//Auf welchen sozialen Netzwerken sind Studenten aktiv?

Social Media Nutzung Studenten Titel

0,37 Sekunden. Es hat nur einen Wimpernschlag gedauert, da hat Google 499.000 digitale Spuren für das Stichwort „Niklas Fischer“ im Netz gefunden. Zugegeben: Der geringste Bruchteil davon wird tatsächlich mit mir zu tun haben. Der Name ist nicht unbedingt selten. Doch unter den ersten Treffern findet man meinen Twitter-Kanal, mein Xing-Profil und auch die Vorstandsseite des PRSH wird angezeigt. Die heutigen Studierenden gehören zur ersten Generation, die mit dem gesamten Portfolio der Selbstdarstellung im Social Web aufgewachsen ist. Dementsprechend verwenden wir soziale Netzwerke, um uns zu präsentieren. Wie Studierende soziale Netzwerke nutzen und auf welchen Plattformen sie aktiv sind, erkläre ich im Folgenden.

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//Online-Kommunikation 2018 – 5 Tipps für das kommende Jahr

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Neue Technologien befinden sich auf dem Vormarsch, Social-Media-Kanäle erfordern permanente Pflege und der Blog könnte eine Frischzellenkur vertragen. Da stellt sich die Frage: Ist das eigene Unternehmen fit genug für die Kommunikation in diesem Jahr? Die folgenden fünf Fragen helfen, diese Überlegung zu beantworten.

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//Pinterest: Profi-Account in fünf Schritten einrichten

Pinterest Titel

Von der digitalen Hobbyecke für DIY- und Foodblogger hat Pinterest sich rasend schnell weiterentwickelt: Mittlerweile posten deutsche Nutzer der Trendplattform 3,2 Millionen Pins täglich. Damit wird die Bilder-Suchmaschine auch für Unternehmen immer interessanter, denn ein Pinterest-Profil verspricht Aufmerksamkeit, Traffic und mehr Besucher auf der eigenen Website. Mit der folgenden Anleitung können Nutzer sich innerhalb weniger Minuten einen professionellen Pinterest-Account anlegen und ihr Online Marketing voranbringen.

Account erstellen und Überblick verschaffen

Unternehmen können ein privates Konto einrichten, welches sich später problemlos in ein Unternehmenskonto umwandeln lässt. Es ist jedoch empfehlenswert, gleich ein Unternehmenskonto zu erstellen, wenn Pinterest für professionelle Marketingzwecke genutzt werden soll.

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Screenshot: Pinterest
Für Neueinsteiger empfiehlt es sich daher, zunächst einmal in den Accounts und Boards anderer Nutzer herumzustöbern. In dieser ersten Phase lautet das Ziel, ein Gefühl für das Aussehen der verschiedenen Pins und Pinnwände (Boards) zu bekommen.

2. Profil ansprechend ausfüllen

Zwar geht es bei Pinterest vornehmlich um das Visuelle, jedoch sind die Textinfos im Profil genauso wichtig. Zu den erforderlichen Angaben bei einem Business-Account zählen:

  • Unternehmensname
  • Bild
  • Benutzername
  • Kurzinfo
  • Impressum
  • Ort
  • Website

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Screenshot: Freelance Start
Bei der Kurzinfo lohnt es sich, etwas Zeit und Mühe zu investieren. Mehr als zwei Zeilen sollten es aber nicht sein. Die müssen jedoch umso mehr auf den Punkt kommen: Was bietet das Unternehmen an? Wie lautet das Alleinstellungsmerkmal? Lässt sich ein Link zu einer Landingpage setzen?

Darüber hinaus ist es ratsam, die eigene Website zu verifizieren. Dadurch wird jedem Pin automatisch das Profilbild beziehungsweise Icon hinzugefügt, das auf der Website hochgeladen wurde. Außerdem erhalten Unternehmen so Zugriff auf die Web Analytics von Pinterest, wodurch sich Besucherströme dokumentieren lassen.

