//8 Fehler bei der Content Curation und wie man sie vermeiden kann

Fehler bei der Content Curation

Eine erfolgreiche Content Curation fördert die Präsenz von Unternehmen und Einzelkämpfern in sozialen Netzwerken. Und sie schont Ressourcen. Denn externen Content zu teilen und entsprechende Teaser zu verfassen ist mit weniger Aufwand verbunden als das Erstellen von eigenem Content. Dennoch ist das Kuratieren fremder Inhalte ein komplexer Prozess, der einige Fettnäpfchen bereithält. Wir zählen acht häufige Fehler bei der Content Curation auf und erklären, wie sie sich vermeiden lassen.

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//Wie Content Curation die eigenen Social-Feeds aufwertet

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Soziale Medien sind die Adern unserer Kommunikation, durch die mancher Content viral rauschen kann. Unternehmen, Agenturen und Einzelkämpfer wetteifern dabei um die Aufmerksamkeit des Online-Publikums. Wer jedoch ausschließlich die eigenen Artikel bewirbt, kann auf die Community selbstbezogen und langweilig wirken. Eine redaktionell organisierte Content Curation sorgt dafür, dass sich viele positive Effekte für die eigene Marke einstellen und die User glücklich sind.

Was ist Content Curation?

Einfach ausgedrückt, geht es bei Content Curation um Inhalte, die nicht der eigenen Feder bzw. Tastatur entstammen, aber über Owned-Media-Kanäle geteilt werden.

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Was sich leicht anhört, hat seine Tücken. Denn Content Curation setzt verschiedene redaktionelle Prozesse voraus. So sollten fremde Inhalte, die über die eigenen Profile bei Facebook, Twitter, Google+ und Co. geteilt werden, einen erkennbaren Bezug zur Marke aufweisen. Auch ist es wichtig, dass diese Inhalte einen Mehrwert bieten.

Beliebte Kanäle für Content Curation:

  • Blog
  • Newsletter
  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • Pinterest
  • LinkedIn
  • Medium

Das sind längst nicht alle Kanäle. Plattformen wie Storify und Paper.li sind ebenfalls einen Blick wert. Ein Tipp: Lieber eine sorgfältige Content Curation in zwei bis drei Kanälen als eine nachlässige Kuratierung in zehn. Wo hält sich meine Zielgruppe auf? Die Antwort auf diese Frage verrät, welche Kanäle sich für die eigene Content Curation anbieten.

Zu kuratierende Inhalte müssen sich organisch in den Redaktionsplan einbetten. Für die Zielgruppe sollte die thematische Verbindung zur Marke klar erkennbar sein. So wäre es beispielsweise wenig effektiv, wenn ein Getränkehersteller Content zum Thema Glühbirnen teilen würde – es sei denn, es gelingt dem Unternehmen, eine originelle Brücke zu diesem auf den ersten Blick abweichenden Thema zu schlagen.

Eine entsprechende Strategie ist daher unverzichtbar für eine erfolgreiche Content Curation. Die folgenden Schritte zeigen, wie es funktioniert.

Welche Schritte gibt es?

Content Curation ist ein strategisches Unterfangen, das Mitdenken auf mehreren Ebenen erfordert. Zu kuratierende Inhalte müssen nicht nur anhand der genannten Kriterien ausgesucht werden, sondern auch in Form und Botschaft einwandfrei sein.

Mit diesen fünf Schritten gelingt der Prozess der Content Curation:

  • Inhalte recherchieren, die mit den Werten, Zielen und Grundsätzen der eigenen Brand übereinstimmen.
  • Die recherchierten Inhalte auf stilistische und inhaltliche Korrektheit, auf Aktualität und auf Mehrwert für die Zielgruppe prüfen.
  • Teaser formulieren, die zum Vibe der jeweiligen Social-Media-Kanäle passen und zugleich neugierig auf den kuratierten Content machen.
  • Die Content Curation im Social-Media-Redaktionsplan so takten, dass sie sich organisch in die gesamte Content-Strategie einfügt.
  • Die kuratierten Inhalte nach dem Teilen bei Facebook, Twitter und Co. moderieren und zeitnah auf Kommentare reagieren.

