//Probieren geht über Studieren – was der Branchennachwuchs von einem Agenturpraktikum erwartet

Agenturpraktikum Bild 4

Agentur oder Unternehmen? Der Klassiker aller Fragen, die Kommunikationsstudenten beschäftigen. Individuell ausprobieren und testen – das ist die Antwort. Eine allgemeingültige Lösung, die für alle gleichermaßen gilt, gibt es nicht. Um sich einen Eindruck zu verschaffen, helfen Praktika und Werkstudentenjobs, bis jeder das Passende für sich entdeckt hat. Doch was erwartet ein Student von einem Agenturpraktikum? Und mit welchen Vorurteilen haben Agenturen wiederum zu kämpfen?

Die Hintergründe von Public Relations, Theorien der Massenkommunikationsforschung, Möglichkeiten der neuen Kommunikationstechniken – das und noch mehr lernen Kommunikationsstudenten. Alles wichtig, alles Wissen, das hilft. Aber in den ersten Bewerbungsgesprächen und spätestens während der ersten Praktikumstage oder direkt im Beruf merkt man: Theorie ist Theorie, Praxis ist etwas ganz anderes! Oftmals wird mehr Wert auf die Aufgaben und Erfahrungen aus der Praxis gelegt als auf das Studium an sich. Nicht ohne Grund: Am besten lernt man aus der Erfahrung im Beruf.

Bei verschiedenen Praktika oder Nebenjobs wird das schnell deutlich. Es ist möglich, Wissen und Hintergründe aus dem Studium anzuwenden, jedoch ist die Anwendung von Fall zu Fall individuell und spezifisch – etwas, worauf kein Studiengang der Welt vorbereiten kann.

Agenturpraktikum Bild 2

Ich bin auf keinen Fall der Agenturtyp …

Lange Arbeitszeiten, schlechte Bezahlung für viel Arbeit. Das sind die Vorurteile, die viele Studenten im Hinterkopf haben, wenn das Wort „Agentur“ fällt. Sofort kommt die Schlussfolgerung: „Ich bin auf keinen Fall der Agenturtyp!“ Studenten haben häufig Angst, in dem hektischen und schnellen Agenturleben unterzugehen. Die Schreibtische voll mit Aufgaben, Zettel voll beschrieben mit unerledigten To-dos. Studierende denken an Termine, Meetings und alle möglichen Aufgaben. Aufgaben, für die der Praktikant irgendwie alles können muss und ins kalte Wasser geschmissen wird. Feierabend, Freizeit und Ruhe? Fehlanzeige – so die Annahme.

Dabei handelt es jedoch vor allem um Vorurteile. Manche treffen in Teilen zu, anderum wiederum gar nicht. Jede Agentur ist anders. Zu pauschalisieren und daraus seine Schlüsse zu ziehen, ist nicht der richtige Weg.

// Über den Artikel

In einer Kooperation mit dem PRSH. e.V veröffentlichen Studenten des Fachs “Public Relations” an der Hochschule Hannover regelmäßig Artikel auf dem OSK Blog. Der Nachwuchs bildet die Kommunikationsprofis von Morgen, weswegen wir uns schon heute ihre Meinung zu Branchenentwicklungen, der Ausbildung und Kommunikations-Trends anhören.

Es gilt also auszuprobieren, und vielleicht stellt man fest:

… oder doch?

Agenturen haben viel zu bieten. Vor allem während des Studiums ist es sinnvoll, bei einem Agenturpraktikum Erfahrungen zu sammeln. Ein junges, modernes Team, das abwechslungsreiche Aufgaben mit den neuesten Tools und Funktionen zu bieten hat, ist offen für frischen Wind und neue Ideen. Praktikanten können viel austesten, sich selbst besser kennenlernen und haben die Möglichkeit, das Studienwissen ins Agenturleben einzubinden.

Sie machen erste Erfahrungen in der Kundenarbeit, können sich kreativ beteiligen und ihre Ideen vorstellen. Dabei erwartet sie immer wieder etwas ganz anderes und Neues. Der Lernfaktor ist hoch, kaum ein Tag wie der vorherige. Wer sich engagiert und beteiligt, Chancen am Schopf ergreift und das Team unterstützt, hat schon einen ersten Fuß in der Tür.