Von entscheidender Bedeutung ist auch das Schaufenster – ein Slider, der mit bis zu fünf eigenen Boards bestückt werden kann und prominent beim Aufruf des Unternehmensprofils zu sehen ist. Boards sind wie eingangs erwähnt Pinnwände, auf denen Nutzer die Pins sammeln. Sie sollten thematisch mit einem passenden Oberbegriff benannt und mit einer aussagekräftigen Kurzbeschreibung versehen werden. Ein gutes Beispiel für einen Slider liefert übrigens die Pinterest-Beraterin Alexandra Polunin:

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Screenshot: Alexandra Polunin
Dabei sollten Unternehmen sich vorab überlegen, welche Boards in den Slider gehören. So lassen sich Hingucker erstellen, die unmittelbar beim Besuch des Profils hervorstechen.

3. Professionelle Pins und Boards erstellen

Dreh- und Angelpunkt einer erfolgreichen Pinterest-Strategie sind ansprechend gestaltete Pins. Bei Pins handelt es sich um visuelle Lesezeichen – Grafiken also. Diese werden auf Boards, virtuellen Pinnwänden, gesammelt. Äußerst hilfreich für die Erstellung von Pins ist das kostenlose Tool Canva, mit dem sich schicke Pins ohne große Vorkenntnisse erstellen lassen. Dabei gilt es, die Formatvorgaben und Regeln der Plattform zu beachten. Dazu gehören:

  • Hochformat (Minimum: 735 x 1.102 Pixel)
  • kurze Pin-Beschreibung (max. 500 Zeichen, mobil werden allerdings nur 100 dargestellt)
  • Verwendung themenrelevanter Hashtags in der Pin-Beschreibung
  • kein Massenpinnen eines einzelnen Pins

Bei einem sind sich die Experten jedoch einig: Pins sollten im Hochformat sein. Für die genauen Maße lohnt sich ein Blick auf das Pinterest Cheat Sheet.

Übrigens: Anfangs sehen die Boards noch recht „nackt“ aus. Dies lässt sich vermeiden, indem sie erstmal als „geheim“ und damit als unsichtbar für Dritte eingestellt werden. So können Nutzer in aller Ruhe Pins sammeln, um das Board zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich sichtbar zu schalten.

Rich Pins aktivieren

Unternehmen sollten sich nach Einrichtung eines Accounts so schnell wie möglich um die Rich Pin Validation kümmern. Bisher existieren vier Sorten von Rich Pins: Artikel-, Rezept-, Produkt- und Installationspins. Für die meisten Publisher dürften die Artikelpins von Interesse sein, da Pinterest im Business hauptsächlich dafür genutzt wird, eigene Blogartikel zu promoten.

Der Vorteil: Bei Artikel-Rich-Pins werden wichtige Daten automatisch zum Pin hinzugefügt: Überschrift, Name des Autors und Kurzbeschreibung.

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Screenshot: Benjamin Brückner
Die Rich Pin Validation ist schnell erledigt: Einfach den von Pinterest angegebenen Code (Open Graph Tags) unter „Anleitung für die verschiedenen Pinarten/Article Pins“ in den Head-Bereich der eigenen Website eintragen, mit dem Debugger anschließend prüfen und zu guter Letzt eine einzelne URL der Website im gleichen Debugger einreichen.

Dabei müssen nicht mühsam alle Links der einzelnen Blogartikel eingefügt werden: Pinterest erkennt automatisch die Rich Pins auf allen Seiten und Unterseiten einer Website.

Voraussetzung dafür ist, dass entsprechende Pin-Grafiken in der Mediathek der Website hinterlegt wurden. Zu empfehlen ist hierbei das Shariff-Wrapper-Plugin, welches diese Einstellung für jeden Blogpost einzeln anbietet:

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Für Blogposts muss also jeweils ein individueller Pin erstellt werden. Anschließend geht die Beantragung von Rich Pins für die gesamte Website ganz schnell: Es reicht, einen Link von der Website einzugeben, um Rich Pins für alle Inhalte der Seite freizuschalten.

Boardcover erstellen

Zwar stecken viele Publisher reichlich Energie in die Erstellung hochwertiger Pins. Die Boards werden oftmals allerdings nur stiefmütterlich behandelt. Dadurch wird Potenzial verschenkt, da Pinterest die Möglichkeit zur Angabe von Coverbildern anbietet.

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Screenshot: Freelance Start
Ein einheitlicher Look in der Board-Übersicht verleiht dem Pinterest-Profil einen professionellen Touch und erleichtert die Navigation für den Besucher.