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Insbesondere der letzte Punkt wird häufig vernachlässigt, getreu dem Motto: Content teilen und dann weiter mit dem Tagesgeschäft. Doch Content Curation ist keine Einbahnstraße. User erwarten und schätzen Reaktionen auf ihre Kommentare. Aufkommende Kritik an geteilten Inhalten sollte deshalb nicht einfach ignoriert, sondern moderiert werden. Hierbei ist es ratsam, vorab Leitlinien zu entwickeln, wie im Rahmen von Eskalationen (z. B. Shitstorms) seitens der Redaktion reagiert werden soll. Dies verhindert ein kopfloses Vorgehen. Und auch auf Lob darf eingegangen werden!

Diese Inhalte eignen sich für Content Curation:

  • Blog-/Magazinbeiträge
  • Whitepaper
  • Podcasts
  • Fotos
  • Videos
  • Infografiken

Content Curation ist ein Prozess, der viel Sorgfalt, Zeit und Aufmerksamkeit verlangt. Es müssen dabei stets neue, relevante Inhalte gefunden und einer redaktionellen Prüfung unterzogen werden. Erst dann empfiehlt es sich, fremden Content über die eigenen Social-Media-Kanäle zu schicken.

Wo finde ich Beiträge zum Teilen?

Hier kommt der gute, alte RSS-Reader zum Einsatz. Es gibt mehrere Angebote, die kostenlos sind und ihren Zweck erfüllen:

Mit Alerts lassen sich außerdem Themenvorschläge bequem in das E-Mail-Postfach schicken. Es lohnt sich darüber hinaus, bewusst Zeit für das Lesen von Blogs und Online-Magazinen einzuplanen. Das hat nichts mit Faulheit oder Prokrastination zu tun, sondern sollte als ständige Weiterbildung des Redakteurs verstanden werden.

Und natürlich ist ein Blick in das eigene Online-Netzwerk Gold bzw. Content wert. LinkedIn und Xing bieten Business-Themen, bei Facebook ist man näher am Puls des Alltags. Diese Ausflüge können im Übrigen auch Inspiration für eigene Beiträge bieten.

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Gründe für Content Curation

Eine solide Content Curation wirkt sich positiv aus. Wie im Content Marketing generell gilt, dass sich diese Effekte nicht über Nacht einstellen. Dennoch lohnt es sich, bei der Kuratierung externer Inhalte dranzubleiben, wie die folgenden Punkte zeigen.

1. Wettbewerbsfähig bleiben

Content Marketing liegt schwer im Trend. Das ist einerseits positiv, weil auch kleine und mittelständische Unternehmen erkennen, dass Blogs und Co. hervorragend als Marketingwerkzeuge dienen. Der Nachteil ist, dass es inzwischen eine unüberschaubare Flut an neuen Inhalten gibt – der Content Shock ist eingetreten. Um sich trotzdem durchzusetzen, bieten sich zwei Strategien an:

  • Viel hochwertigen Content produzieren
  • Sehr guten Content anderer Publisher über Owned Media teilen

Problematisch an Strategie 1 ist, dass Unternehmen mit kleiner Mitarbeiterzahl häufig den Aufwand unterschätzen, wenn sie regelmäßig hochwertige Blogposts veröffentlichen wollen. Hinzu kommt die Distribution via Social Media, die ebenfalls viel Zeit in Anspruch nimmt. Hier kann die weniger zeitintensive Kuratierung externer Inhalte eine Entlastung darstellen.

Doch auch größere Unternehmen, die sich eine eigene Redaktion inklusive Social-Media-Management leisten können, profitieren von Content Curation. Die Kuratierung starker Inhalte aus der Community verringert auch bei ihnen den Aufwand, der für die Erstellung von eigenem Content notwendig wäre.

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2. Die eigene Kompetenz unterstreichen

Wer relevanten und interessanten Content teilt, sendet das Signal, dass er sich fachlich up to date hält. Agenturen und Firmen, aber auch Freelancer hinterlassen auf diese Weise Spuren der Kompetenz.

3. Sichtbarer werden

Das Teilen hochwertiger Inhalte bringt Aufmerksamkeit. Gut gefütterte Social-Media-Kanäle sorgen für eine positive Wahrnehmung der eigenen Marke und machen User zu Fans. Vorteil: Der Aufwand, fremde Inhalte zu kuratieren, ist im Vergleich zum Erstellen von eigenem Content geringer. Darüber hinaus wird das Teilen anderer Beiträge seitens des Content-Schöpfers durchaus wahrgenommen. Dies kann zu einer Intensivierung neuer oder bereits bestehender Geschäftsbeziehungen führen. Insgesamt ist es sinnvoll, zwischen die eigenen Inhalte in regelmäßigen Abständen fremdkuratierten Content zu streuen.

