sind Roadtrips deshalb so beliebt? Woher kommt diese Entwicklung und warum suchen Menschen überhaupt solch ein Erlebnis? Welche Strecken eignen sich besonders für einen Roadtrip? Und welche außergewöhnlichen Roadtrips hat es bereits gegeben? Wir haben mit verschiedenen Experten darüber gesprochen und versucht, uns dem Thema Roadtrip aus unterschiedlichen Perspektiven zu nähern.

In Teil 1 der OSK-Serie „Faszination Roadtrip“ sind wir der Entwicklung des Themas auf der Spur und sprechen mit unterschiedlichen Experten über Trends im Reiseverhalten der Deutschen. Wir gehen der Beliebtheit des Autos als “Reisebegleiter” auf den Grund und versuchen zu klären, ob und weshalb Roadtrips aktuell im Trend liegen.

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//Autokauf online: Fahrzeugmarkt im Wandel

Der Großteil der Kunden kauft Neuwagen nach wie vor über stationäre Autohändler – auch wenn es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten gibt, Autos über das Internet zu erwerben. Immerhin können sich über 44 Prozent der Kunden vorstellen, ihr Fahrzeug im Web nicht nur zu konfigurieren, sondern auch zu bestellen. Der Markt ist also in Bewegung, mit entsprechenden Konsequenzen für den Automobilvertrieb. Das bestätigt auch Marcus Hohmann von der Unternehmensberatung McKinsey, der im OSK-Interview von einer „neuen Rolle“ des Händlers spricht.

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//Autonomes Fahren – Die Revolution der Mobilität auf dem Vormarsch

Aus Fiktion wird immer mehr Fakt: Intelligente Autos, die komplett autonom fahren können, rücken Schritt für Schritt in greifbare Nähe. Zu Erprobungszwecken sind sie inzwischen auch auf öffentlichen Straßen unterwegs – wenn auch unter strengen Auflagen. Dass autonomes Fahren kommen wird, gilt in der Branche als ausgemachte Sache. Zwar nicht von heute auf morgen, aber peu à peu werden die bereits erhältlichen Assistenzsysteme perfektioniert, um weitere Funktionen ergänzt und zum Autopiloten ausgebaut.

Das Rennen von Autoherstellern, Software-Unternehmen und Zulieferern um die Poleposition ist bereits in vollem Gange. Es geht um Zukunftsfähigkeit, Technologieführerschaft und die Sicherung des eigenen Anteils am erwarteten Geschäftspotenzial rund um die autonome Mobilität. Da will keiner den Anschluss verlieren. Neben der technischen Realisierung und dem erklärten Ziel höherer Verkehrssicherheit geraten dabei zunehmend weitere Aspekte in den Blick: Wie verbringen und nutzen wir künftig die Zeit im selbstfahrenden Auto, wie gestaltet sich das Miteinander der unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer und welche Auswirkungen hat autonome Mobilität auf die Gesellschaft?

Bereits im März 2014 hatte Sebastian Gierich auf dem OSK-Blog über die Entwicklungen unter dem Titel „Wenn Autos intelligent werden“ berichtet. Mittlerweile ist viel passiert – Zeit, einen frischen Blick auf das Thema zu werfen, das aktuell zu den heißesten in der Autobranche zählt.

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//Warum Stauforscher von Ameisen lernen …

Jeder Autofahrer kennt das leidige Problem: Ob zum Ferienbeginn oder zu den Stoßzeiten im alltäglichen Berufsverkehr, es kommt häufig zu Staus. Laut ADAC wurden 2013 in Deutschland rund 415.000 Staus mit einer Gesamtlänge von 830.000 Kilometern registriert – das entspricht der Entfernung einer Hin- und Rückreise von der Erde zum Mond. Grund genug für OSK, dem „Phänomen Stau“ einmal gemeinsam mit einem Stauforscher auf den Grund zu gehen.

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//Das (auto)mobile Web – Big Brother oder nützlicher Helfer?

Immer mehr Hersteller bieten Fahrzeuge mit Internetverbindung an. Ab 2015 wird eine SIM-Karte für Neuwagen sogar zur Pflicht. Bei den Kunden stoßen Connectivity-Dienste für die Straße und Internet-Anwendungen im Automobil offenkundig auf zunehmendes Interesse: Laut einer aktuellen Studie stehen fast alle Befragten Fahrzeugen mit Internet positiv gegenüber. Doch die Apps fürs Auto sind nicht nur nützlich. Kritiker warnen vor dem gläsernen Fahrer und Einfallstoren für Hacker.

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//Jugend und Auto: Ende einer Liebesbeziehung? Oder: weiterhin ein ganz besonderes Verhältnis?

Holger Rust, Professor für Wirtschaftssoziologie, führt die Diskussion um den vermeintlichen Statusverlust des Autos sehr differenziert. In seinen zwei weltweit angelegten Studien zum Thema “Jugend und Auto” betrachtet er die Entwicklung durch die globale Brille und deckt spannende Zusammenhänge auf. OSK hat mit ihm darüber gesprochen.

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//Carsharing 2.0 – spontan, flexibel und smart

Ein eigenes Auto zu besitzen ist keineswegs out. 61 Prozent der Deutschen wünschen sich einen Wagen, der ihnen gehört, heißt es in einer GFK-Studie im Auftrag von AutoScout24. Nicht nur Menschen, die täglich längere Strecken zurücklegen müssen oder auf dem Land wohnen, wissen ihr persönliches Fahrzeug und die damit verbundene Individualmobilität zu schätzen. Dennoch wächst die Zahl der Carsharing-Nutzer hierzulande kontinuierlich. Ende 2013 verzeichnete der Bundesverband Carsharing bereits über 750.000 registrierte User von Carsharing-Angeboten. Das sind 67 Prozent mehr als im Vorjahr, darunter auch viele Menschen, die ein eigenes Auto besitzen. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren waren es gerade einmal knapp über 100.000 Nutzer. Die Entwicklung wird getrieben durch die noch recht neuen, stationsunabhängigen Free-Floating-Angebote wie car2go, DriveNow und Multicity. Dank mobilem Internetzugang bieten diese Smart Mobility Services flexible und vor allem maximal spontane Alltagsmobilität und liegen damit genau am Puls der Zeit.
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//Altes Blech im Web 2.0

Sie sind längst keine Domäne verschrobener Spinner mehr: Klassische Fahrzeuge entwickeln sich zum absoluten Renner, insbesondere auch für jüngere Zielgruppen. Mehr als 190.000 Fans besuchten Ende März die weltgrößte Klassiker-Messe in Essen. Zunehmend wird das Interesse an Klassikern als Wirtschafts- und Imagefaktor auch für die Hersteller relevant. So waren 27 Marken auf der Techno-Classica offiziell vertreten – teils mit aufwändigen Messeständen. Wie aber ticken die Oldtimer- und Youngtimer-Fans – und wie kommuniziert man mit ihnen?
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//Wenn Autos intelligent werden

Rückblende. Wir schreiben das Jahr 1971. Über die Kinoleinwände flimmert ein gelber VW Käfer, amtliches Kennzeichen DU – DU 926. Ein ganz besonderes Auto, das bereits über ein Navigationsgerät verfügt, in der vorderen Haube eine Kamera versteckt hat, bei Bedarf wie ein Sportboot schwimmt oder wie ein Hubschrauber fliegt. Und selbstverständlich entweder per Fernsteuerung oder ganz allein fahren kann. Lakonischer Kommentar seines Besitzers Jimmy Bondi: “Dudu macht das schon.”

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