Hashtags verwenden

Seit Herbst 2017 sind auf Pinterest Hashtags erlaubt. Diese stellen ein mächtiges Werkzeug dar. Aber Achtung: Hashtags haben nichts in den Board-Beschreibungen oder dem eigenen Unternehmensprofil zu suchen. Sie dienen, ähnlich wie bei Twitter und Facebook, dem leichteren Auffinden von Inhalten, also Pins zu einem speziellen Thema.

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Screenshot: Freelance Start
Pinterest selbst erlaubt bis zu 20 Hashtags, was jedoch nicht ausgereizt werden muss. Oft genügen sieben bis acht Hashtags oder weniger, die zum Thema passen.

4. Strategie entwickeln

Zugegeben: Es sind einige Aufgaben vorab zu erledigen, um als Unternehmen professionell bei Pinterest durchzustarten. Anschließend können die Verantwortlichen aber fleißig pinnen, um die eigenen Boards zu füllen. Auch hier sind Qualität und thematische Nähe oberstes Prinzip. Lieber zwei ansprechende Infografiken als zehn Pins ohne Mehrwert sammeln.

Weiterhin gilt es, genauer zu analysieren:

  • Welche Pins sind in den Boards der Wettbewerber gespeichert?
  • Wie sind die erfolgreichsten Pins in meinem Themenbereich gestaltet (oberste Ergebnisse in der Sucheingabe berücksichtigen)?
  • Wie lauten die beliebtesten Keywords für mein Thema?
  • Welche Nutzer sind besonders bekannt/haben viele Follower in meiner Nische? Diese finden sich als Schöpfer der erfolgreichen Pins.
  • Welche Hashtags werden eingesetzt?
  • Wo verschenken Wettbewerber Potenzial, das sich für den eigenen Pinterest-Account nutzen lässt?

Anhand dieser Fragen lässt sich eine eigene Pinterest-Strategie entwickeln. Diese darf jedoch nicht allein darin bestehen, eigene Pins hochzuladen. Die Gewichtung kann unterschiedlich ausfallen, allerdings sollten auch fremde Pins regelmäßig in den eigenen Boards auftauchen.

5. Relevanten Gruppenboards beitreten

Gruppenboards sind Pinnwände, die von mehreren Leuten betrieben werden, und eine weitere Möglichkeit, Pins zu mehr Bekanntheit zu verhelfen. Anders als bei eigenen Boards existieren hier oftmals Regeln, die sich in der Board-Beschreibung finden.

Zum Beispiel, für jeden eigenen veröffentlichten Pin auf dem Gruppenboard einen fremden Pin zu repinnen. Oder jeden eigenen Pin nur einmal zu veröffentlichen. Unabhängig von klar formulierten Regeln gehört es, wie überall in der Netzwelt, zum guten Ton, nicht negativ durch Spamming aufzufallen.

Bei der Auswahl von Gruppenboards sollten Unternehmen auf Interaktion achten. Werden regelmäßig neue Pins hochgeladen? Wie viele Follower hat das Board? Besteht Interesse daran mitzupinnen, lässt sich der Gruppenboard-Admin via interner Nachricht oder E-Mail anschreiben. Meistens dauert die Aufnahme nicht länger als einen Tag.

Weitere nützliche Infos

Werbliche Inhalte stören auf Pinterest weit weniger als in anderen sozialen Netzwerken, wenn sie optisch ansprechend verpackt sind. Übertreiben sollten Unternehmen es mit der Werbung trotzdem nicht. Eigenmarketing ist in Ordnung, wenn für den Nutzer erkennbar ist, dass sich der Unternehmensaccount nicht nur um sich selbst dreht, also auch fremde Pins repinnt und kommentiert werden. Pins werden übrigens ebenfalls in der Google-Bildersuche angezeigt. So steigern Unternehmen ihre Sichtbarkeit beim Suchmaschinengiganten.

Kleine Anmerkung am Rande: Zwar ist Pinterest laut einem der Gründer, Evan Sharp, kein soziales Netzwerk, sondern eine „visuelle Suchmaschine“. Trotzdem wird es faktisch so genutzt, da die Nutzer hier auch kommentieren und sich Nachrichten schicken. Bei einer reinen Suchmaschine wäre das nicht der Fall.