4. Das eigene Branding stärken

Mithilfe von Content Curation lässt sich das Image einer Marke in sozialen Netzwerken pflegen. Kuratoren wertvoller Beiträge machen sich innerhalb der Community als fachliche Autoritäten einen Namen. Sie werden darüber hinaus als hilfreich, vertrauenswürdig und transparent wahrgenommen.

// Über den Autor

Benjamin BrücknerBenjamin Brückner arbeitet als Schriftsteller, Blogger und Texter. Nach Tätigkeiten in diversen Hörfunk- und Fernsehredaktionen veröffentlichte er bisher zwei Bücher: “Russenstern”, ein Kurzgeschichtenband, und das “Akademische Viertel”, ein satirischer Studenten-Ratgeber. Auf seinem eigenen Blog verfasst er regelmäßig Rezensionen, Lesetipps und Analysen zu gesellschaftlichen Themen. Privat interessiert Benjamin sich für Philosophie, Geschichte, Sport, digitale Entwicklungen und natürlich für kreatives Schreiben. Für den OSK-Blog schreibt der 29-Jährige als Gast-Autor über aktuelle Internettrends, die Digitalisierung und die Medienbranche.

//Beacons – gezielte Kundenansprache am Point of Sale

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„Ihr Lieblings-Müsli gibt es jetzt mit extra vielen Früchten. Steht in Gang 7.“ Personalisierte Angebote direkt aufs Smartphone, Navigation durchs Geschäft – Werbung am Point of Sale (PoS): Beacons könnten der neue digitale Schrei für den nicht-digitalen Einzelhandel sein – wäre da nicht die klassische Daten-Skepsis. Heute dreht sich alles um den Kunden und um dessen Smartphone. Der große Individualitäts-Trend macht es dem lokalen Einzelhandel jedoch ziemlich schwer.

Sogenannte Proximity Solutions knüpfen an diese Probleme an. Hierzu gehören u.a. die GPS-basierten Geo-Fences oder die Beacons-Technologie. Doch was können die Proximity Solutions, worin liegt ihr Mehrwert für Kunden und Unternehmen, und warum sind gerade Beacons die verkannte Lösung des Problems?

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//Ein Redaktionsplan ist für gutes Content Marketing unverzichtbar

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Das Programm in der Fernsehzeitschrift oder der TV-App ist bis auf die Minute getaktet. Und das für Wochen im Voraus. Planer behalten so den Überblick. Ob Magazin, Zeitung oder Online-Portal: Redaktionspläne sind für jeden Publisher hinter den Kulissen unverzichtbar. Gerade Einzelkämpfer wie Blogger fragen sich häufig: „Wozu brauche ich einen Redaktionsplan? Ich weiß doch, worüber ich schreiben will.“ Wer keine Probleme mit der Themenfindung hat, kann sich glücklich schätzen. Aber wäre es nicht hilfreich, diese Themen in eine Struktur zu gießen? Wer wirklich gutes Content Marketing betreiben will, sollte die Vorzüge eines Redaktionsplans kennen. Wir erläutern sie.

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//“One-Way-Beschallung wird nie wieder funktionieren” – Ruth Fend zur Zukunft des Journalismus

Ruth Fend Titel

Ruth FendJe digitaler der Journalismus wird, desto stärker gibt der Nutzer den Ton an. Warum es dennoch fatal wäre, ihm blind hinterherzulaufen, erklärt Ruth Fend im Gespräch mit OSK. Nach einem Volontariat bei der Financial Times Deutschland hat Fend als Redakteurin und Korrespondentin für die FTD geschrieben. 2014 legte sie einen Zwischenstopp beim Wirtschaftsmagazin Capital ein, bevor sie im September 2014 die Redaktionsleitung der Business Punk übernahm. Im Juli 2016 wurde bekannt, dass sie ihren Posten zugunsten der Magazine Neon und Nido aufgeben würde – im September hat sie dort die Chefredaktion übernommen. Das Gespräch hat OSK mit ihr geführt, kurz nachdem der Wechsel angekündigt geworden war.