In Agenturen muss man schnell und belastbar sein, aber sie sind der beste Ort, viele Erfahrungen in kürzester Zeit zu machen, sich selber auszutesten und in moderner Atmosphäre mithilfe eines jungen Teams viel über Kommunikation in der Praxis mit unterschiedlichsten Tools und Kunden zu lernen. Vor allem in der heutigen Zeit, in der Kommunikation immer digitaler wird, sich verändert und an Geschwindigkeit zunimmt, ist eine Agentur ein idealer Ort, um sich für die Kommunikationsbranche zu rüsten.

Agenturpraktikum Bild 1

 Agentur? Ja, bitte!

Ein Agenturpraktikum hat viele Vorteile. Wer sich dafür entscheidet, stellt sich natürlich zuvor die Frage, was er davon erwartet. Man möchte viel lernen und Verantwortung tragen, aber gleichzeitig an die Hand genommen werden und Fehler machen dürfen. Die Motivation nach dem Studium ist hoch, das Wissen möchte direkt in der Praxis angewendet werden. Da machen Überstunden nichts aus. Dafür wünschen sich Studierende, dass sie sich einbringen und Erfahrungen sammeln können. Sie möchten lernen, wo sich die Theorie anwenden lässt, was die Hochschule ihnen nicht beigebracht hat und was die modernsten Tools und Instrumente in der Kommunikation sind.

Wenn sie Praktikanten einbinden, ergeben sich auch für Agenturen Vorteile. Denn Studierende sind während und nach dem Studium motiviert und voller Tatendrang. Durch ihren anderen Blickwinkel können sie frische Ideen einbringen und einen neuen Aspekt zu einer Problemlösung beisteuern. Ebenfalls wichtig: Studierende gehören zu einer jungen Zielgruppe und wissen, welche Art von Kommunikation jüngere User anspricht.

Dennoch wird es zwischendurch Momente geben, in denen die eigenen Ideen nicht umgesetzt werden, die Vorgesetzten gerade keine Zeit haben und etwas Frust aufkommt. Dann darf man sich nicht hängen lassen und die Umstände auf keinen Fall persönlich nehmen. Resignation hilft an dieser Stelle nicht. Wer sich schmollend in die Ecke setzt und die Zeit totschlägt, wird sich zwangsläufig langweilen und schlecht betreut fühlen. Arbeitet an neuen Ideen, sprecht Kollegen darauf an, wo ihr helfen könnt, und zeigt Interesse. Die Mitarbeiter werden es euch danken.

Und nach dem Praktikum erkennen viele Studenten dann: „Agentur? Ja, bitte!“

 

// Über die Autorin

Katharina Kirstein ist 21 Jahre alt und wohnt in Hannover. Momentan ist sie im fünften Semester an der Hochschule Hannover im Studiengang Public Relations. Dazu ist sie für den PRSH e.V. tätig.

//Instagram-Umfragen – das neue Feature als Marke nutzen

Titelbild - Instagram-Umfragen

Anfang Oktober hat Instagram eine einfache Abstimmungsfunktion eingefügt. Mit der neuen App-Version können User in ihre Storys ab sofort Umfragen einbetten. Dabei stellt der Nutzer eine Frage und bietet zwei Antwortmöglichkeiten. Doch wie können Marken Instagram-Umfragen nutzen?

Bild 1 - Instagram-Umfragen

So funktioniert die Umfrage-Funktion

Instagram ist für sein schlankes und selbsterklärendes Design bekannt. Diesem Prinzip bleibt der Dienst treu. Einfach ein Foto schießen beziehungsweise ein Video aufnehmen und mit dem Umfrage-Sticker schmücken, schnell noch die Frage sowie die Antwortmöglichkeiten anpassen und los gehts.

Das macht Spaß. Und lässt sich auch außerhalb des Privaten für Marken nutzen. Zum einen können Unternehmen mit Instagram-Umfragen direktes Feedback aus der Community einholen. Beispielsweise bei der Vorstellung neuer Produkte, der Entwicklung eines Logos oder allen anderen Gelegenheiten, bei denen das kritische Auge der User gefragt ist. Das entscheidende Element hierbei ist die Interaktion, welche wiederum die Nähe zum User fördert. Denn dieser kann mit der Marke interagieren. Natürlich lässt sich die neue Funktion auch für die gezielte Vermarktung einsetzen, wie Gary Vaynerchuk zeigt.