Weiterhin ist es ratsam, regelmäßig zu pinnen und zu repinnen. Laut Blog2Social ist frühmorgens, in den Abendstunden und tagsüber am Wochenende auf Pinterest am meisten los. Es lohnt sich außerdem, für einen Blogbeitrag mehrere Pins zu erstellen. Diese lassen sich dann aufgrund ihrer Vielfalt in einem Board pinnen, ohne als Spam negativ aufzufallen. Heißt also: Viele optisch verschiedene Pins mit dem gleichen Link auf mehreren Boards erhöhen die Chance, Nutzer auf die eigene Website zu ziehen. Die nächste Stufe für Pinterest-Profis ist die Automatisierung: Unternehmen sollten sich mit Tools wie Tailwind und Board Booster beschäftigen, um Pins zu planen und deren Performance auszuwerten.

Fazit

Pinterest ist im Kommunikationsmix zu einer reichweitenstarken Plattform geworden, um auf eigene Inhalte wie Blogartikel aufmerksam zu machen. Entscheidend für den Erfolg als Unternehmen auf Pinterest sind hingegen eine sorgfältige Vorbereitung, die Analyse anderer Pins und ein umsichtiges, kollegiales Verhalten. Dann birgt der aktive Business-Account bei Pinterest vielversprechende Ergebnisse, unter anderem mit Blick auf die eigene Content Promotion und das Ranking in der Bildersuche bei Google.

Weiterführende Artikel

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 30-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//Recruiting-Tipps – wie Agenturen den Branchennachwuchs für sich gewinnen

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„Was willst du später eigentlich mal machen?“ Eine Frage, die uns spätestens nach Beendigung der Schullaufbahn das erste Mal begegnet. Die Wenigsten haben direkt eine Antwort parat. Kein Wunder, bei der vielfältigen Auswahl, der wir heutzutage gegenüberstehen. Schneller als wir denken und spätestens nach dem erfolgreich abgeschlossenen Bachelor oder Master holt uns die Frage wieder ein: „Was will ich jetzt machen? Wer passt zu mir und wie finde ich den perfekten Arbeitsplatz?“ Die Antwort: Indem Studierende den richtigen Arbeitgeber schon während ihrer Studienzeit finden.  Wie man sie auf sich aufmerksam macht, erklären wir in einigen Recruiting-Tipps.

Während sich Studierende im Dschungel unzähliger Berufsmöglichkeiten orientieren müssen, wollen Agenturen motivierte, engagierte und talentierte Nachwuchskräfte finden. Doch wie begeistert man junge Studierende von seiner Agentur, gerade dann, wenn es eine hohe Dichte an Konkurrenz in der Branche gibt?

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//Probieren geht über Studieren – was der Branchennachwuchs von einem Agenturpraktikum erwartet

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Agentur oder Unternehmen? Der Klassiker aller Fragen, die Kommunikationsstudenten beschäftigen. Individuell ausprobieren und testen – das ist die Antwort. Eine allgemeingültige Lösung, die für alle gleichermaßen gilt, gibt es nicht. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, helfen Praktika und Werkstudentenjobs, bis jeder das Passende für sich entdeckt hat. Doch was erwartet ein Student von einem Agenturpraktikum? Und mit welchen Vorurteilen haben Agenturen wiederum zu kämpfen?

Die Hintergründe von Public Relations, Theorien der Massenkommunikationsforschung, Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechniken – das und noch mehr lernen Kommunikationsstudenten. Alles wichtig, alles Wissen, das hilft. Aber in den ersten Bewerbungsgesprächen und spätestens während der ersten Praktikumstage oder direkt im Beruf merkt man: Theorie ist Theorie, Praxis ist etwas ganz anderes! Oftmals wird mehr Wert auf die Aufgaben und Erfahrungen aus der Praxis gelegt als auf das Studium an sich. Nicht ohne Grund: Am besten lernt man aus der Erfahrung im Beruf.

Bei verschiedenen Praktika oder Nebenjobs wird das schnell deutlich. Es ist möglich, Wissen und Hintergründe aus dem Studium anzuwenden, jedoch ist die Anwendung von Fall zu Fall individuell und spezifisch – etwas, worauf kein Studiengang der Welt vorbereiten kann.