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//Snapchat-Überblick – Teil 6: Wenn Journalisten zu Snapchattern werden

Snapchat-Überblick 6 Titel

Gerade haben sich Redaktionen mit WhatsApp angefreundet, da folgt mit Snapchat schon die nächste App. Eine, mit der Fotos und Videos verschickt werden, die nur für einen kurzen Zeitraum sichtbar sind und dann verschwinden. So etwas Hektisches ist für den Journalismus doch total ungeeignet – oder? Weit gefehlt. Große wie kleine Medien, aber auch freie Journalisten sehen Potenzial und wollen mit eigenen Konzepten an die junge Zielgruppe herantreten. Mehr dazu in unserem Snapchat-Überblick Teil 6.

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//„Wir sind das Nintendo der Autobranche“ – Alexander Mankowsky über Games und Autos der Zukunft

Alexander Mankowsky arbeitet für den ältesten Automobilhersteller der Welt und denkt über dessen Zukunft nach. Der gebürtige Berliner ist seit 1989 für die Daimler AG im Bereich Forschung tätig. Sein Hauptaugenmerk als Zukunftsforscher liegt darin, soziale und technische Innovationen für die Mobilität von Morgen zu erkennen und umzusetzen. Dafür beschäftigt er sich seit 2001 in seinem Arbeitsgebiet „Gestaltende Zukunftsforschung“ auch mit gesellschaftlichen Themen – wie etwa dem Gaming. Wir haben Alexander Mankowsky am Rande der gamescom in Köln getroffen. Mit 345.000 Zuschauern bestätigte die gamescom in diesem Jahr ihren Ruf als weltweit wichtigste Messe für Computer- und Videospiele. Beim gamescom congress war Alexander Mankowsky Teil der Panel-Diskussion zum Thema „Spielen statt lenken: Das Auto der Zukunft“.

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//Die 10 beliebtesten Ausreden, um kein Content Marketing betreiben zu müssen

Die Wohnung zu putzen macht keinen Spaß. Trotzdem ist jedem der Vorteil einer sauberen Wohnung klar. Man fühlt sich einfach wohler. Und dennoch: Obwohl sich Wollmäuse in den Ecken festgesetzt haben, sich das Geschirr stapelt und der Mülleimer muffelt, finden wir nur zu gerne Ausreden, warum Putzen gerade jetzt unmöglich ist. Ähnlich verhält es sich mit Content Marketing.

Dabei ist Content Marketing ein effektiver Weg, um die eigene Zielgruppe zu erreichen. Blogger haben das längst verstanden. Sie nutzen Content Marketing, um ihre Personal Brand zu stärken. Was für Blogger gilt, zählt auch für Unternehmen. Höchste Zeit, zu starten. Es sei denn, man findet immer eine Ausrede. Wir haben die 10 beliebtesten zusammengetragen.

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//Content Distribution – so erreichen Inhalte die Fans

Content Distribution Title

Blogger wollen, dass ihre Inhalte gesehen werden. Niemand schreibt gerne für die Mülltonne. Um Artikel, Videos, Fotos etc. zu seinem Publikum zu bekommen, gibt es viele Möglichkeiten. Die Wege der Content Distribution sind zahlreich und komplexer, als es zunächst den Anschein hat. In diesem Artikel erklären wir daher, wie Blogger ihre Beiträge zu den Lesern bringen, die sich dafür interessieren – und den Content dementsprechend weiterverbreiten. Außerdem beschäftigen wir uns mit den Dos und Don’ts der Distribution, die wir in einer Infografik zusammenfassen.

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//Chatbots – die neuen Kommunikations-Assistenten

Chatbots Title

„Chatbots sind die neuen Apps“, sagte Microsofts CEO Satya Nadella auf der diesjährigen Build Konferenz. Dass er mit den gewichtigen Worten ins Schwarze traf, belegt der rasante Zuwachs bei den kleinen Helferlein, die auf textbasierten Dialogsystemen beruhen. Bestes Beispiel: Facebook hat das Thema ganz oben auf seine Agenda gesetzt und bereits drei Bots in seinen Messenger integriert. Auch die etablierten Fachmedien glauben an den Trend und haben 2016 bereits zum „Jahr der Chatbots“ ernannt. Was genau Chatbots sind, was sie können und worin ihr Mehrwert für Unternehmen liegt, haben wir zusammengefasst. So viel aber schon vorweggenommen: Den Menschen ersetzen sie in der Kommunikation nicht.

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