Screenshot 1 - Instagram-Umfragen

Bild: Gary Vaynerchuk
Die Auswahlmöglichkeiten müssen sich nicht nur auf „Ja“ oder „Nein“ beschränken. Diese sind zwar voreingestellt, können aber angepasst werden. So nutzt Instagram-Experte Trajan Tosev das neue Feature, um zu erfahren, ob Mitglieder seiner Community mit ihrer bisherigen Engagement Rate auf Instagram zufrieden sind. Er nutzt das Feature, um indirekt auf seine Beratungsangebote hinzuweisen.

Screenshot 2 - Instagram-Umfragen

Bild: Trajan Tosev
Über die Story Insights erfährt der Publisher, wer an der Umfrage teilgenommen und wie abgestimmt hat. Schon nach der ersten Abstimmung durch einen User lässt sich in Echtzeit verfolgen, welche Antwort die beliebtere ist.

Neue Erzähl- und Gestaltungsmöglichkeiten nutzen

Mit etwas Kreativität erweitern Unternehmen durch Instagram-Umfragen ihren erzählerischen Spielraum bei den Storys. Denn wer sagt, dass Umfragen ausschließlich ernst sein müssen? Ein kurzes Video zur Frühstücksbesprechung in die leicht unausgeschlafene Runde mit der Frage „Freut ihr euch auch schon auf den ersten Kaffee?“ kann für gute Laune sorgen und Sympathie bei den Usern wecken. Man muss ja nicht gleich so weit gehen wie ein Instagrammer, der seine Follower per Abstimmung einen kompletten Tag seines Lebens kontrollieren ließ. Dieses Beispiel zeigt allerdings, wie die Kombination aus Kreativität und dem neuen Feature die User-Interaktion befeuert.

Screenshot 3 - Instagram-Umfragen

Hier ist natürlich, wie immer im Online-Marketing, etwas Fingerspitzengefühl erforderlich. Marketer sollten daher vor jeder Umfrage prüfen: Was möchte ich damit erreichen? Geht es um Nähe, Interaktion, Produktpräsentation oder alles zusammen?

Auch neu: das Color Dropper Feature. Mit einer Pipette lässt sich eine Farbe aus dem Foto für die Gestaltung von Texten oder Zeichnungen wählen. Ebenfalls im Update enthalten sind nun blaue Hilfslinien, mit denen Sticker und Emojis noch genauer platziert werden. Damit haben Privatpersonen wie auch Marken professionellere Gestaltungsmöglichkeiten für ihre Storys.

Alles in allem bietet das neue Umfrage-Feature eine höhere Interaktionsmöglichkeit. Wie auch die Instagram Stories generell, verschwindet die darin enthaltene Umfrage nach 24 Stunden wieder. Bisher stellt Instagram bei seinem neuen Feature nur zwei Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung. Besonders spannend wäre auch eine Multiple-Choice-Funktion.

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner ist Journalist, Blogger und Gründer der Online-Plattform Freelance Start. Nach mehrjährigen Tätigkeiten in Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er zwei Bücher und arbeitet unter anderem als Redakteur und Newsletter-Teamleiter bei Zielbar. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natrlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 30-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//Eine Allround-Liaison – Bild und Text sind eine Einheit

Bild und Text Titel

Bild und Text werden an einem bestimmten Ort zur Einheit: in der Redaktion. Das gilt nicht nur für Zeitungen und Magazine – auch Unternehmen schaffen ihre Publikationen oder Webpräsenzen im redaktionellen Kontext. Dabei ist es zweitrangig, aus welcher Branche das Unternehmen stammt, relevant ist das Ziel: eine perfekte Symbiose zwischen grafischen und textlichen Elementen. Und perfekt bedeutet hier sowohl die praktische Ebene, die Lesbarkeit des Textes, als auch die ästhetische: Das Gesamtergebnis soll Spaß machen.

Es soll „schön“ sein. Damit spielen nicht nur Fotos und Grafiken in den Bildbereich, sondern auch die gesamte grafische Gestaltung in Form von Design, Layout und Typografie. Diese Perfektion bedarf – neben der kompetenten Besetzung der Redaktion – vieler Faktoren: der passenden Typo, eines vernünftigen Satzspiegels, des richtigen Bildmaterials und schließlich formkorrekter und sinnreicher Inhalte. Doch die Mühe lohnt sich: Schließlich ist eine ausdrucksstarke Bild-Text-Verbindung der wirkungsvollste Weg, Informationen stilvoll und verständlich rüberzubringen.