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Ich bin auf keinen Fall der Agenturtyp …

Lange Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung für viel Arbeit. Das sind die Vorurteile, die viele Studenten im Hinterkopf haben, wenn das Wort „Agentur“ fällt. Sofort kommt die Schlussfolgerung: „Ich bin auf keinen Fall der Agenturtyp!“ Studenten haben häufig Angst, in dem hektischen und schnellen Agenturleben unterzugehen. Die Schreibtische voll mit Aufgaben, Zettel voll beschrieben mit unerledigten To-dos. Studierende denken an Termine, Meetings und alle möglichen Aufgaben. Aufgaben, für die der Praktikant irgendwie alles können muss und ins kalte Wasser geschmissen wird. Feierabend, Freizeit und Ruhe? Fehlanzeige – so die Annahme.

Dabei handelt es jedoch vor allem um Vorurteile. Manche treffen in Teilen zu, anderum wiederum gar nicht. Jede Agentur ist anders. Zu pauschalisieren und daraus seine Schlüsse zu ziehen, ist nicht der richtige Weg.

// Über den Artikel

In einer Kooperation mit dem PRSH. e.V veröffentlichen Studenten des Fachs “Public Relations” an der Hochschule Hannover regelmäßig Artikel auf dem OSK Blog. Der Nachwuchs bildet die Kommunikationsprofis von Morgen, weswegen wir uns schon heute ihre Meinung zu Branchenentwicklungen, der Ausbildung und Kommunikations-Trends anhören.

Es gilt also auszuprobieren, und vielleicht stellt man fest:

… oder doch?

Agenturen haben viel zu bieten. Vor allem während des Studiums ist es sinnvoll, bei einem Agenturpraktikum Erfahrungen zu sammeln. Ein junges, modernes Team, das abwechslungsreiche Aufgaben mit den neuesten Tools und Funktionen zu bieten hat, ist offen für frischen Wind und neue Ideen. Praktikanten können viel austesten, sich selbst besser kennenlernen und haben die Möglichkeit, das Studienwissen ins Agenturleben einzubinden.

Sie machen erste Erfahrungen in der Kundenarbeit, können sich kreativ beteiligen und ihre Ideen vorstellen. Dabei erwartet sie immer wieder etwas ganz anderes und Neues. Der Lernfaktor ist hoch, kaum ein Tag wie der vorherige. Wer sich engagiert und beteiligt, Chancen am Schopf ergreift und das Team unterstützt, hat schon einen ersten Fuß in der Tür.

In Agenturen muss man schnell und belastbar sein, aber sie sind der beste Ort, viele Erfahrungen in kürzester Zeit zu machen, sich selber auszutesten und in moderner Atmosphäre mithilfe eines jungen Teams viel über Kommunikation in der Praxis mit unterschiedlichsten Tools und Kunden zu lernen. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Kommunikation immer digitaler wird, sich verändert und an Geschwindigkeit zunimmt, ist eine Agentur ein idealer Ort, um sich für die Kommunikationsbranche zu rüsten.

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 Agentur? Ja, bitte!

Ein Agenturpraktikum hat viele Vorteile. Wer sich dafür entscheidet, stellt sich natürlich zuvor die Frage, was er davon erwartet. Man möchte viel lernen und Verantwortung tragen, aber gleichzeitig an die Hand genommen werden und Fehler machen dürfen. Die Motivation nach dem Studium ist hoch, das Wissen möchte direkt in der Praxis angewendet werden. Da machen Überstunden nichts aus. Dafür wünschen sich Studierende, dass sie sich einbringen und Erfahrungen sammeln können. Sie möchten lernen, wo sich die Theorie anwenden lässt, was die Hochschule ihnen nicht beigebracht hat und was die modernsten Tools und Instrumente in der Kommunikation sind.

Wenn sie Praktikanten einbinden, ergeben sich auch für Agenturen Vorteile. Denn Studierende sind während und nach dem Studium motiviert und voller Tatendrang. Durch ihren anderen Blickwinkel können sie frische Ideen einbringen und einen neuen Aspekt zu einer Problemlösung beisteuern. Ebenfalls wichtig: Studierende gehören zu einer jungen Zielgruppe und wissen, welche Art von Kommunikation jüngere User anspricht.

Dennoch wird es zwischendurch Momente geben, in denen die eigenen Ideen nicht umgesetzt werden, die Vorgesetzten gerade keine Zeit haben und etwas Frust aufkommt. Dann darf man sich nicht hängen lassen und die Umstände auf keinen Fall persönlich nehmen. Resignation hilft an dieser Stelle nicht. Wer sich schmollend in die Ecke setzt und die Zeit totschlägt, wird sich zwangsläufig langweilen und schlecht betreut fühlen. Arbeitet an neuen Ideen, sprecht Kollegen darauf an, wo ihr helfen könnt, und zeigt Interesse. Die Mitarbeiter werden es euch danken.

Und nach dem Praktikum erkennen viele Studenten dann: „Agentur? Ja, bitte!“

 

// Über die Autorin

Katharina Kirstein ist 21 Jahre alt und wohnt in Hannover. Momentan ist sie im fünften Semester an der Hochschule Hannover im Studiengang Public Relations. Dazu ist sie für den PRSH e.V. tätig.

//Instagram-Umfragen – das neue Feature als Marke nutzen

Titelbild - Instagram-Umfragen

Anfang Oktober hat Instagram eine einfache Abstimmungsfunktion eingefügt. Mit der neuen App-Version können User in ihre Storys ab sofort Umfragen einbetten. Dabei stellt der Nutzer eine Frage und bietet zwei Antwortmöglichkeiten. Doch wie können Marken Instagram-Umfragen nutzen?

Bild 1 - Instagram-Umfragen

So funktioniert die Umfrage-Funktion

Instagram ist für sein schlankes und selbsterklärendes Design bekannt. Diesem Prinzip bleibt der Dienst treu. Einfach ein Foto schießen beziehungsweise ein Video aufnehmen und mit dem Umfrage-Sticker schmücken, schnell noch die Frage sowie die Antwortmöglichkeiten anpassen und los gehts.

Das macht Spaß. Und lässt sich auch außerhalb des Privaten für Marken nutzen. Zum einen können Unternehmen mit Instagram-Umfragen direktes Feedback aus der Community einholen. Beispielsweise bei der Vorstellung neuer Produkte, der Entwicklung eines Logos oder allen anderen Gelegenheiten, bei denen das kritische Auge der User gefragt ist. Das entscheidende Element hierbei ist die Interaktion, welche wiederum die Nähe zum User fördert. Denn dieser kann mit der Marke interagieren. Natürlich lässt sich die neue Funktion auch für die gezielte Vermarktung einsetzen, wie Gary Vaynerchuk zeigt.

Screenshot 1 - Instagram-Umfragen

Bild: Gary Vaynerchuk
Die Auswahlmöglichkeiten müssen sich nicht nur auf „Ja“ oder „Nein“ beschränken. Diese sind zwar voreingestellt, können aber angepasst werden. So nutzt Instagram-Experte Trajan Tosev das neue Feature, um zu erfahren, ob Mitglieder seiner Community mit ihrer bisherigen Engagement Rate auf Instagram zufrieden sind. Er nutzt das Feature, um indirekt auf seine Beratungsangebote hinzuweisen.

Screenshot 2 - Instagram-Umfragen

Bild: Trajan Tosev
Über die Story Insights erfährt der Publisher, wer an der Umfrage teilgenommen und wie abgestimmt hat. Schon nach der ersten Abstimmung durch einen User lässt sich in Echtzeit verfolgen, welche Antwort die beliebtere ist.

Neue Erzähl- und Gestaltungsmöglichkeiten nutzen

Mit etwas Kreativität erweitern Unternehmen durch Instagram-Umfragen ihren erzählerischen Spielraum bei den Storys. Denn wer sagt, dass Umfragen ausschließlich ernst sein müssen? Ein kurzes Video zur Frühstücksbesprechung in die leicht unausgeschlafene Runde mit der Frage „Freut ihr euch auch schon auf den ersten Kaffee?“ kann für gute Laune sorgen und Sympathie bei den Usern wecken. Man muss ja nicht gleich so weit gehen wie ein Instagrammer, der seine Follower per Abstimmung einen kompletten Tag seines Lebens kontrollieren ließ. Dieses Beispiel zeigt allerdings, wie die Kombination aus Kreativität und dem neuen Feature die User-Interaktion befeuert.

Screenshot 3 - Instagram-Umfragen

Hier ist natürlich, wie immer im Online-Marketing, etwas Fingerspitzengefühl erforderlich. Marketer sollten daher vor jeder Umfrage prüfen: Was möchte ich damit erreichen? Geht es um Nähe, Interaktion, Produktpräsentation oder alles zusammen?