Continue reading

//#Bloginvasion: WhatsApp-Newsletter für Unternehmen – Must-have oder Spielerei?

Titelbild Vorschaubild WhatsApp-Newsletter

Pling. Wenn das Smartphone beim ersten Kaffee eine neue WhatsApp-Nachricht anzeigt, muss sie nicht zwingend von der besten Freundin, der Mutter oder dem Partner stammen. Auch das Unternehmen unseres Vertrauens versorgt uns durch WhatsApp-Newsletter mit aktuellen News und Angeboten. Das erste Mal haben wir uns 2015 in einem unserer Newsletter mit den Kommunikations-Potenzialen von WhatsApp beschäftigt. Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Sind WhatsApp-Newsletter noch zeitgemäß? Dieser Frage widmen wir uns und werfen einen Blick auf den aktuellen Status quo.

Continue reading

//“Folg` mir mal bei Insta!“ – wie ein 16-Jähriger die Fotoplattform nutzt

Bild-1 - Instagram

Sarujan Sivakumaran ist 16 Jahre alt und macht derzeit ein zweiwöchiges Schülerpraktikum in der Digital- und Social-Media-Abteilung von OSK. Da er sehr interessiert an Digitalthemen und sozialen Netzwerken ist, haben wir ihn gebeten, seine Social-Web-Gewohnheiten aufzuschreiben. Schnell war klar: Facebook spielt für ihn und seine Freunde kaum noch eine Rolle. Instagram ist der Star.

Continue reading

//Virtual-Reality-Marketing für die Generation Y

Generation Y - Titel

Die Generation Y ist noch mit den klassischen Werbespots der 1990er-Jahre aufgewachsen. Mit der digitalen Revolution und dem Aufbau des Internets kam der Umbruch: Die Wirkung von Werbung nach dem Sender-und-Empfänger-Prinzip nimmt seitdem eher ab. Anzeigen im Netz werden mit Adblockern umgangen, junge Zuschauer wandern, genervt von Spots in Fernsehen und Radio, zu Streamingdiensten ab. Möchten Unternehmen Konsumenten erreichen, die zwischen 1980 und 1990 geboren wurden, sollten sie daher ergänzende Alternativen zu klassischen Werbekonzepten machen. Denn die vornehmlich mobile Customer Journey ereignet sich längst im Internet.

Continue reading

//Möge die Macht der Konsumenten mit dir sein!

Macht der Konsumenten Titel

Es gibt Produkte, die wirken durch die Bank weg harmlos: Schokoladenmännchen etwa, mit denen Discounter zum Herbstanfang ihre Regale füllen. Genauso harmlos scheinen TV-Köche, die durch Gaumenfreuden zu Sympathieträgern werden. Sowohl Schokomännchen-Anbieter als auch Sterneköche werden eines Besseren belehrt – durch die Macht der Konsumenten.

Continue reading

//Dass ich nicht lache! Emojis und ihre Wirkung in der Kommunikation

Emojis Titel

, und Emojis bestimmen die digitale Kommunikation. Vor zwei Jahren hieß es noch in zahlreichen Artikeln: Emojis verändern unsere Kommunikation. Heute können wir sagen: Es stimmt!

Was uns so an den kleinen Bildchen bei WhatsApp und Co fasziniert und was sie in der Unternehmenskommunikation, beispielsweise im Marketing, für Wirkungen erzielen können …

Continue reading

//Facebook Advertising – Strategien für die Automobilbranche

Titelbild Facebook AdverstisingNeu

Bringen wir es auf den Punkt: Wer sich heute mit digitalem Marketing beschäftigt, kommt an Facebook und den dort gebotenen Werbemöglichkeiten nicht vorbei – völlig unabhängig davon, in welchem Markt der Advertiser aktiv ist. Selbst für eine der größten deutschen Branchen bietet das soziale Netzwerk spannende Vermarktungsmöglichkeiten: die Automobilbranche.

Continue reading

//5 einfache Schritte für gute Social-Media-Posts

Titelbild - gute Social-Media-Posts

Soziale Netzwerke sind die Anlaufstelle für News, Blogbeiträge und Artikel. Das ist so chancenreich wie problematisch. Denn effektive Postings verlangen Zeit und Aufmerksamkeit. Wir geben fünf Tipps, wie gute Social-Media-Posts mit überschaubarem Zeitaufwand gelingen.

Continue reading