Auch neu: das Color Dropper Feature. Mit einer Pipette lässt sich eine Farbe aus dem Foto für die Gestaltung von Texten oder Zeichnungen wählen. Ebenfalls im Update enthalten sind nun blaue Hilfslinien, mit denen Sticker und Emojis noch genauer platziert werden. Damit haben Privatpersonen wie auch Marken professionellere Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Storys.

Alles in allem bietet das neue Umfrage-Feature eine höhere Interaktionsmöglichkeit. Wie auch die Instagram Stories generell, verschwindet die darin enthaltene Umfrage nach 24 Stunden wieder. Bisher stellt Instagram bei seinem neuen Feature nur zwei Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Besonders spannend wäre auch eine Multiple-Choice-Funktion.

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 30-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//Eine Allround-Liaison – Bild und Text sind eine Einheit

Bild und Text Titel

Bild und Text werden an einem bestimmten Ort zur Einheit: in der Redaktion. Das gilt nicht nur für Zeitungen und Magazine – auch Unternehmen schaffen ihre Publikationen oder Webpräsenzen im redaktionellen Kontext. Dabei ist es zweitrangig, aus welcher Branche das Unternehmen stammt, relevant ist das Ziel: eine perfekte Symbiose zwischen grafischen und textlichen Elementen. Und perfekt bedeutet hier sowohl die praktische Ebene, die Lesbarkeit des Textes, als auch die ästhetische: Das Gesamtergebnis soll Spaß machen.

Es soll „schön“ sein. Damit spielen nicht nur Fotos und Grafiken in den Bildbereich, sondern auch die gesamte grafische Gestaltung in Form von Design, Layout und Typografie. Diese Perfektion bedarf – neben der kompetenten Besetzung der Redaktion – vieler Faktoren: der passenden Typo, eines vernünftigen Satzspiegels, des richtigen Bildmaterials und schließlich formkorrekter und sinnreicher Inhalte. Doch die Mühe lohnt sich: Schließlich ist eine ausdrucksstarke Bild-Text-Verbindung der wirkungsvollste Weg, Informationen stilvoll und verständlich rüberzubringen.

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//#Bloginvasion: WhatsApp-Newsletter für Unternehmen – Must-have oder Spielerei?

Titelbild Vorschaubild WhatsApp-Newsletter

Pling. Wenn das Smartphone beim ersten Kaffee eine neue WhatsApp-Nachricht anzeigt, muss sie nicht zwingend von der besten Freundin, der Mutter oder dem Partner stammen. Auch das Unternehmen unseres Vertrauens versorgt uns durch WhatsApp-Newsletter mit aktuellen News und Angeboten. Das erste Mal haben wir uns 2015 in einem unserer Newsletter mit den Kommunikations-Potenzialen von WhatsApp beschäftigt. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Sind WhatsApp-Newsletter noch zeitgemäß? Dieser Frage widmen wir uns und werfen einen Blick auf den aktuellen Status quo.

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//“Folg` mir mal bei Insta!“ – wie ein 16-Jähriger die Fotoplattform nutzt

Bild-1 - Instagram

Sarujan Sivakumaran ist 16 Jahre alt und macht derzeit ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Digital- und Social-Media-Abteilung von OSK. Da er sehr interessiert an Digitalthemen und sozialen Netzwerken ist, haben wir ihn gebeten, seine Social-Web-Gewohnheiten aufzuschreiben. Schnell war klar: Facebook spielt für ihn und seine Freunde kaum noch eine Rolle. Instagram ist der Star.

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//Virtual-Reality-Marketing für die Generation Y

Generation Y - Titel

Die Generation Y ist noch mit den klassischen Werbespots der 1990er-Jahre aufgewachsen. Mit der digitalen Revolution und dem Aufbau des Internets kam der Umbruch: Die Wirkung von Werbung nach dem Sender-und-Empfänger-Prinzip nimmt seitdem eher ab. Anzeigen im Netz werden mit Adblockern umgangen, junge Zuschauer wandern, genervt von Spots in Fernsehen und Radio, zu Streamingdiensten ab. Möchten Unternehmen Konsumenten erreichen, die zwischen 1980 und 1990 geboren wurden, sollten sie daher ergänzende Alternativen zu klassischen Werbekonzepten machen. Denn die vornehmlich mobile Customer Journey ereignet sich längst im Internet.

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